{"id":1037,"date":"2015-05-31T21:44:54","date_gmt":"2015-05-31T19:44:54","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1037"},"modified":"2015-05-31T21:44:54","modified_gmt":"2015-05-31T19:44:54","slug":"kitzbuhel-juli-oktober-2003-ausgrabungsprotokoll-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1037","title":{"rendered":"Kitzb\u00fchel, Juli &#8211; Oktober 2003, Ausgrabungsprotokoll 8"},"content":{"rendered":"<p>Bedingt durch die im Mai 2001 vor Ort durchgef\u00fchrten Sondierungen und den damit verbundenen Analysen am <em>Arteologischen Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/em>, in Zusammenarbeit mit dem <em>Arch\u00e4ologischen Institut der Universit\u00e4t Innsbruck<\/em> unter der Leitung von <em>Dr. Stephan Rheinthaler<\/em> konnte die arteologische Relevanz in unterschiedlichen Bereichen des sondierten Gebietes zweifelsfrei belegt werden. Sowohl die unmittelbaren Untersuchungen der vorgefundenen Mauerungsreste, als auch die arteoforensische Analyse des direkten Umgebungsmaterials f\u00fchrten zu einer Datierung im Zeitraum der ersten Phase der <em>Hocharteologischen Zeit<\/em> und best\u00e4tigten somit die vorab befundeten Zuordnungen in eindeutiger Weise. S\u00e4mtliche dieser Voruntersuchungen wurden an beiden universit\u00e4ren Instituten im Wintersemester des Studienjahrs 2001\/2002 durchgef\u00fchrt und in einem gemeinsamen Kommuniqu\u00e9 im Februar 2002 in der wissenschaftlichen Zeitschrift \u201e<em>Arteological Journal \u2013 2002, Number 1<\/em>\u201c ver\u00f6ffentlicht. Nach den bereits beschriebenen Kontaktierungen mit offiziellen \u00f6sterreichischen Stellen und politischen Verantwortungstr\u00e4gern erfolgte noch im Juni 2002 der Auftrag an <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> im Jahr 2003 mit einer arteologischen Expedition die ausgewiesene Grabungsstelle eingehend und entsprechend den arteologischen Parametern zu erkunden und zu beforschen.<\/p>\n<p>Bereits im Herbst 2002 konnte so ein qualifiziertes Grabungsteam rund um bereits bisher bew\u00e4hrte Mitarbeiter zusammengestellt werden. Neben <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> und einer Gruppe von Studierenden ist insbesondere wieder die bew\u00e4hrte Zusammenarbeit mit Experten vor Ort als wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Arbeitspraxis m\u00f6glich geworden. Sowohl der langj\u00e4hrige Aquarellieur und Expeditionsfotograf, Herr <em>Herwig Angerer<\/em>, als auch der <em>Polyglaciologe<\/em> <em>Mag<\/em>. <em>Peter Stolz<\/em> und der Expeditionsarzt <em>Dr. Armin Lengauer<\/em> waren als leitende und hocherfahrene Experten Teil des F\u00fchrungsteams.<\/p>\n<p>Die \u00dcberstellung des Expeditionskorps mitsamt Ausr\u00fcstung und Hilfsmaterialien erfolgte f\u00fcr diese Expedition via <em>Istanbul<\/em> (<em>T\u00fcrkei<\/em>) \u2013 <em>Patras<\/em> (<em>Griechenland<\/em>) nach <em>Ancona<\/em> (<em>Italien<\/em>) per F\u00e4hrschiff. W\u00e4hrend f\u00fcr den Personaltransport erstmalig ein eigener Kleinbus f\u00fcr die gesamte Expeditionsdauer zur Verf\u00fcgung stand, wurden s\u00e4mtliche Materialien in <em>Ancona<\/em> auf Sattelschlepper verladen und per LKW \u00fcber den <em>Brennerpass<\/em> nach <em>Kitzb\u00fchel<\/em> verbracht. Erstmalig wurde dazu die komplette wissenschaftliche Infrastruktur als auch das vollst\u00e4ndige Grabungswerkzeug vorab bereits in <em>Izmir<\/em> in Container verpackt, verplombt und einer einschl\u00e4gig t\u00e4tigen Spedition zum Transport \u00fcbergeben. Diese Vorgangsweise erm\u00f6glichte es, sofort mit den Vorbereitungsarbeiten in <em>Kitzb\u00fchel<\/em> zu beginnen, und zwar sowohl am Grabungsgel\u00e4nde selbst, als auch bei der Gestellung und Errichtung des Expeditionslagers. Diese Vorgangsweise war der Notwendigkeit eines verknappten Zeitfensters geschuldet, da sowohl von Seiten der Kitzb\u00fcheler Stadtverwaltung als auch vom Streckenmanagement der <em>\u00d6BB<\/em> darauf gedr\u00e4ngt wurde, dass s\u00e4mtliche Grabungsarbeiten mit dem Einsetzen der winterlichen Vorsaison so weit abgeschlossen sein m\u00fcssen, dass es zu keinerlei Beeintr\u00e4chtigungen der infrastrukturellen Strukturen kommen kann, die eine eventuelle wirtschaftliche Beeintr\u00e4chtigung des Tourismus nach sich ziehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/planskizze-fundort-lager.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1038\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/planskizze-fundort-lager-150x150.jpg\" alt=\"planskizze-fundort-lager, kitzbuehel 2003, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Mit Ankunft der Mannschaft am 9. Juli 2003 wurde umgehend das Basiscontainerlager, das sich ca 120 m s\u00fcd\u00f6stlich des Grabungsgel\u00e4ndes befindet, aufgebaut. Dem Expeditionsteam stand daf\u00fcr der unmittelbare Nahbereich einer Geh\u00f6ftgruppe zur Verf\u00fcgung, die als einzelne Bebauungseinheit mitten im landwirtschaftlichen Bereich westlich des <em>R\u00f6merwegs<\/em> liegt und \u00fcber einen gut befahrbaren Feldweg, der in einem Bogen durch das angrenzende Waldst\u00fcck f\u00fchrt, mit dem Grabungsgel\u00e4nde direkt verbunden ist. Der Lagerplatz wurde vorab mittels eines befristeten Pachtvertrages angemietet und teilweise aufgeschottert. Die Zufahrt erfolgt \u00fcber die einspurige Verkehrsstrasse <em>Ried<\/em>&#8211;<em>Riesberg<\/em>, die kurz nach der Geh\u00f6ftgruppe in einen Feldweg \u00fcbergeht und als Sackgasse endet. Zudem wurde im Rahmen dieser Vorarbeiten durch die <em>Stadtwerke<\/em> <em>Kitzb\u00fchel<\/em> eine entsprechende Versorgung mit Wasser (Be- und Entsorgung), als auch Elektrizit\u00e4t sichergestellt. Erstmalig stand auch eine direkte Internetverbindung (\u00fcber Postkabel der <em>\u00d6sterreichischen Post- und Telegrafengesellschaft<\/em>) zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Das Grabungsgel\u00e4nde selbst schliesst sich unmittelbar an den n\u00f6rdlichsten Bereich der geschlossenen Siedlungsstruktur der Stadt <em>Kitzb\u00fchel<\/em> an, ist aber verkehrstechnisch durch die Trasse der <em>\u00d6BB<\/em> vom Siedlungsgebiet \u201e<em>Siedlung<\/em> <em>Frieden<\/em>\u201c abgetrennt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend es f\u00fcr die Sattelschlepper gerade noch m\u00f6glich war das Basislager der Expedition zu erreichen, mussten s\u00e4mtliche Materialien die an den Grabungsorten zur Verwendung kamen, im Basislager auf landwirtschaftliche Zweiachsanh\u00e4nger umgeladen und unter Zuhilfenahme von Traktoren an den Einsatzort verbracht werden. Das Basislager wurde daher mit zwei separaten Zu- bzw. Ausfahrten versehen, eine am s\u00fcdwestlichen Ende, unmittelbar nach der direkten Geh\u00f6ftgrenze (f\u00fcr Versorgungsfahrten, An-und Abreisen sowie Besucher) und eine Arbeitsausfahrt am nordwestlichen Ende des Lagers, welche einen m\u00f6glichst st\u00f6rungsfreien Verkehrsablauf zum Grabungsterrain gew\u00e4hrleistete.<\/p>\n<p>Bereits am Tag der Ankunft wurde mittels vorgefertigten Bauzaunelementen das Basislager eingefriedet und an den Zu- bzw. Ausfahrten mit versperrbaren, zweifl\u00fcgeligen Toren versehen. Binnen 48 Stunden konnte der Vollbetrieb s\u00e4mtlicher wissenschaftlicher und administrativer Elemente aufgenommen, sowie eine direkte Verbindung mittels Internet mit dem Arteologischen Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir hergestellt werden. Diese Effizienz ist zum einen dem eingespielten team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, zum anderen aber auch der rigorosen und detaillierten Vorbereitung, die sich speziell in der erstmaligen Gesamtstruktur einer containergest\u00fctzten Infrastruktur als \u00e4usserst positiv und nachhaltig bew\u00e4hrt hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedingt durch die im Mai 2001 vor Ort durchgef\u00fchrten Sondierungen und den damit verbundenen Analysen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1037"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1037"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1037\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1039,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1037\/revisions\/1039"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1037"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1037"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1037"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}