{"id":1412,"date":"2016-09-05T21:21:22","date_gmt":"2016-09-05T19:21:22","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1412"},"modified":"2016-09-05T21:21:22","modified_gmt":"2016-09-05T19:21:22","slug":"zillertal-juni-oktober-2012-ausgrabungsprotokoll-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1412","title":{"rendered":"Zillertal, Juni &#8211; Oktober 2012, Ausgrabungsprotokoll 5"},"content":{"rendered":"<p>Das <em>Zillertal<\/em> als s\u00fcdliches Seitental des <em>Inntals<\/em> weist bis zum heutigen Hauptort <em>Mayrhofen<\/em> keine nennenswerten Steigungen auf und ist somit verkehrstechnisch betrachtet ein geradezu ideales Gel\u00e4nde f\u00fcr Erschliessungen und Bewanderungen. Das Fleissgew\u00e4sser der <em>Zillertaler<\/em> A<em>c<\/em>he, die kurz \u201e<em>Ziller<\/em>\u201c genannt wird, entw\u00e4ssert das <em>Zillertal<\/em> und seine Seitent\u00e4ler, die ortsspezifisch teilweise als \u201eGr\u00fcnde\u201c bezeichnet werden, bis hinauf zu den Gipfeln der <em>Zillertaler<\/em> <em>Alpen<\/em>, die zum <em>Alpenhauptkamm<\/em> geh\u00f6rend sowohl eine nat\u00fcrliche Grenze zum S\u00fcden bilden, als auch eine Wasserscheide. Alle Seitent\u00e4ler steigen vom Talboden ab steil bergan und bilden im Wesentlichen drei passartige \u00dcberg\u00e4nge, von denen heute noch der <em>Gerlospass <\/em>(1507 m.\u00fc.M.) als ausgebaute und doppelspurige Verkehrsstrasse in das benachbarte Bundesland <em>Salzburg<\/em> f\u00fchrt. Das <em>Gerlostal<\/em> m\u00fcndet dabei als einziges Seitental nicht im Umfeld von <em>Mayrhofen<\/em> in das <em>Zillertal<\/em>, sondern bereits bei der Gemeinde <em>Zell am Ziller<\/em>. Von <em>Mayrhofen<\/em> aus f\u00fchrt in westlicher Richtung das <em>Tuxertal<\/em> als Grenze zwischen den <em>Zillertaler Alpen<\/em> und den <em>Tuxer Alpen<\/em> zum <em>Tuxerjoch<\/em>, welches auf einer H\u00f6he von 2338 m \u00fc. M. einen nat\u00fcrlichen \u00dcbergang zum <em>Schmirntal<\/em> bildet, welches ein \u00f6stliches Seitental des <em>Wipptales<\/em> ist. Der <em>Zillergrund<\/em> erstreckt sich von <em>Mayrhofen<\/em> nach Osten, der <em>Stillupgrund<\/em> nach S\u00fcdosten und der <em>Zemmgrund<\/em> \u00fcber S\u00fcdwesten bis hin zum <em>Pfitscherjoch<\/em>, einem Pass\u00fcbergang auf 2248 m.\u00fc.M..Nahezu s\u00e4mtliche dieser Seitent\u00e4ler wurden in den letzten Jahrzehnten touristisch mittels Seilbahnen, Schiabfahrten und touristisch notwendiger Infrastruktur vollkommen erschlossen, bzw. einer energietechnischen Nutzung in Form von Wasserkraft zugef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im n\u00f6rdlichen Bereich des Tales liegen der unbesiedelte <em>M\u00e4rzengrund<\/em> und der <em>Finsinggrund<\/em> der mittlereile zu einem mond\u00e4nem Schigebiet ausgebaut wurde.<\/p>\n<p>Das <em>Zillertal <\/em>erstreckt sich \u00fcber eine L\u00e4nge von ca. 40 km und weist 25 Gemeinden mit einer Gesamtbev\u00f6lkerung von etwa 35.000 Personen auf.<\/p>\n<p>Die H\u00f6hendifferenz zwischen <em>Strass im Zillertal<\/em> (dem Eingangsort am Kreuzungspunkt zum <em>Inntal<\/em>) und <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/mayrhofen.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1413\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1413\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/mayrhofen-150x150.jpg\" alt=\"mayrhofen, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><em>Mayrhofen<\/em> betr\u00e4gt lediglich 106 m und weist auf der gesamten Strecke keinerlei Talstufen auf, sodass die Besiedelung in den letzten Jahrzehnten zunehmend von den Talr\u00e4ndern sich in den Talboden verlagert. Dies ist auch den Verbauungen entlang des Ufers des <em>Ziller<\/em> zu verdanken, dem durch diese Massnahmen entsprechend sicheres Wohngebiet abgerungen wurde. Die alten Ortskerne befinden sich \u00fcberwiegend auf den Schwemmkegeln der Seitenb\u00e4che w\u00e4hrend Streusiedlungen und Einzelh\u00f6fe sich teilweise weit hinauf in die H\u00e4nge ziehen oder gar bereits in Almregion \u00fcbergehen.<\/p>\n<p>Das <em>Zillertal<\/em> liegt im \u00dcbergangsbereich vom trockenen Klima der <em>\u00d6tztaler<\/em> und <em>Stubaier Alpen<\/em> zum feuchteren Klima der <em>Zillertaler Alpen<\/em> und der <em>Hohen Tauern<\/em> (Bundesland <em>Salzburg<\/em>, <em>\u00d6sterreich<\/em>) und weist ein inneralpines Talklima auf, welches durch eine breite Temperaturamplitude, viel Sonne im Winter, schwachen Winden und wenig Nebel gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>Geologisch betrachtet \u00fcberwiegen die weichen Gesteine der <em>Quarzphyllit<\/em>&#8211; und der <em>Grauwackenzone<\/em>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Zillertal als s\u00fcdliches Seitental des Inntals weist bis zum heutigen Hauptort Mayrhofen keine nennenswerten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1412"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1412"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1412\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1414,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1412\/revisions\/1414"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1412"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1412"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1412"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}