{"id":1408,"date":"2016-07-31T17:42:03","date_gmt":"2016-07-31T15:42:03","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1408"},"modified":"2016-07-31T17:42:03","modified_gmt":"2016-07-31T15:42:03","slug":"zillertal-juni-oktober-2012-ausgrabungsprotokoll-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1408","title":{"rendered":"Zillertal, Juni &#8211; Oktober 2012, Ausgrabungsprotokoll 4"},"content":{"rendered":"<p><em>Dr. Jan Vlacek<\/em> buchte bereits vorab s\u00e4mtliche Unterk\u00fcnfte f\u00fcr alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der \u201e<em>Arbeitsgruppe Zillertal<\/em>\u201c, welche vom 6. bis zum 18. Oktober 2011 an der arteologischen Voraberkundung teilnahmen. Um die jeweiligen Anfahrtsstrecken kurz zu halten wurde im zentralen Talbereich, in der N\u00e4he von <em>Zell am Ziller <\/em>eine Fr\u00fchst\u00fcckspension mit Seminarr\u00e4umen reserviert, um einerseits wenig Zeit mit Fahrtaufwand zu verlieren und andererseits bereits am Abend die jeweiligen Arbeitsergebnisse der einzelnen Erkundungstrupps einer ersten Bewertung zuf\u00fchren zu k\u00f6nnen und den erforderlichen, fachlichen Austausch zu pflegen. Jedoch zeigte sich bereits bei Eintreffen der Arbeitsgruppe am Treffpunkt <em>Jenbach<\/em> (Verkehrsknotenpunkt im <em>Inntal<\/em> mit Schnellzugverbindungen der <em>\u00d6BB<\/em> [<em>\u00d6sterreichische Bundesbahn<\/em>] , von dem aus die <em>Zillertalbahn<\/em>, sowie die Busverbindungen ins <em>Zillertal<\/em> anschliessen), dass diese Erkundungsexpedition von Anbeginn an in das Marketingkonzept der verantwortlichen Fremdenverkehrsverb\u00e4nde des <em>Zillertals<\/em> vermarktungsm\u00e4ssig eingeplant wurde. Bereits am Bahnhofsvorplatz von <em>Jenbach<\/em> warteten eine Blasmusikkapelle und eine Sch\u00fctzenkompanie, sowie mehrere politische und administrative Vertreter des <em>Zillertals<\/em> zur Begr\u00fcssung auf. Das Rondell des Kreisverkehrs war mit den Fahnen der <em>Republik \u00d6sterreich<\/em>, der EU-Fahne, sowie der Fahne des <em>Bundeslandes<\/em> <em>Tirol<\/em> beflaggt und am abgesperrten Parkplatz eine mit Blumen geschm\u00fcckte Rednertrib\u00fcne aufgebaut. Zahlreiche Medienvertreter aus lokaler Presse, \u00f6ffentlichem und privatem Fernsehen und Radio dokumentierten diese Begr\u00fcssung. <em>Mag. Bendikt Eberharter<\/em>, Landesrat f\u00fcr Tourismus und Fremdenverkehr hiess im Namen des Landes Tirols die \u201e<em>Arbeitsgruppe Zillertal<\/em>\u201c willkommen betonte im Namen des gesamten Begr\u00fcssungskommitees das gemeinsame Interesse an dieser arteologischen Expedition und gab der Hoffnung Ausdruck, dass durch diese wissenschaftlichen Forschungen der Raum Zillertal eine zus\u00e4tzlichen Aufwertung, abseits von Tourismus und Kultur erfahren m\u00f6ge.<\/p>\n<p>Auch wenn das Ausmass dieser offiziellen Begr\u00fcssung bei zahlreichen Expeditionsteilnehmerinnen und \u2013teilnehmern leichte Verwunderung ausl\u00f6ste, so stellte sich doch erst mit dem weiteren Verlauf in nahezu grotesker Weise heraus, auf welche Art und Weise diese Expedition medial ausgeschlachtet wurde: <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/zillertalbahn.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1409\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1409\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/zillertalbahn-150x150.jpg\" alt=\"zillertalbahn, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>w\u00e4hrend geplant war mittels eines gecharterten Busses zur Unterkunft nach Zell am Ziller zu reisen, hatte das Begr\u00fcssungskommitee ohne Absprache beschlossen, diese letzte Etappe der Anreise mit der Kleinspurbahn der <em>Zillertalbahn<\/em> durchzuf\u00fchren. Dazu wurde das gesamte Team in einen sogenannten \u201eFasslwagen\u201c gebeten \u2013 ein Waggon der im Inneren verrustikalisiert an ein grosses Fass erinnert \u2013 wo w\u00e4hrend der Fahrt eine improvisierte Pressekonferenz abgehalten wurde. Diesem Zug vorgespannt war eine Dampflok und bei jeder gr\u00f6sseren Haltestelle standen winkende Kinder in lokaler Tracht mit Blumen am Bahnsteig und sangen fr\u00f6hliche Lieder.<\/p>\n<p>Auf eindringliche Nachfrage hin erl\u00e4uterte <em>Mag. Eberharter<\/em>, dass sowohl die Ankunft des Expeditionsteams, als auch die Erkundungst\u00e4tigkeiten laufend medial begleitet w\u00fcrden und neben der \u00fcblichen Berichterstattung auch eine TV-Dokumentation dar\u00fcber im <em>\u00d6sterreichischen Rundfunk<\/em> geplant sei. Dem Einwurf von <em>Dr. Jan Vlacek<\/em>, dass derartige und unwissenschaftliche Inszenierungen weder abgemacht noch erw\u00fcnscht seien, begegnete <em>Mag Eberharter<\/em> mit einem vorgefassten Vertragswerk, welches dem <em>Verband der Zillertaler Tourismusvereine<\/em> die medialen Nutzungsrechte in touristischer Hinsicht in allen Medien erlaubte und andererseits in allen arteologischen und wissenschaftlichen Belangen der Expedition das alleinige Ver\u00f6ffentlichungs- und Nutzungsrecht, einschliesslich etwaiger Funde selbst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt einr\u00e4umte. Als Gegenleistung verpflichtete sich der <em>Verband der Zillertaler Tourismusvereine<\/em> f\u00fcr s\u00e4mtliche Beherbergungs- und Bewirtungskosten aufzukommen und stellte zwei Kleinbusse samt Fahrer f\u00fcr den Zeitraum 6. bis 18. Oktober 2011 zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Nach eingehender und intensiv diskutierter interner Beratung und der Einholung einer rechtlichen Expertise wurde dieser Vertrag mit einigen erforderlichen Ab\u00e4nderungen seitens des Expeditionsteams von beiden Seiten \u2013 unter medialer Begleitung \u2013 feierlich im Tourismusb\u00fcro der Gemeinde <em>Zell am Ziller<\/em> am 9. Oktober 2011 unterzeichnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dr. Jan Vlacek buchte bereits vorab s\u00e4mtliche Unterk\u00fcnfte f\u00fcr alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der \u201eArbeitsgruppe&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1408"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1408"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1408\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1410,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1408\/revisions\/1410"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1408"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1408"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1408"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}