{"id":1132,"date":"2015-12-14T22:05:16","date_gmt":"2015-12-14T20:05:16","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1132"},"modified":"2016-01-05T20:58:31","modified_gmt":"2016-01-05T18:58:31","slug":"kitzbuhel-juli-oktober-2003-ausgrabungsprotokoll-282","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1132","title":{"rendered":"Kitzb\u00fchel, Juli &#8211; Oktober 2003, Ausgrabungsprotokoll 28\/2"},"content":{"rendered":"<p>Nach der improvisierten Pressekonferenz im Expeditionslager wurde mit den Vorbereitungen zur Sicherung und Bergung des humanoiden Fundes unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit begonnen. Um etwaige weitere Verstimmungen unter den anwesenden Medienvertretern und der politischen sowie gesellschaftlichen F\u00fchrung zu vermeiden wurden in diesem Falle sogar s\u00e4mtliche eingeborenen Grabungskr\u00e4fte f\u00fcr diesen Tag von der Arbeit (unter vollem Lohnausgleich) freigestellt, sodass lediglich das wissenschaftliche Team um <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> die erforderlichen Arbeiten durchf\u00fchrte. Gleichwohl war nicht zu verhindern, dass sich am Gegenhang der <em>Kitzbueheler<\/em> <em>Ache<\/em>, am Waldrand mehrere Journalisten mit Teleobjektiven niederliessen, um wenigstens dergestalt entsprechendes Bildmaterial von diesen Arbeiten zu erhalten. Auch wenn dies gegen die m\u00fcndlichen Zusatzvereinbarungen stiess, wurden diese Missachtungen nicht geahndet, sondern stillschweigend geduldet. Zudem galt es im Sinne des weiteres Expeditionsablaufes nicht \u00fcber Geb\u00fchr die Geduld und den Eifer der Berichterstattung einzubremsen.<\/p>\n<p>Das Prozedere der Sicherung und Bergungsvorbereitung folgte den \u00fcblichen Abl\u00e4ufen: nach der Absperrung des unmittelbaren Garbungsgebietes mittels rot-weissem Absperrband wurde das Gel\u00e4nde topografisch eingenordet und detailliert vermessen. Als n\u00e4chstes erfasste der Expeditionsfotograf <em>Herwig Angerer<\/em> unter Verwendung entsprechender Relevanzgr\u00f6ssen (Standardisierte Vermessungslatten und f\u00fcr die chronologische Bestimmung die Bildwiedergabe einer aktuellen Tageszeitung) das Grabungsgel\u00e4nde insgesamt und mittels dutzender Detaillaufnahmen fotografisch die einzelnen grabungsrelevanten Abschnitte. S\u00e4mtliche Expeditionsmitglieder waren daf\u00fcr mit Schutzkleidung, Atemschutzmasen, Schutzbrillen und Einweghandschuhen ausgestattet, da es tunlichst galt jedwege Kontaminierung durch organisches Material nach M\u00f6glichkeit zu verhindern. Der Bergungscontainer wurde \u00fcber den Anfahrtsweg unter Zuhilfenahme eines Traktorgespannes herbeigeschafft, desgleichen eine verplombte Kiste mit fabrikneuen und desinfizierten Grabungswerkzeugen.<a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kitzi-7.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1213\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kitzi-7-150x150.jpg\" alt=\"humanoider fund, kitzbuehel 2003, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vom umgebenden Lagermaterial des humanoiden Fundes wurden zahlreiche Proben gezogen, um eventuell spezifische botanische und geologische Besonderheiten im n\u00e4heren Umfeld einer nachfolgenden f\u00e4cher\u00fcbergreifenden wissenschaftlichen Analyse zuf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Zudem wurden s\u00e4mtliche Bewegungslinien, sowie Transportstrecken und Fluchtwege direkt am Gel\u00e4nde ausgewiesen, besprochen und vom kompletten Grabungsteam eingesichtet.<a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kitzi-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1215\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kitzi-3-150x150.jpg\" alt=\"humanoider fund, detail, kitzbuehel 2003, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der eigentliche Sicherungs- und Bergungsvorgang wurde von der Leiterin der Fundgruppe, Frau <em>Mag. Miriam Yeshildas<\/em> unter Assistenz von <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> geleitet.<\/p>\n<p>Die Fundstelle selbst liegt wenige Meter von der neuzeitlich errichteten Gedenkstele entfernt, wobei bemerkenswert ist, dass dieser humanoide Fund lediglich 35 cm unter der Oberfl\u00e4che vorgefunden wurde. Aufgrund des vorhandenen Schichtbildes des geologischen Bodenaufbaus konnte rasch und relativ eindeutig (zu recht, wie die nachfolgenden Erstanalysen ergaben) eine entsprechende arteologische Zuordnung getroffen werden. Eingebettet in eine schmale Schicht aus feink\u00f6rnigem Erosionsschiefer, vermischt mit durchschnittlich 35 % lehmigem Mergel erfolgte die Ablagerung dieses Fundes im Bereich des Randgeschiebes der <em>Kitzbueheler<\/em> <em>Ache<\/em>. Beg\u00fcnstigt durch den hydrogeologischen Gew\u00e4sserverlauf in diesem Abschnitt des Gerinnes, kam es offensichtlich zu keinen weiteren nachtr\u00e4glichen Verschiebungen, vielmehr verhinderte die tieferliegende Schicht aus Kieseln und Schottern ein zus\u00e4tzliches Absinken dieser Schicht in die instabileren Bereiche des unmittelbaren Schwemm- und \u00dcberflutungsgebietes. Die Kleinr\u00e4umlichkeit dieses Fundabschnittes weist dadurch jedoch keinerlei weitere relevante Fundst\u00fccke auf, weder in baulicher noch in artifizieller Hinsicht. Es handelt sich somit um eine rein monotypisierte humanoide Fundung, die f\u00fcr die kontextuelle Subsumierung eine interessante Herausforderung darstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der improvisierten Pressekonferenz im Expeditionslager wurde mit den Vorbereitungen zur Sicherung und Bergung des&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1132"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1132"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1132\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1216,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1132\/revisions\/1216"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}