{"id":1058,"date":"2015-07-08T21:16:18","date_gmt":"2015-07-08T19:16:18","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1058"},"modified":"2016-01-05T20:11:58","modified_gmt":"2016-01-05T18:11:58","slug":"kitzbuhel-juli-oktober-2003-ausgrabungsprotokoll-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1058","title":{"rendered":"Kitzb\u00fchel, Juli &#8211; Oktober 2003, Ausgrabungsprotokoll 13"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC045631.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1168\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC045631-150x150.jpg\" alt=\"mag. peter stolz, polyglacialisierung, kitzbuehel 2003, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Im Zuge dieser Dokumentation wurde auch erstmalig das \u201e<em>Polyglacialisierungsverfahren nach Mag. Peter Stolz<\/em>\u201c \u2013 <em>PPS<\/em> &#8211; einer breiteren \u00d6ffentlichkeit vorgestellt. Das <em>Polyglacialisierungsverfahren<\/em> nach <em>Mag. Peter Stolz<\/em> stellt eine vollkommen neu\u00adartige M\u00f6glichkeit der Konservation unter gleichzeitig optischer Permanent\u00adzu\u00adg\u00e4nglichkeit von organischen und\/oder humanoiden Fundungen im Bereich der arteologischen Forschung und Erkundung dar.<\/p>\n<p>Im Vordergrund steht dabei die wissenschaftliche Zug\u00e4nglichkeit von Fundungen aller Art, die ob ihrer organischen Strukturen auf Dauer einem steten Verfallsprozess ausgesetzt sind. Diese Prozesse k\u00f6nnen sowohl korridiver Art (Verbindungen mit ein- und mehrstufigen Sauerstoffen) als auch mikrobiologisch (Verwesungen und gastroimanente Verdauungsprozesse) bedingt sein.<\/p>\n<p>Mit der <em>Polyglacialisierung<\/em> nach <em>Mag. Peter Stolz<\/em> (<em>PPS)<\/em> gelingt es, s\u00e4mtliche dieser Um\u00adwand\u00adlungs- und\/oder Zersetzungsabl\u00e4ufe einerseits zu stoppen (durch spontane oder schrittweise oxygonale Reduktion) und anderseits die derart behandelten Fundungen am Status Quo ihres morphostrukturellen Erscheinungsbildes zu erhalten. Zus\u00e4tzlich wird durch die <em>Polyglacialisierung (PPS)<\/em> ein Maximum an Transportsicherheit und Handling garantiert, welches sich f\u00fcr weitere Analysen und Untersuchungen von grossem Vorteil zeigt.<\/p>\n<p>So ist es etwa m\u00f6glich f\u00fcr mikroskopische Untersuchungen Querschnitte jeder Art anzulegen, Objektschichtungen im molekularen Bereich anzufertigen, sowie zellulare Punktierungen direkt im und am eingeschlossenen Gewebe durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Bisherige Erfahrungen best\u00e4tigen die Annahme, dass unter Laborbedingungen jederzeit in einem nachfolgenden <em>Polygalcialisierungsverfahren (PPS)<\/em> neuerlich ein dauerhafter und vollkommener Einschluss des verbleibenden Objekts, ohne jegliche weitere Sch\u00e4digungen erfolgen kann. Besonders dieser Aspekt eines neuerlichen polyglacialen Schutzes in einem zweiten Schritt \u2013 und theoretisch unter Umst\u00e4nden auch in weiteren Schritten \u2013 er\u00f6ffnet s\u00e4mtlichen Wissenschaften die auf den Erhalt und die Bewahrung von organischem Material angewiesen sind, vollkommen neue M\u00f6glichkeiten der Bearbeitung am und im Objekt, als auch eine neuerliche Komplettverkapselung der jeweiligen Untersuchungsmaterialien, ohne sie dabei unnotwendiger Weise zus\u00e4tzlichen kontaminierenden Belastungen und \/ oder gar Verwesungsprozessen jeder Art auszusetzen. Bisher bedingte selbst jeder minimalinversive manuelle Eingriff in ein Fundobjekt unweigerlich eine gegenseitige Aktivierung und Beeinflussung der jeweiligen biochemischen Materialien mit dem jeweiligen Umfeld, selbst unter der Annahme eines perfekt sterilen Umfeldes in einem wissenschaftlichen Labor.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC045771.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1060\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC045771-150x150.jpg\" alt=\"mag. peter stolz, polyglacialisierung 2, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Mit dem <em>Polyglacialisierungsverfahren nach Mag. Peter Stolz<\/em> k\u00f6nnen nun Fundst\u00fccke jeder Art nach ihrer Vergiessung und nachfolgenden mehrt\u00e4gigen Aush\u00e4rtung bei bis zu Temperaturen von 21 Grad Celsius mehr oder weniger unbegrenzt aufbewahrt werden, wobei hier die branchen\u00fcbliche Sorgsamkeit eines Lageristen f\u00fcr Nahrungsmittel vollkommen ausreicht, um die perfekte Qualit\u00e4t der jeweiligen polyglacialen Gussbl\u00f6cke zu erhalten. Die Lagerf\u00e4higkeit wird bei einer Temperaturamplitude von plus 3 Grad Celsius bis 23 Grad Celsius und bei einer Luftfeuchtigkeit unter 55 % garantiert. Es ist lediglich darauf zu achten, dass die polyglacialen Gussbl\u00f6cke weder direktem Sonnenlicht noch stark UV-haltigem Kunstlicht ausgesetzt werden, da es ansonsten leicht zu unerw\u00fcnschten Vergilbungen, oder im Extremfall zu einer verst\u00e4rkten Spr\u00f6dheit des Gussmaterials kommen kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr jede Art von Schnitten und \/ oder Eingriffen an den eingegossenen Fundobjekten wird der jeweilige polyglaciale Gussblock als Ganzes in eine Polymethylmethacrylatl\u00f6sung eingelegt, der jedoch noch keine Zugabe von H\u00e4rtern erfolgte. Erst wenn die jeweiligen Trennschnitte im origin\u00e4ren Gussblock durchgef\u00fchrt wurden und die entsprechenden wissenschaftlich erforderlichen Extraktionen des organischen Materials abgeschlossen sind, wird bzw. kann durch die Zuf\u00fchrung des jeweiligen H\u00e4rters eine neuerliche <em>Polyglacialisierung<\/em> erfolgen, wobei mit diesem Verfahren erstmalig eine absolut sterile und zu 100 % fungizide Bearbeitung von Fundst\u00fccken mit organischem Material erm\u00f6glicht ist. Besonders die Kontamination mit unterschiedlichen Pilzen und Pilzenzymen stellte bisher ein grosses und teilweise nicht in den Griff zu bekommendes Problem in der postmortalen Untersuchung von arteologischen als auch arch\u00e4ologischen Funden dar. Durch das <em>Polyglacialisierungsverfahren nach Mag. Peter Stolz<\/em> gilt dieses Problem als gel\u00f6st.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Zuge dieser Dokumentation wurde auch erstmalig das \u201ePolyglacialisierungsverfahren nach Mag. 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