{"id":1243,"date":"2016-01-14T22:04:52","date_gmt":"2016-01-14T20:04:52","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1243"},"modified":"2016-01-14T22:04:52","modified_gmt":"2016-01-14T20:04:52","slug":"brixental-mai-oktober-2007-ausgrabungsprotokoll-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1243","title":{"rendered":"Brixental, Mai &#8211; Oktober 2007, Ausgrabungsprotokoll 1"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Arteologische Ausgrabung \u201eBrixental\u201c, Mai bis Oktober 2007<\/strong><\/p>\n<p><strong>Brixental, Mai &#8211; Oktober 2007, Ausgrabungsprotokoll 1<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/bisherige-grabungen-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1244\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/bisherige-grabungen-3-150x150.jpg\" alt=\"bisherige arteologische grabungen, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Bei einem Blick auf die Karte des Bundeslandes <em>Nordtirol<\/em> wird deutlich, dass die bisherigen Schwerpunkte der arteologischen Erforschung vor Ort \u00fcberwiegend im westlichen Teil dieser Region lagen. Diese Auswahl spiegelt zum einen eine bewusste Vorgangsweise aus arteologischer Sicht wider (vor allem im Hinblick auf zu erwartende Grabungsergebnisse) und ist zum anderen den jeweiligen M\u00f6glichkeiten finanzieller Art und administrativer sowie politischer Voraussetzungen geschuldet. Allerdings beinhaltet diese Auswahl keinerlei intrinsische Wertigkeit oder gar wertbezogene Reihenfolge in irgendeiner Form, vielmehr ist sie schlicht und einfach den jeweiligen Gegebenheiten geschuldet, wobei in aller Deutlichkeit festzuhalten ist, dass ohne die teilweise durchaus spektakul\u00e4ren Funde an Artefakten als auch an humanoiden Funden, wohl kaum mehr als eine einzige Expedition in diesen Bereich des <em>Alpenhauptkammes<\/em> durchgef\u00fchrt worden w\u00e4re. Doch mit jedem Fund, mit jeder neuer Erkenntnis tauchen und tauchten neue Fragestellungen auf, die weit \u00fcber das rein Artologische hinaus gehend, sowohl das direkte Interesse der eingeborenen Bev\u00f6lkerung vor Ort, als auch der wissenschaftlichen Welt als solcher, wecken. Noch kann und soll daher kein abschliessendes Res\u00fcmee \u00fcber diesen \u00e4usserst spannenden und doch so kleinr\u00e4umigen Bereich \u201e<em>Nordtirol<\/em>\u201c gezogen werden \u2013 es ist durchaus erwartbar, dass auch in Zukunft noch die eine oder andere \u00fcberraschende Fundung ans Tageslicht kommt und damit den Wissensstand \u00fcber diese Grenzregion zwischen dem Norden und dem S\u00fcden <em>Europas<\/em> bereichert, erweitert und voran bringt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/wanderbewegungen-5.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1245\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/wanderbewegungen-5-150x150.jpg\" alt=\"transitale einfluesse in nordtirol, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Mit Blick auf die bisher arteologisch nachgewiesenen transitalen Beeinflussungen des Raums <em>Nordtirols<\/em> wird deutlich, dass es bei allen bisherigen Fundungen zu einer manifesten und dauerhaften Vermengung von lokal entwickelten primitiven vergesellschaftlichten Kulturformen mit den jeweils h\u00f6her entwickelten Ausdrucks- und Gestaltungsformen der jeweiligen Begegnungsgruppen \u2013 sowohl in friedlicher als auch usurpatorischer Hinsicht \u2013 kam und die Region <em>Nordtiro<\/em>l als gesamtes als eine dauerhafte, typische Grenzregion mit allen spezifischen Eigenheiten betrachtet werden muss. Dies dr\u00fcckt sich nicht nur in der Vermischung von Kulturen und Traditionen aus, sondern auch in der \u00dcbernahme allt\u00e4glicher Lebensgestaltungsformen, die in weiterer Folge auch ansatzweise eigenst\u00e4ndig einer bescheidenen Weiterentwicklung unterliegen. Am deutlichsten trat dies bisher im kultischen Bereich zutage und wird besonders in den bisher gefundenen <em>Cult-Objecten<\/em> deutlich. Die kartografische Aufarbeitung dieser Einfl\u00fcsse zeigt sowohl die St\u00e4rke dieser transitalen Beeinflussungen, als auch die Wurzeln dieser ethnischen Wanderbewegungen. Anhand der bisherigen arteologischen als auch arch\u00e4ologischen Daten wird deutlich, dass dabei lediglich von einer punktuellen dauerhaften Besiedelung des Nordtiroler Raums in <em>Arteologischer <\/em>&#8211; als auch <em>Vorarteologischer Zeit<\/em> auszugehen ist, da weder die klimatischen Bedingungen, noch die terrestrischen Voraussetzungen (so waren das Inntal und die grossen Seitent\u00e4ler zu jenen Epochen \u00fcberwiegend sumpfige Flusslandschaften oder aber schotterreiche, von j\u00e4hrlichen \u00dcberschwemmungen gekennzeichnete Talschaften) eine prim\u00e4r landwirtschaftlich orientierte Nutzung und somit Urbarmachung anboten, um so mehr, als die sich nur wenige Dutzend Kilometer n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich erstreckenden Landschaften eine wesentlich einfachere und ertragsreichere Bewirtschaftung erm\u00f6glichten.<\/p>\n<p>Es ist somit genau diese durch den <em>Alpenhauptkamm<\/em> gebildete, nat\u00fcrliche Grenze, die letztendlich ausschlaggebend den Anreiz bildete, die sich daraus bietenden Entwicklungsvorteile in Form von Besiedelung wahr zu nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arteologische Ausgrabung \u201eBrixental\u201c, Mai bis Oktober 2007 Brixental, Mai &#8211; Oktober 2007, Ausgrabungsprotokoll 1&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1243"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1243"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1246,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1243\/revisions\/1246"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1243"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1243"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}