{"id":1293,"date":"2016-03-01T20:56:18","date_gmt":"2016-03-01T18:56:18","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1293"},"modified":"2016-03-02T13:19:41","modified_gmt":"2016-03-02T11:19:41","slug":"brixental-mai-oktober-2007-ausgrabungsprotokoll-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1293","title":{"rendered":"Brixental, Mai &#8211; Oktober 2007, Ausgrabungsprotokoll 13"},"content":{"rendered":"<p>Nachtrag 2012, 1. M\u00e4rz: Die genaue kartographische Verortung der Grabungsstelle \u201e<em>Brixenta<\/em>l\u201c ist unter folgenden GPS-Daten abrufbar:<\/p>\n<p> Mit 24. Juni 2007 begannen nach einer ausf\u00fchrlichen Begehung des unmittelbar in Frage kommenden Gebungsbereiches die entsprechenden Zuordnungen in <em>AHDP<\/em>-, <em>ANDP<\/em>&#8211; und <em>ALDP<\/em>&#8211; Abschnitte, um einerseits eine m\u00f6glichst effizienten Einsatz der jeweiligen Grabungsteams zu erm\u00f6glichen &#8211; vor allem in Hinblick auf die verkehrstechnische Situation entlang der <em>Brixental Strasse<\/em>, die nicht nur den Hauptverkehrsweg zwischen <em>W\u00f6rgl<\/em> (<em>Inntal<\/em>) und <em>Kitzbuehel<\/em> darstellt, sondern zu dieser Zeit auch f\u00fcr den Tourismus eine entscheidende Rolle spielt, da insbesondere die Monate Juli und August die zweite Fremdenverkehrssaison (neben der Wintersaison) in dieser Region bilden, mit einem starken Verkehrsaufkommen von PKWs aller Art, sowie Zugfahrzeugen mit Wohnw\u00e4gen und der f\u00fcr den Tourismus notwendigen mobilen Transportkapazit\u00e4t im Hinblick auf die infrastrukturelle Gesamtversorgung der G\u00e4ste und Eingeborenen.<\/p>\n<p>Die Sondierungsgrabungen erfolgten daher zum einen im Bereich des Zusammenflusses von <em>Windauer<\/em> <em>Ache<\/em> und <em>Brixentaler<\/em> <em>Ache<\/em>, zum zweiten im direkt vorgelagerten westlichen Bereich rund um die Ruine <em>Engelsberg<\/em> und drittens im nord\u00f6stlichen, f\u00fcr Wegsanierungs-und Parkm\u00f6glichkeiten angesch\u00fcttetem Ausweichplatz, unmittelbar als Abzweigung an der Fahrspur nach <em>Kitzbuehel<\/em> 62 Meter nach der Einfahrt zum Kraftwerk <em>Haslau<\/em> angelegt und teilweise den Bachlauf der <em>Brixentaler<\/em> <em>Ache<\/em> bis zur nat\u00fcrlichen, felsdurchsetzten Steilb\u00f6schung \u00fcberbr\u00fcckend.<\/p>\n<p>Am 26. Juni traf, wie vereinbart, Frau <em>Prof. Dr. Magdalena di Eusobia <\/em>mit vier Studierenden von der <em>Universit\u00e4t<\/em> <em>Lissabon<\/em> ein, um aktiv an dieser Expedition teilzunehmen. Die Auswahl der eingeborenen Hilfskr\u00e4fte wurde gleichfalls an diesem Tag abgeschlossen (14 M\u00e4nner und f\u00fcnf Frauen, angestellt nach dem geltenden Kollektivvertrag f\u00fcr Bergarbeiter), sodass bereits am 26. und 27. Juni die notwendigen verfahrenstechnischen und theoretischen Einschulungen s\u00e4mtlicher Grabungskr\u00e4fte vorgenommen werden konnten. Auf Grund der bisherigen Erfahrungen erstellte daf\u00fcr das <em>Arteologische Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/em> einen schriftlichen und auch in Deutsch \u00fcbersetzten Lehrbehelf zusammen, der neben den detailliert dargestellten Abl\u00e4ufen f\u00fcr artefakerielle und humanoide Bergungen auch die generellen Arbeitsstrukturen in einem arteologisch wirkendem Team Schritt f\u00fcr Schritt in einfacher Sprache veranschaulicht. Mit der von unserem Expeditonsfotografen <em>Herwig<\/em> <em>Angerer<\/em> eingebrachten Idee einer kleinen Abschlusspr\u00fcfung im Multiple-Choice-System f\u00fcr die angeheuerten eingeborenen Hilfskr\u00e4fte konnte umgehend jene Ernsthaftigkeit in der Arbeitsauffassung dieser Menschen erreicht werden, die ansonsten immer wieder nur durch st\u00e4ndige und penible Kontrolle erreichbar ist, wobei festzuhalten bleibt, dass es meist nicht der Mangel an Eifer ist, der zu Fehlleistungen f\u00fchrt, sondern eher die ungewohnte Anforderung an ein eigenverantwortliches Handeln, welches generell die eingeborene Bev\u00f6lkerung von <em>Nordtirol<\/em> oftmals rasch an die Grenzen des ihnen M\u00f6glichen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Mit 29.Juni 2007 wurde an allen drei <em>AHDP-Stellen<\/em> bei gutem Grabungswetter mit den Sondierungsgrabungen begonnen. W\u00e4hrend im Bereich der Ruine <em>Engelsberg<\/em> und im M\u00fcndungsgebiet der <em>Windauer<\/em> Ac<em>h<\/em>e in die Brix<em>ent<\/em>aler <em>Ache<\/em> im Parallelverschiebungsverfahren die Sondierungen durchgef\u00fchrt wurden, legte das Grabungsteam 2 um M<em>a<\/em>g. Pet<em>e<\/em>r <em>Stolz<\/em> sein Hauptaugenmerk auf die stellenweise deutlich zu erkennenden Hangverbauungen in Trockenbauweise entlang des B\u00f6schungsbereiches am aufgeschotterten Instandhaltungsplatz oberhalb des Kraftwerks <em>Haslau<\/em>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/cult_objecte-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1294\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/cult_objecte-4-150x150.jpg\" alt=\"brixental, cult-objecte, 2007, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Bereits am 1. Juli 2007 erfolgte dabei eine erste Fundung: Bei der Freilegung eines sorgsam geschlichteten Trockenmauerst\u00fccks aus Bachsteinen stiess das Team auf eine stark vegetativ \u00fcberwachsene granitene Verschlussplatte, die mittels einer m\u00f6rtelartigen Verklebung in diesen Mauerbereich eingelassen war. Nach entsprechender Entfernung dieser Platte zeigte sich eine kleine, teilweise durch Sand und Erde verbrochene Nische mit drei metallenen <em>Cult-Objecten<\/em>, welche eindeutig in ihrer Form dem arteologisch-traditionellen nordtirolischem Ritualkomplex zuordenbar sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachtrag 2012, 1. 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