{"id":1365,"date":"2016-05-12T20:58:55","date_gmt":"2016-05-12T18:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1365"},"modified":"2016-05-12T20:58:55","modified_gmt":"2016-05-12T18:58:55","slug":"brixental-mai-oktober-2007-ausgrabungsprotokoll-262","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1365","title":{"rendered":"Brixental, Mai &#8211; Oktober 2007, Ausgrabungsprotokoll 26\/2"},"content":{"rendered":"<p>Die Fundstelle selbst liegt im Nahbereich der Steilwand, genauer in jenem Bereich, der eine gel\u00e4ndebezogene Einkehlung durch Aufsch\u00fcttungen und Baggerarbeiten im Zuge der Errichtung dieses Ausweichplatzes an der <em>Brixental Strasse<\/em>, aufweist. Diese Aufsch\u00fcttung musste f\u00fcr den Aufbau der Ger\u00fcstanlage an jenen Stellen eingeebnet werden, an denen die Steher an der Basis verankert wurden. Dabei war klar festzustellen, dass sich dieses Sch\u00fcttmaterial aus Schotter und eingemischter Erde zusammensetzt, wie es typischerweise als Aushubmaterial und Restmaterial bei Strassenaplanierungsarbeiten vorkommt. Erst im Zuge der st\u00e4ndigen Materialaufnahmen und Materialabtransporte welches bei den segmentarischen Wandbearbeitungen am gesamten Ger\u00fcst anfiel, wurden am nord\u00f6stlichen Abschnitt, wo sich bereits die Zu- und Abfahrt zur <em>Brixental Strasse<\/em> aus dem Ausweichplatz ausgestaltet und somit der Anteil des Mutterbodens gegen\u00fcber den k\u00fcnstlichen Sch\u00fcttungen \u2013 wenn auch sehr kleinr\u00e4umig \u2013 zunimmt, origin\u00e4re Bodenschichten freigelegt, die aber immer wieder kontaminierte St\u00f6rungen durch sp\u00e4tere Aufsch\u00fcttungen und Bauarbeiten vorwiesen. Durch die wiederholte Bearbeitung mittels Rechen und Schaufeln, diese erfolgte mehrmals t\u00e4glich, meist zu den Pausenzeiten der Teams am Ger\u00fcst, bzw. bei entsprechender Notwendigkeit durch anfallende F\u00fclle, wurde auch dieser Abschnitt mit seinen origin\u00e4ren Bodenschichten zunehmend abgetragen, bis am Vormittag des 2. Septembers einer der einheimischen Hilfsarbeiterinnen, die f\u00fcr diesen Wandbereich zur Basisreinigung entlang des Ger\u00fcsts eingeteilt war, ein auffallender, beinahe rechteckiger Erdabschnitt ins Auge fiel, der nicht nur aufgrund seiner Materialreinheit, sondern auch seiner vollkommen zum anderen Umgebungsmaterial herausstechenden Farbunterschiedlichkeit umgehend ihre Aufmerksamkeit erregte. Wie in den Vorabschulungen dem einheimischen Personal in aller Deutlichkeit angeordnet, meldete diese Hilfskraft diese Auff\u00e4lligkeit sofort der n\u00e4chststehenden Teamleiterin Frau <em>Dr. Hilal Fatih<\/em>. Diese kontaktierte per mobiles Telefon <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> welcher sofort eine n\u00e4here Untersuchung freigab, ohne dabei sofort das vollst\u00e4ndige Prozedere einer arteologischen Bergung abzuberufen. Vorsorglich jedoch ordnete er die Aktivierung des Bergungscontainers im Lager an, damit dieser bei Bedarf innerhalb weniger Minuten am Grabungsgel\u00e4nde voll einsatzf\u00e4hig zur Verf\u00fcgung stehen konnte und begab sich selbst, gemeinsam mit <em>Mag. Peter Stolz<\/em>, dem <em>Polyglaciologen<\/em> der Expedition an die besagte \u00d6rtlichkeit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/brixi-8.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1366\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1366\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/brixi-8-150x150.jpg\" alt=\"humanoider fund, brixental, 2007, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Arbeiten rund um das Ger\u00fcst, sowie der Abtransport des Untersuchungsmaterials am Fusse der Steilwand wurden eingestellt und der Abschnitt rund um die fundinteressante Stelle provisorisch abgesperrt. Entsprechend den arteologischen und auch arch\u00e4ologischen Gepflogenheiten erfolgte die weitere schichtweise Abarbeitung des entsprechenden Erdbereiches ab nun mittels sterilem Werkzeug, welches an jedem aktiv bearbeitetem Grabungsbereich in einer hermetisch abgeriegelten Kiste prophylaktisch gelagert wird, und somit ohne weitere zeitliche Verz\u00f6gerungen eingesetzt werden kann. Zudem wurden eigene Planen ausgelegt, auf denen das jeweilige Abhubmaterial gelagert, beschriftet und f\u00fcr eine eigenst\u00e4ndige Untersuchung gelagert und vorbereitet werden konnte. Das Funktionieren derartiger Routinen erleichtert prinzipiell eine unaufgeregte Herangehensweise, vor allem im Hinblick darauf, unn\u00f6tige Aufregungen zu vermeiden, die schlussendlich in einer Frustration des eingeborenen Grabungspersonals enden, wenn sich die jeweilige Grabungsstelle einmal mehr als ein Blindort erweisen sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Fundstelle selbst liegt im Nahbereich der Steilwand, genauer in jenem Bereich, der eine gel\u00e4ndebezogene&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1365"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1365"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1365\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1367,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1365\/revisions\/1367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1365"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1365"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1365"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}