{"id":133,"date":"2012-09-04T16:25:54","date_gmt":"2012-09-04T14:25:54","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=133"},"modified":"2012-09-04T16:26:48","modified_gmt":"2012-09-04T14:26:48","slug":"inntal-juni-august-1982-ausgrabungsprotokoll-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=133","title":{"rendered":"Inntal, Juni \u2013 August 1982, Ausgrabungsprotokoll 9"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Am 12. August 1982 stiess Kajetan Steiner, ein einheimischer Grabungsgehilfe auf den ersten, nicht nur unter dem Mikroskop sichtbaren Fund. Auch wenn alle Pr\u00e4missen einer arteologischen Grabungsszenerie mit dem Beginn der eigentlichen Grabungst\u00e4tigkeit auf Erfolg ausgerichtet sind und auch s\u00e4mtliche Teammitglieder restlos \u00fcberzeugt sind, wertvolle Forschungsobjekte bei ihrer T\u00e4tigkeit ans Tageslicht zu bringen, so stellt doch jener Augenblick, an dem es wirklich zu einer positiv umgesetzten Fundanwartschaft kommt, ein erstes wissenschaftliches Highlight dar, welches dazu f\u00fchrt, dass sich die manifestierte Erwartungshaltung s\u00e4mtlicher an einer derartig aufw\u00e4ndigen Forschungsarbeit beteiligter Personen in einer freudigen und aufgeregten Stimmung niederschl\u00e4gt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das gesamte Forschungsteam \u201eInntal\u201c unterbrach seine momentanen T\u00e4tigkeiten und str\u00f6mte zur Fundstelle am AHDP 1. Dank der vorsorglichen Schulung s\u00e4mtlicher einheimischer Grabungskr\u00e4fte, \u00fcberschritt niemand die Absperrungsb\u00e4nder, sondern alle verharrten diszipliniert am Rande dieser Horizontalsondierung, w\u00e4hrend Dr. Arkadasch sich Handschuhe \u00fcberstreifte und vorsichtig in die Grabungsstelle einstieg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er dankte zuerst Herrn Steiner f\u00fcr seine Arbeit, gratulierte ihm zum Grabungserfolg und bat daraufhin s\u00e4mtliche anderen Personen, welche sich in der Grabungsstelle aufhielten, aus dieser heraus zu klettern und gleichfalls beim \u00fcbrigen Grabungspersonal im Wartebereich zu verweilen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/innti_kultobjekt2alt1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-archive-thumbnail wp-image-135\" title=\"arteologische grabung inntal, 1982, kultobjekte\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/innti_kultobjekt2alt1-220x150.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"150\" \/><\/a>Lediglich zwei Studierende der Arteologie verblieben am Rande der Sondierungsgrabung, um Dr. Arkadasch zu assistieren. Sie reichten ihm die Vermessungsger\u00e4te, den Fotoapparat, sowie die weichen Haarpinsel, Pinzetten und die sterilen, auswattierten Glasbeh\u00e4ltnisse, um die Fundst\u00fccke auf zu nehmen. Dr. Arkadasch diktierte einem der Studierenden die ersten relevanten Daten zur schriftlichen Aufzeichnung, fotografierte sodann die ersten freigelegten Fundteile um sodann mit \u00e4u\u00dferster Vorsicht und jahrelang geschulter Routine, die Fundst\u00fccke mittels Pinsel, Spachtel und Kelle weiter frei zu legen. Schon nach wenigen Minuten wurde klar, dass es sich bei diesem Fund um nicht nur um ein Einzelst\u00fcck handelte, sondern dass hier mit einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von arteologischen Artefakten gerechnet werden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch wenn Dr. Arkadasch selten zum \u00dcberschwang neigt, so konnte er sich doch nicht verkneifen in dieser Situation ein leises \u201eHeureka!\u201c von sich zu geben. Die jahrelangen, akribischen Vorbereitungen, die Ausdauer des Forschungsteams und nicht zuletzt die wissenschaftlich, arteologische Hartn\u00e4ckigkeit dieses Projekts zeitigten an diesem Tag ihren ersten Erfolg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit zunehmender Freilegung der Fundst\u00fccke offenbarte sich eine h\u00f6chst interessante Konstellation verschiedenster Artefakte, welche schon mit einer ersten Inaugennahme als nicht willk\u00fcrlich vorgefunden, sondern insgesamt kontextuell in einem gr\u00f6\u00dferen Ganzen zu betrachten sind. Hierbei von einer kleinen Sensation zu sprechen \u2013 auch wenn dies nicht dem wissenschaftlichen Duktus entspricht \u2013 sei in diesem Augenblick der Freude gestattet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 12. 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