{"id":1255,"date":"2016-01-23T21:38:41","date_gmt":"2016-01-23T19:38:41","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1255"},"modified":"2016-01-23T21:38:41","modified_gmt":"2016-01-23T19:38:41","slug":"brixental-mai-oktober-2007-ausgrabungsprotokoll-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1255","title":{"rendered":"Brixental, Mai &#8211; Oktober 2007, Ausgrabungsprotokoll 4"},"content":{"rendered":"<p>Zudem konnte <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> auf jene verschriftlichten Vertr\u00e4ge zur\u00fcckgreifen, die er im Jahr zuvor, 2003, bei den Ausgrabungen in <em>Kitzbuehel<\/em> mit den lokalen politischen und administrativen Eliten ausverhandelt hatte und es gelang ihm bereits im Vorfeld \u00fcber die <em>\u00f6sterreichische Botschaft in Istanbul<\/em> s\u00e4mtliche notwendigen schriftlichen Zusagen zu erhalten, die sowohl die Anreise des gesamten Expeditionsteams \u2013 das sich aus Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus sechs verschiedenen Staaten zusammensetzte &#8211; samt Ausr\u00fcstung, als auch den Aufenthalt und die Abreise dokumentarisch und zollrechtlich regelten.<\/p>\n<p>Neben der Forschung und Erforschung als prim\u00e4rer Aufgabenstellung, der sich das <em>Arteologische Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/em> im wissenschaftlichen Sinne streng verpflichtet f\u00fchlt, liegt das zweite Hauptaugenmerk in der Lehre und in der Vermittlung der wissenschaftlich-arteologischen Erkenntnisse. Aus diesem Grund setzen sich generell die Expeditionsteams zum \u00fcberwiegenden Teil aus Studierenden unterschiedlicher Semester zusammen, um auf diese Weise den angehenden Arteologinnen und Arteologen ein direktes Lernen vor Ort zu erm\u00f6glichen und ihnen die einschl\u00e4gige Praxis der Feldforschung in m\u00f6glichst vielen Facetten nahe zu bringen. Besonders durch die zahlreichen technischen Neuerungen der letzten Jahrzehnte, wie etwa terrestrisches R\u00f6ntgen, Bodenradar, <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/bodenradar.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1257\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/bodenradar-150x150.jpg\" alt=\"bodenradar, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>verschiedene magnetresonanzgest\u00fctzte Bildverfahren und die dreidimensionale Aufarbeitung dieser Daten in digitalisierter Form, hat sich der Forschungsschwerpunkt rein arbeitstechnisch vermehrt an den Schreibtisch und in die diversen Labors verlegt, dennoch aber muss gerade die Arteologie mit ihrem Anspruch auf eine artefaktbetonte Analyse und Interpretation jedweder humanoider Niederlassung und \/ oder Besiedelung immer wieder den direkten Kontakt mit der jeweiligen lokalen \u00d6rtlichkeit aufnehmen und daraus jene Bezugssysteme erarbeiten, die letztendlich den grundlegenden Fragestellungen ad\u00e4quate Antworten erm\u00f6glichen. Lehren bedeutet somit jene Grundlagen zu vermitteln, welche f\u00fcrderhin die Basis f\u00fcr die notwendigen und richtigen Fragestellungen er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Um derartige Lehrauftr\u00e4ge praktisch umzusetzen bedarf es einer funktionierenden Organisationsstruktur, die neben den wissenschaftlichen Inhalten auch die monet\u00e4ren und administrativen Rahmenbedingungen schafft und aufrecht erh\u00e4lt. Ohne die tatkr\u00e4ftige Unterst\u00fctzung von Labortechnikern, Handwerkern, Mitgliedern der staatlich-t\u00fcrkischen Beamtenschaft und zahlreichen ungenannten Helferinnen und Helfern waren und sind derartige Expeditionen unm\u00f6glich, wobei das interdisziplin\u00e4re Miteinander und Zusammenarbeitsmodelle die teilweise sogar tief in den privatwirtschaftlichen Sektor hinein reichen, heutzutage einen vollkommen neuartigen Zugang zu diversen Fragestellungen erm\u00f6glichen, wie etwa das <em>Polyglacialisierungsverfahren nach Mag. Peter Stolz<\/em>, und dergestalt die wissenschaftliche Arbeit direkt in die allt\u00e4gliche Anwendbarkeit einer Wissensgesellschaft zu implementieren verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Diesem Auftrag gerecht zu werden entspricht das moderne Selbstverst\u00e4ndnis der heutigen arteologischen Forschung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zudem konnte Dr. Arkadasch Dag auf jene verschriftlichten Vertr\u00e4ge zur\u00fcckgreifen, die er im Jahr zuvor,&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1255"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1255"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1255\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1258,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1255\/revisions\/1258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1255"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1255"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1255"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}