{"id":1032,"date":"2015-05-25T21:43:08","date_gmt":"2015-05-25T19:43:08","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1032"},"modified":"2015-05-27T09:21:34","modified_gmt":"2015-05-27T07:21:34","slug":"kitzbuhel-juli-oktober-2003-ausgrabungsprotokoll-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1032","title":{"rendered":"Kitzb\u00fchel, Juli &#8211; Oktober 2003, Ausgrabungsprotokoll 7"},"content":{"rendered":"<p>Das Grabungsgel\u00e4nde selbst wurde bereits im Jahr 2001 vorsondiert und anschliessend mit einer generellen Sperre f\u00fcr jedwede baulichen T\u00e4tigkeiten belegt. Eine entsprechende Entsch\u00e4digung, bzw. Ruhegeb\u00fchr wurde im Nutzungsvertrag vereinbart und zu gleichen Teilen vom <em>Arteologischen Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir <\/em>und dem Bodenfond des <em>Landes<\/em> <em>Tirol<\/em> \u00fcbernommen. Damit war gew\u00e4hrleistet, dass s\u00e4mtliche Grundeigent\u00fcmer diesem Duldungsrecht entsprachen und es zu keinerlei weiteren Eingriffen im ausgewiesenen Gel\u00e4nde kam.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/bahntrasse.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1033\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/bahntrasse-150x150.jpg\" alt=\"bahntrasse, kitzbuehel, 2003, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Sowohl die Gel\u00e4ndeeingriffe entlang der Bahntrasse der <em>\u00d6BB<\/em> als auch die kurzfristig durch <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> und seinem Team im Mai 2001 durchgef\u00fchrten Sondierungen wurden mit entsprechendem Material fundbewahrend versch\u00fcttet. Diese Versch\u00fcttungen wurden jeweils zuunterst mit einer Schichtung von 30 cm aus 0,5 er Kalkkieseln ausgelegt um derart eine dauerhafte Drainagierung zu erreichen. Dar\u00fcber folgte eine Sch\u00fcttung aus mit Silicaten angereichertem, gewaschenem Schotter. Als n\u00e4chster Schritt wurde fl\u00e4chendeckend ein Vlies aufgebracht, wie es \u00fcblicherweise als Trennlage beim Strassenbau verwendet wird, ehe die endg\u00fcltige Versch\u00fcttung aus origin\u00e4rem Aushubmaterial aufgebracht wurde. Abschliessend erfolgte eine florale Best\u00fcckung mit flachwurzelnden Gr\u00e4sern, um der nat\u00fcrlichen Erosion durch Wind und Wetter vorzubeugen. Weitere Sicherungsmassnahmen konnten zu diesem Zeitpunkt nicht durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Die genaue Lokalisierung der Grabungsst\u00e4tte kann mithilfe folgender <em>GPS-Daten<\/em> kartografisch erfolgen: (Erg\u00e4nzung vom 25.Mai 2007)<\/p>\n<p>Bereits bei den Vorabuntersuchungen des Gel\u00e4ndes im Mai 2001 hat sich erfreulicherweise herausgestellt, dass wider Erwarten die F\u00fchrung der Bahntrasse lediglich einen beschr\u00e4nkten direkten Einfluss auf das \u00f6stlich der Trasse anschliessende Gel\u00e4nde mit sich brachte. So wurde lediglich im Nahbereich des Bahndamms ostseitig zwischen einem und zweieinhalb Metern das origin\u00e4re Gel\u00e4nde bautechnisch mit einbezogen und stellenweise bis zu einer Tiefe von eineinhalb Metern abgetragen und mit grobschottrigen Kieseln verf\u00fcllt, w\u00e4hrend westseitig, hin zur <em>Kitzb\u00fcheler Ache<\/em> der Bahndamm, entsprechend den hydrogeologischen Erfordernissen, bis unterhalb der Grundwassergrenze rigoros durch die Einbringung von fundamentierendem Bruchgestein verst\u00e4rkt. Diese Vorgangsweise ist dem Trassenverlauf entlang der <em>Kitzb\u00fcheler Ache<\/em> geschuldet, um sowohl hohe Wasserst\u00e4nde, wie sie etwa zur Zeit der Schneeschmelze oder bei Starkregen auftreten, als auch Hochw\u00e4sser (die vornehmlich in den Sommermonaten nach langanhaltenden Regenperioden immer wieder auftreten) ohne verkehrstechnische Einschr\u00e4nkungen zu bew\u00e4ltigen und jede Form von Untersp\u00fclungen des Bahndamms in derartigen Wettersituationen zu vermeiden. Zudem stellt insbesondere der Gel\u00e4ndebereich in dem die Grabungsst\u00e4tten liegen durch den westseitigen Verlauf der <em>Sankt-Johanner-Strasse<\/em> an der <em>Kitzb\u00fcheler Ache<\/em> ein besonderes Risiko dar, da mit dem Ausbau der Bahn und der Strasse zu beiden Uferseiten der <em>Kitzb\u00fcheler Ache<\/em> eine flaschenhalsartige Rinnenf\u00fchrung des Gew\u00e4ssers erfolgte, welches bei hohen Wasserst\u00e4nden folglich zu einem reissenden Fluss anw\u00e4chst, der sowohl von seinem Str\u00f6mungsverhalten, als auch vom Materialgeschiebe her ein nicht zu untersch\u00e4tzendes Risiko birgt. In derartigen Situationen dringt durch die reine Gesteinssch\u00fcttung des Bahndamms regelm\u00e4ssig Sickerwasser in das ostseitige Gel\u00e4nde, jedoch wird gleichzeitig durch den Bahndamm nicht nur eine Verschlammung des Grabungsgel\u00e4ndes verhindert, sondern auch ein irreversibler Bodenabtrag und damit einhergehend ein Verlust von Artefakten und\/oder sonstigen arteologisch relevanten Fundungen.<\/p>\n<p>Bedingt durch die N\u00e4he zur <em>Kitzb\u00fcheler Ache<\/em> wurde \u2013 zumindest laut den vorhandenen historischen Quellen \u2013 wurde dieses Gel\u00e4nde vor dem Bau der Eisenbahnstrecke lediglich als offenes Weideland genutzt, sodass bis auf die baulichen Ver\u00e4nderungen durch die Trassenf\u00fchrung mit hohen Wahrscheinlichkeit von keinen zus\u00e4tzlichen gel\u00e4ndever\u00e4ndernden und siedlungstechnischen Eingriffen auszugehen ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Grabungsgel\u00e4nde selbst wurde bereits im Jahr 2001 vorsondiert und anschliessend mit einer generellen Sperre&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1032"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1032"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1032\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1036,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1032\/revisions\/1036"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}