{"id":1382,"date":"2016-05-29T19:23:08","date_gmt":"2016-05-29T17:23:08","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1382"},"modified":"2016-05-29T19:23:08","modified_gmt":"2016-05-29T17:23:08","slug":"brixental-mai-oktober-2007-ausgrabungsprotokoll-267","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1382","title":{"rendered":"Brixental, Mai &#8211; Oktober 2007, Ausgrabungsprotokoll 26\/7"},"content":{"rendered":"<p>Die anthropologisch-pathologischen Untersuchungen und Analysen der Hand und des Handgewebes wurden unter der Leitung der Anthropologin <em>Dr Marga Sudanavesi<\/em> gleichfalls an der <em>Technischen Hochschule in Bern<\/em> durchgef\u00fchrt, <em>Dr. Sudanavesi<\/em> begleitete die \u00fcberwiegende Zahl der arteologischen Expeditionen in den Raum <em>Nordtirol<\/em> und gilt als eine der fundiertesten Expertinnen im Bezug auf humanoide Fundungen im Kontext der arteologischen Forschungen. Gemeinsam mit Frau <em>Prof. Dr. Paola Catania<\/em>, dem Polyglaciologen <em>Mag. Peter Stolz<\/em> und <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> wurde dabei diagnostisch experimentelles Neuland betreten: <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC05147.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1383\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1383\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC05147-150x150.jpg\" alt=\"poliglacialisierung nach p. stolz 1, brixental 2007, dr. arkadasch dag, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Erstmalig n\u00e4mlich wurde bereits am Fundort unmittelbar nach der Enth\u00fcllung, Vermessung und fotodokumentarischen Erfassung des humanoiden Fundes \u201eBrixi\u201c diese linke Hand einer ad hoc Polyglacialisierung unterzogen, um dergestalt einerseits die Verweildauer ausserhalb der mumifizierenden Schutzh\u00fcllen m\u00f6glichst kurz zu halten und andererseits die Lager-, Transport- und Untersuchungs\u00adbest\u00e4ndigkeit dauerhaft und kosteng\u00fcnstig zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Diese Polyglacialisierung wurde unmittelbar nach den Erstbefundungen im Bergungscontainer unter sterilen Bedingungen unter der Leitung von <em>Mag. Peter Stolz <\/em>durchgef\u00fchrt und vom Expeditionsfotografen <em>Herwig Angerer<\/em> bildnerisch und textlich dokumentiert und der wissenschaftlich-arteologischen Gemeinde zur Verf\u00fcgung gestellt (sh. \u201e<em>Science and Experimental Research\u201c, S. 34 \u2013 42, IV, 2008<\/em>). Bei den anstehenden Untersuchungen und Analysen am <em>Pathologischen Institut der<\/em> <em>Technischen Hochschule in Bern<\/em> konnte <em>Mag: Peter Stolz<\/em> die fehlerfrei Funktionalit\u00e4t seiner <em>Poliglacialisierung nach P. Stolz \u00a9<\/em> eindrucksvoll unter Beweis stellen. Sowohl die Herstellung von Feinschnitten f\u00fcr mikroskopische Untersuchungen als auch die nachfolgenden Zusammenf\u00fcgungen der entsprechenden Teile zu einem ganzheitlichen dreidimensionalen Fund ohne optisch nachweisbare Verbundstellen gelang ausnahmslos und ohne Abweichungen. Somit steht tats\u00e4chlich erstmalig ein Konservierungsverfahren f\u00fcr organische Funde zur Verf\u00fcgung, welches es erm\u00f6glicht ohne Besch\u00e4digungen am Fundmaterial direkt zu arbeiten und gleichzeitig kann die nachfolgende Unversehrtheit, bei Einhaltung der erforderlichen labortechnischen Auflagen, wiederhergestellt und garantiert werden. Dies erm\u00f6glicht neben dem dreidimensionalen Bildgebungsverfahren der Computertomographie eine f\u00e4cher\u00fcbergreifende und fallspezifische Bearbeitung des jeweiligen Fundst\u00fccks unter Ber\u00fccksichtigung weiterf\u00fchrender Untersuchungen und Analysen zu jedem sp\u00e4teren Zeitpunkt und wissenschaftlichem Anlass.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC05148.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1384\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1384\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC05148-150x150.jpg\" alt=\"poliglacialisierung nach p. stolz 2, brixental 2007, dr. arkadasch dag, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Durch die <em>Poliglacialisierung nach P. Stolz \u00a9<\/em> ergeben sich zudem weitere bedeutende Vorteile: so ist etwa die Lagerung der eingegossenen Fundst\u00fccke absolut unproblematisch, da sie lediglich vor direkter Sonneneinstrahlung gesch\u00fctzt werden m\u00fcssen und der optimale Raumtemperaturbereich zwischen 5\u00b0 und 45\u00b0 Celsius liegt, wobei selbst niederere (bis \u2013 12\u00b0 Celsius) oder auch h\u00f6here (bis nachgewiesene 100\u00b0 Celsius) Temperaturen kurzzeitig keinerlei Sch\u00e4digungen der eingeschlossenen Fundst\u00fccke nach sich tragen. Somit k\u00f6nnen derartig pr\u00e4parierte Fundst\u00fccke dem normalen Studien- als auch Museumsbetrieb ohne weitere Bedenken \u00fcberantwortet werden und auch der Transport dieser Fundst\u00fccke bedarf lediglich des normalen Prozedere, wie es etwa f\u00fcr Kunsttransporte allgemein \u00fcblich ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die anthropologisch-pathologischen Untersuchungen und Analysen der Hand und des Handgewebes wurden unter der Leitung der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1382"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1382"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1382\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1385,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1382\/revisions\/1385"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1382"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1382"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1382"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}