{"id":1148,"date":"2015-12-21T20:43:03","date_gmt":"2015-12-21T18:43:03","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1148"},"modified":"2016-01-05T21:14:02","modified_gmt":"2016-01-05T19:14:02","slug":"kitzbuhel-juli-oktober-2003-ausgrabungsprotokoll-286","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1148","title":{"rendered":"Kitzb\u00fchel, Juli &#8211; Oktober 2003, Ausgrabungsprotokoll 28\/6"},"content":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich wurden in den lokalen Print- und Rundfunkmedien vermeintlich spektakul\u00e4re Bilder und Aufnahmen gezeigt. So gestaltete etwa der <em>ORF \u2013 Tirol<\/em> (der f\u00f6derale Ableger des staatlichen Rundfunksenders <em>ORF<\/em> mit Sitz in <em>Wien<\/em>, Bundeshauptstadt der <em>Republik \u00d6sterreich<\/em>) eine Sendung namens \u201e<em>\u00d6sterreich Bild<\/em>\u201c, bei welchem in R\u00fcckblenden und mit Archivmaterial unterlegt, die bisherigen arteologischen Expeditionen in den Raum <em>Nordtiro<\/em>l dokumentiert wurden. Auf Grund der Zusammenarbeit mit <em>Dr. Stephan Rheinthaler<\/em> vom <em>Arch\u00e4ologischen Institut der Universit\u00e4t Innsbruck &#8211; der sich w\u00e4hrend der Dreharbeiten immer wieder mit Dr. Arkadasch Dag absprach &#8211; <\/em>war zumindest garantiert, dass die verwendeten Fakten und Quellen richtig zitiert und vermerkt wurden, sodass insgesamt auch in der popul\u00e4rwissenschaftlichen Aufarbeitung keine nennenswerten und bleibenden Fehlinformationen verbreitet wurden.<\/p>\n<p>Allerdings liess sich nicht vermeiden, dass nahezu umgehend in allen Medien \u2013 auch im Ausland und selbst in wissenschaftlichen Magazinen \u2013 sofort vom \u201e<em>Kitzi<\/em>\u201c die Rede war, so als ob tats\u00e4chlich ein weitestgehend vollst\u00e4ndig mumifizierter menschlichen K\u00f6rper ausgegraben worden w\u00e4re und nicht lediglich ein rechter, m\u00e4nnlicher Unterarm.<\/p>\n<p>Derartige Berichterstattungen m\u00f6gen zwar im Detail oft \u00e4rgerlich sein (vor allem im Hinblick auf oft gewagte spekulative Folgerungen und romanhafte Dichtereien), allerdings muss bewusst bleiben, dass die Wertstellung und die damit verbundenen Finanzierungen heutzutage schlicht und einfach einer professionell durchgef\u00fchrten \u00d6ffentlichkeitsarbeit bed\u00fcrfen. Es darf sich folglich keine Wissenschaftlerin und kein Wissenschaftler auf Dauer zu schade sein, in die vermeintlichen Niederungen des Boulevards zeitweise abzusteigen, um auf diese Weise das Wohlwollen und die Akzeptenz einer breiten \u00d6ffentlichkeit sicher zu stellen und gleichzeitig darauf zu achten, dass tats\u00e4chlich jene Informationen verwendet werden, deren Faktengehalt einer Falsifizierung und Verifizierung standhalten.<\/p>\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden entschloss sich <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> auch die Erstver\u00f6ffentlichung der Fundaufarbeitung dieses humanoiden Fundes in <em>Kitzbuehel<\/em> \u00fcber das <em>Arch\u00e4ologische Institut der Universit\u00e4t Innsbruck<\/em>, unter dem Titel: <em>\u201eDer Raum Kitzbuehel aus arteologischer Sicht \u2013 Eine Ergebnissichtung des humanoiden Fundes der Arteologischen Expedition der Freien Universit\u00e4t Izmir im Jahr 2003\u201c<\/em> zu publizieren.<a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/fundprotokoll-human-28_sep_03.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1229\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/fundprotokoll-human-28_sep_03-150x150.jpg\" alt=\"fundprotokoll humanoider fund, kitzbuehel 2003, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p>Beim humanoiden Fund der Grabungsgruppe 3 um <em>Mag. Miriam Yeshildas<\/em> handelt es sich, wie die Analysen des 29. September 2003 eindeutig belegen, um den rechten Unterarm einer m\u00e4nnlichen Person, der post mortem amputativ erntfernt und anschliessend einem dauerhaften Balsamierungsverfahren unterzogen wurde. Die Gesamtl\u00e4nge dieses Unterarms betr\u00e4gt, gemessen von der Spitze des Mittelfingers bis zur Schnittfl\u00e4che der Abtrennung 26,01 cm. Der Querriss der Schnittfl\u00e4che misst 6,15 cm, die Handgelenksbreite, zu der sich der Unterarm hin etwa verj\u00fcngt, weist an der Handwurzel eine Breite von 5,28 cm auf. Alle f\u00fcnf Finger sind komplett erhalten. Die Fingerstellung der Hand bildet eine Geste des Darreichens, des Annehmens aus, wobei hier ein weiterf\u00fchrender Zusammenhang, mangels weiterer relevanter Fundungen im unmittelbaren Fundbereich, lediglich spekulativ hergestellt werden kann (sh. auch nachfolgende <em>Kontextbefundung<\/em> zur Expedition \u201e<em>Kitzbuehel\u201c<\/em>). Der nach oben hin leicht abgespreizte Daumen misst vom Ballenende bis zur Spitze 10,02 cm und vom Sattel zwischen Daumen und Zeigefinger aus 5,55 cm. Der H\u00f6henunterschied auf Grund dieser Abspreizung zu den restlichen Fingern betr\u00e4gt 3,97 cm. Von der Spitze des Zeigefingers bis zu Spitze des Kleinen Fingers umfasst die Fingergestik eine Gesamtbreite von 8,14 cm, wobei der Abstand zwischen Zeigefinger und Mittelfinger (jeweils an den Fingerspitzen gemessen) 1,70 cm betr\u00e4gt, zwischen Mittelfinger (l\u00e4ngster Finger dieser Hand) und Ringfinger (zweitl\u00e4ngster Finger dieser Hand) 1,11 cm und zwischen Ringfinger und Kleinem Finger 1,25 cm. <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/fundprotokoll-human-hand2-28_sep_03.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1231\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/fundprotokoll-human-hand2-28_sep_03-150x150.jpg\" alt=\"fundprotokoll humanoider fund_2, kitzbuehel 2003, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Das vorhandene St\u00fcck des Unterarms misst von der Abtrennungsstelle bis zur Handwurzel 12,62 cm und ist somit um 0,76 cm k\u00fcrzer als die Hand als solche. Der Mittelfinger als l\u00e4ngster Finger misst, vom Sattel zwischen Zeigefinger und Mittelfinger aus gemessen, 8,71 cm und weist oberhalb des Fingermittelgelenks (<em>Articulationes interphalangeales) <\/em>eine deutlich erkennbare Verj\u00fcngung mit einer Breite von 1,30 bis 1,50 cm (je nach Messpunkt) auf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich wurden in den lokalen Print- und Rundfunkmedien vermeintlich spektakul\u00e4re Bilder und Aufnahmen gezeigt. 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