{"id":1327,"date":"2016-04-08T21:07:37","date_gmt":"2016-04-08T19:07:37","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1327"},"modified":"2016-04-08T21:07:37","modified_gmt":"2016-04-08T19:07:37","slug":"brixental-mai-oktober-2007-ausgrabungsprotokoll-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1327","title":{"rendered":"Brixental, Mai &#8211; Oktober 2007, Ausgrabungsprotokoll 16"},"content":{"rendered":"<p>Die weiteren Ausgrabungen an den bereits ausgewiesenen <em>AHDP Punkten<\/em> wurden zeitgleich mit der Fundung der Kultnische und dem Triptychon aus <em>Cult-objecten<\/em> von unterschiedlichen Teams weiter gef\u00fchrt. Insbesondere die Grabungsstelle am <em>Engelsberg<\/em> schien vorderhand sehr vielversprechend zu sein. Deshalb wurde auch hier im Parallelsondierungsverfahren \u00fcber das eingemessene Grabungsfeld im Abstand von zweieinhalb Metern das Grabungsraster angelegt. Das dabei bis zu einer Tiefe von 1,10 m anfallende Grabungsmaterial wurde mithilfe eines Traktors samt Anh\u00e4nger zu der Sickersiebanlage an der <em>Brixentaler Ache<\/em> verbracht. <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/schotter.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1328\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1328\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/schotter-150x150.jpg\" alt=\"schotter, bild: clemens loecker, brixental 2007, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Dabei galt es, die administrative Begleitung pr\u00e4zise zu dokumentieren, um eventuelle Kleinfunde den jeweiligen Sondierungsgr\u00e4ben zweifelsfrei zuordnen zu k\u00f6nnen. Da an diesem Ausgrabungsplatz zeitgleich an bis zu vier Sondierungsgr\u00e4ben gearbeitet wurde, entschied sich <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> die Sickersiebanlage provisorisch zu erweitern, um dergestalt die anfallende Kubatur an Material zeitnah bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen. Die einzelnen Antransporte des Grabungsmaterials wurden daf\u00fcr mit eigens angefertigten Laufzetteln versehen, damit einerseits jede Fuhre auch im Nachhinein zuordenbar war und andererseits die Mannschaft an den Sickersieben den jeweiligen Materialdurchlauf ohne \u00dcberlappungen und Vermengungen bew\u00e4ltigen konnte. Das dabei anfallende Blindmaterial wurde im gerinne der Brixentaler Ache str\u00f6mungstechnisch entsorgt. Diese M\u00f6glichkeit hat sich nach R\u00fccksprache mit der <em>Hydrogeologischen Abteilung des Landes Tirols<\/em> ergeben, die mit Bescheid vom 7. Juli 2007 eine Einbringung derartigen Blindmaterials bis zur Gr\u00f6sse von 5 cm messenden Kieseln im Zeitraum 8. Juli 2007 bis 31. Juli 2007 als bedenkenlos im Hinblick auf den Fischbestand erlaubte. Diese M\u00f6glichkeit erleichterte zum Einen die rasche Bearbeitung des anfallenden Materials, da keinerlei zus\u00e4tzlicher Aufwand mit einer weiteren Verbringung und Deponierung des Blindmaterials verbunden war, zum anderen jedoch bedingte dieses knappe Zeitfenster eine pr\u00e4zis geplante Logistik, die sowohl von den einzelnen Grabungsteams als auch der Sickersiebmannschaft eine strikte Einhaltung der jeweiligen Tagesvorgaben abverlangte. So musste deshalb auch an Tagen mit Dauerregen und gewittrigen Schauern nahezu ohne Unterbrechung gegraben werden. Dies f\u00fchrte vor allem im letzten Drittel des Monats Juli\u00a0 &#8211; die Wettersituation war gekennzeichnet durch K\u00e4lte und Dauerregen \u2013 zu ernstzunehmenden Schwierigkeiten innerhalb der Grabungsmannschaft. Nicht nur, dass grippale Infekte zu immer neuen, krankheitsbedingten Ausf\u00e4llen unter den eingeborenen Hilfskr\u00e4ften f\u00fchrten, sondern es litt auch generell die Arbeitsmoral unter diesen anhaltenden widrigen Bedingungen. Dank des unerm\u00fcdlichen Einsatzes unseres Expeditionsarztes, <em>Dr. Armin Lengauer<\/em>, konnten zwar Ans\u00e4tze von Arbeitsniederlegung vermieden werden, erst jedoch eine in dieser Situation eigens ausgehandelte Schlechtwetterzulage von Euro 5,00 pro Arbeitsstunde vermochte den weiteren Arbeitseinsatz im geplanten Tempo sicher zu stellen. Im Bereich des Kraftwerks wurde eigens eine Teek\u00fcche installiert, um sowohl den Teamleiterinnen und Teamleitern, als auch den eingeborenen Hilfskr\u00e4ften best\u00e4ndig eine Versorgung mit heissem Tee zu gew\u00e4hrleisten. Zudem entschied sich das Team um Dr. Arkadasch t\u00e4glich nach der Beendigung der Grabungsarbeiten in einem eigens errichteten, und vom <em>\u00d6sterreichischen Katastrophendienst<\/em> kostenlos zur Verf\u00fcgung gestellten K\u00fcchenzelt, allen Expeditionsteilnehmerinnen und \u2013teilnehmern eine warme Mahlzeit kostenlos anzubieten. Dank dieser Massnahmen gelang es bis zum 29. Juli die Grabungsstelle am <em>Engelsberg<\/em> planm\u00e4ssig abzuarbeiten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die weiteren Ausgrabungen an den bereits ausgewiesenen AHDP Punkten wurden zeitgleich mit der Fundung der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1327"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1327"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1327\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1329,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1327\/revisions\/1329"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1327"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1327"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1327"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}