{"id":1344,"date":"2016-04-24T17:18:38","date_gmt":"2016-04-24T15:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1344"},"modified":"2016-04-24T17:18:38","modified_gmt":"2016-04-24T15:18:38","slug":"brixental-mai-oktober-2007-ausgrabungsprotokoll-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1344","title":{"rendered":"Brixental, Mai &#8211; Oktober 2007, Ausgrabungsprotokoll 21"},"content":{"rendered":"<p>Bis Ende Juli 2007 wurden die Grabungen am <em>Engelsberg<\/em> abgeschlossen, sowie drei weitere Sondierungen im Parallelgrabungsverfahren in den ausgewiesenen Bereichen durchgef\u00fchrt. Die dabei zu Tage gef\u00f6rderten Funde bestehen zum \u00fcberwiegenden Teil aus keramoiden Beh\u00e4ltnissen des t\u00e4glichen Gebrauchs, sowie aus vereinzelten K\u00fcchen- und Fertigungswerkzeugen, die teils in Metall, teils in Hartholz ausgef\u00fchrt wurden. Diese Funde sind lediglich teilweise den arteologischen Epochen zuordenbar, wobei eine letztendliche altersm\u00e4\u00dfige Bestimmung noch einer eingehenden Untersuchung nach der <em>C 14 Methode<\/em> bedarf. Insgesamt ist festzuhalten, dass diese Funde zu keinerlei neuen Erkenntnissen im Bezug auf handwerkliche Weiterentwicklungen oder origin\u00e4rem Fortschritt innerhalb der Habitatsgruppe f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Aufgrund der anhaltenden Regenf\u00e4lle, die bereits im Juli nachhaltig einsetzten und die daraus resultierenden Erschwernisse im t\u00e4glichen Grabungsbetrieb, wurde einvernehmlich beschlossen bis zu einer Wetterbesserung die Grabungsarbeiten vorl\u00e4ufig einzustellen. Da die Arbeitsvertr\u00e4ge mit den eingeborenen Hilfskr\u00e4ften allerdings bei vollem Sal\u00e4r weiterliefen, nutzte das Expeditionsteam diese Zeit f\u00fcr Service- und Instandhaltungsarbeiten an der technischen Expeditionsausr\u00fcstung. So wurde die Sickersiebanlage komplett zerlegt, gereinigt, die pneumatischen Teile runderneuert, die Siebe ausgebessert, bzw. ausgetauscht, der Bergungscontainer frisch gestrichen sowie s\u00e4mtliches Grabungswerkzeug gereinigt und in seiner Funktionalit\u00e4t \u00fcberpr\u00fcft. Das Expeditionsteam selbst widmete sich der Katalogisierung und der picturalen Aufbereitung der bisherigen Funde und den ersten Analysen sowie deren wissenschaftlicher Auswertung. Zudem wurden s\u00e4mtliche administrativen Aufgaben, angefangen von den Arbeitsvertr\u00e4gen bis hin zu den Zwischenabrechnungen und der internen Buchhaltung aktualisiert.<\/p>\n<p>Ab zehntem August besserte sich das Wetter zusehends, die Niederschlagsmengen gingen deutlich zur\u00fcck und nach weiteren drei Tagen konnte wieder mit den Grabungen begonnen werden. <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/brixi-14.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1345\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1345\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/brixi-14-150x150.jpg\" alt=\"mag. peter stolz &amp; dr. arkadasch dag, brixental 2007, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Dem Grabungsteam unter der Leitung des <em>Polyglaciologen<\/em> <em>Mag. Peter Stolz<\/em>, wurde nach eingehender Beratung das n\u00e4here Umfeld rund um die Fundung der Kultnische f\u00fcr weitere grabungstechnische Untersuchungen zugeteilt. Dieser Entschluss basierte auf der \u00dcberlegung, dass weder im Bereich des <em>Engelsberges<\/em> noch an den anderen vorab ausgewiesenen Grabungsstellen wirklich relevante arteologische Funde gemacht werden konnten. Es lag somit die Schlussfolgerung nahe, dass sich das Hauptaugenmerk weiterer Grabungen auf den der Fliessrichtung der <em>Brixentaler<\/em> <em>Ache<\/em> entgegengesetzten Bereich legen muss, da anzunehmen war, dass sich in diesem Endbereich der klammartigen Klause entsprechende infrastrukturelle Einrichtungen zum Schutz und zur Kontrolle dieser Hauptverkehrsverbindung in den Raum <em>Kitzbuehel<\/em> befunden haben mussten.<\/p>\n<p>Durch die derzeitige Trassierung der <em>Brixental<\/em> <em>Strasse<\/em>, sowie den Bau der diesen Gel\u00e4ndeabschnitt kreuzenden Bahnstrecke, wurde jedoch eine grundlegende und unumkehrbare Ver\u00e4nderung dieses Talabschnittes vorgenommen, die fraglos eventuelle \u00dcberreste aus Bauten oder auch sonstige Funde unwiederbringlich zerst\u00f6rten. Gerade im Bereich der Fundung der Kultnische wurde durch \u00dcberbauung der <em>Brixentaler<\/em> <em>Ache<\/em> und einer teilweise mit Beton bewehrten Trassenf\u00fchrung eine l\u00e4ngsseitig dem S\u00fcdufer der <em>Brixentaler<\/em> <em>Ache<\/em> angelegte Ausweiche gebaut, die es nunmehr lediglich erm\u00f6glichte, entlang des nat\u00fcrlichen Hangbereiches nach noch vorhandenen Spuren und \/ oder \u00dcberresten zu suchen. Diese Arbeiten erforderten neben der \u00fcblichen arteologischen und arch\u00e4ologischen Sorgfalt ein hohes Mass an Sicherheitsvorkehrungen, da sich der \u00fcberwiegende Untersuchungsbereich im steilen, teilweise br\u00fcchigen und \u00fcberwachsenem Gel\u00e4nde befand.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis Ende Juli 2007 wurden die Grabungen am Engelsberg abgeschlossen, sowie drei weitere Sondierungen im&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1344"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1344"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1344\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1346,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1344\/revisions\/1346"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}