{"id":1055,"date":"2015-07-06T21:26:57","date_gmt":"2015-07-06T19:26:57","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1055"},"modified":"2016-01-05T20:09:29","modified_gmt":"2016-01-05T18:09:29","slug":"kitzbuhel-juli-oktober-2003-ausgrabungsprotokoll-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1055","title":{"rendered":"Kitzb\u00fchel, Juli &#8211; Oktober 2003, Ausgrabungsprotokoll 12"},"content":{"rendered":"<p>Mit Ende Juli 2003 wurde die Sicherung aller Sondierungsgr\u00e4ben abgeschlossen und vom Bauamt der Stadtgemeinde <em>Kitzbuehel<\/em> abgenommen. Diese beh\u00f6rdliche Vorgangsweise war nach der Verunfallung eines eingeborenen Hilfsarbeiters per Bescheid vorgeschrieben worden, auch wenn die unmittelbare Unfallursache in keinem direkten Zusammenhang mit der reinen Grabungst\u00e4tigkeit stand. Die lokalen arbeitsrechtlichen Bestimmungen werden relativ streng ausgelegt, insbesondere, wenn es sich um ortsun\u00fcbliche Besch\u00e4ftigungen handelt, die zudem im Fokus einer interessierten \u00d6ffentlichkeit stehen. Seit Anbeginn der Grabungen begleitete ein Dokumentationsteam des <em>\u00d6sterreichischen Rundfunkes, Landesstelle Tirol, (ORF-Tirol)<\/em> s\u00e4mtliche Arbeitsschritte. Die Dreherlaubnis dazu war unter anderem eine Vorbedingung f\u00fcr die Erteilung der Grabungserlaubnis durch die zust\u00e4ndige Landesbeh\u00f6rde. Das Expeditionsteam beauftragte daher den langj\u00e4hrigen Partner, Fotografenmeister und Aquarellisten s\u00e4mtlicher Expeditionen die in Nordtirol durch das Team um <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> durchgef\u00fchrt wurden, Herrn <em>Herwig Angerer<\/em> mit der vertraglichen Absicherung s\u00e4mtlicher Drehvorg\u00e4nge und Nutzungsrechte. Dabei wurde vereinbart, dass in direkter Zusammenarbeit mit der Expeditionsleitung und dem <em>Arteologischen Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/em>, die arteologisch-wissenschaftliche Letztverantwortung in den H\u00e4nden von <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> liegt. Zudem gilt vor der Ausstrahlung dieser Dokumentation das Prinzip der Einstimmigkeit auf beiden Seiten. Diese Regelung garantiert zum einen das Primat der wissenschaftlichen Aussagen gegen\u00fcber den rein filmischen Intentionen der verantwortlichen Redakteure und verhindert zum zweiten ein Abgleiten in einen rein narrativen Duktus, der den Inhalt in cineastischer Manier einem betrachtertauglichen Storytelling opfert.<\/p>\n<p>Gleichwohl entpuppte sich diese Zusammenarbeit als \u00e4usserst positiv f\u00fcr beide Seiten, da diese Dokumentation <em>\u201eVom Artefakt zur Arteologischen Genealogie\u201c,<\/em> produziert vom <em>ORF-Tirol<\/em> (2003) den renommierten <em>Documentary-Award<\/em> beim <em>\u201eInternational Broadcasting Symposion\u201c<\/em> in <em>Manchester<\/em> (GB), in der Kategeorie \u201eBeste wissenschaftliche Dokumentation\u201c erringen konnte. Als Folge davon wurde diese Dokumentation in mehreren europ\u00e4ischen Staaten ausgestrahlt (lediglich die Ausstrahlung in <em>Griechenland<\/em> wurde nicht synchronisiert, sondern die englischsprachige Version mit griechischen Untertiteln unterlegt) und im Jahr 2004 auch von <em>CBS<\/em> in den <em>Vereinigten Staaten<\/em> gesendet.<\/p>\n<p>F\u00fcr den finalen Schnitt dieser Dokumentation im ORF-Landesstudio Tirol in Innsbruck, reiste <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> zus\u00e4tzlich im November 2003 nach Tirol und begleitete, gemeinsam mit dem Expeditionsfotografen, Herrn <em>Herwig Angerer<\/em>, als wissenschaftlicher Berater f\u00fcr vierzehn Tage die Erstellung der<a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/dokumentation.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1165\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/dokumentation-150x150.jpg\" alt=\"dokumentation, kitzbuehel 2003, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> filmischen Endversion.<\/p>\n<p>Inhaltlich wurde dabei sowohl auf die grunds\u00e4tzliche Bedeutung der wissenschaftlichen arteologischen Forschung eingegangen und mittels eines kurzen historischen R\u00fcckblicks die Grundlagen der <em>Arteologie<\/em> dargestellt. Den Hauptteil dieser Dokumentation bildeten jedoch die bisherigen sechs arteologischen Expeditionen in <em>Nordtirol<\/em> \u2013 von ihren Anf\u00e4ngen im Jahr 1981 bis zur gegenw\u00e4rtigen Ausgrabung in <em>Kitzbuehel<\/em> im Jahr 2003 \u2013 wobei der filmische Schwerpunkt in der direkten Begleitung der jeweiligen Arbeiten und Vorbereitungen betreffend die Ausgrabungen in <em>Kitzbuehel<\/em> lag.<\/p>\n<p>Verantwortlich daf\u00fcr war von Seiten des <em>ORF-Tirol<\/em> Herr <em>Bernhard Triendl<\/em>, der es besonders in schwierigen Situationen verstand zwar st\u00e4ndig mit seinen Kamerateams am Puls des Geschehens zu sein, gleichzeitig aber niemals die eigentlichen arteologischen Arbeiten behinderte. Es ist diesem Feingef\u00fchl zu verdanken, dass es zu keinerlei nennenswerten Differenzen sowohl w\u00e4hrend der Dreharbeiten, als auch dem nachfolgendem Schnitt kam.<\/p>\n<p>Mit dieser Dokumentation \u201e<em>Vom Artefakt zur Arteologischen Genealogie\u201c,<\/em> (<em>ORF-Tirol<\/em>, verantwortlicher Redakteur <em>Bernhard Triendl<\/em>) wurde ein qualitativer Schritt, im Sinne einer positiven \u00d6ffentlichkeitsarbeit, verbunden mit dem allgemeinen Bildungsauftrag der <em>Freien Universit\u00e4t Izmir<\/em>, nachhaltig erreicht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Ende Juli 2003 wurde die Sicherung aller Sondierungsgr\u00e4ben abgeschlossen und vom Bauamt der Stadtgemeinde&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1055"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1055"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1055\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1167,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1055\/revisions\/1167"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1055"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}