{"id":1425,"date":"2016-09-22T20:41:56","date_gmt":"2016-09-22T18:41:56","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1425"},"modified":"2016-10-04T20:52:14","modified_gmt":"2016-10-04T18:52:14","slug":"zillertal-juni-oktober-2012-ausgrabungsprotokoll-8","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1425","title":{"rendered":"Zillertal, Juni &#8211; Oktober 2012, Ausgrabungsprotokoll 9"},"content":{"rendered":"<p>Gleichwohl konnte die Erkundungsexpedition im Jahr 2011 aus arteologischer Sicht planm\u00e4ssig und entsprechend der vorbereiteten Agenda durchgef\u00fchrt werden. Die Erkundung der drei ausgew\u00e4hlten Talabschnitte gliederte sich jeweils in eine erste generell arteologische Sichtung, die im wesentlichen darin bestand die jeweiligen Talabschnitte und \u00d6rtlichkeiten in ihrer geografischen Gesamtheit zu erfassen und arteologisch zu bewerten. Dazu wurden die bereits vorab analysierten Luftaufnahmen, Karten und kartografischen Aufzeichnungen aus vergangenen Jahrhunderten \u2013 die dankenswerter Weise vom <em>Peter Anich Institut<\/em> in <em>Innsbruck<\/em> zur Verf\u00fcgung gestellt wurden \u2013 im Bezug auf nat\u00fcrliche infrastrukturelle Ausformungen und sowohl fussl\u00e4ufige als auch karrentaugliche Trassierungen von Menschenhand abgeglichen und sytematisch unter den arteologischen Parametern erfasst. Die daraus ableitbaren strukturellen Wahrscheinlichkeiten ergaben im Verein mit historisch nachweisbaren Wegf\u00fchrungen ein in sich detailliertes Abbild untersuchungsw\u00fcrdiger Gel\u00e4ndeabschnitte, welche anschliessend fussl\u00e4ufig erkundet, vermessen und kartografiert wurden.<\/p>\n<p>Dabei stellte sich heraus, dass der Raum <em>Mayrhofen<\/em>&#8211;<em>Finkenberg<\/em> zwar verkehrstechnisch seit vielen Jahrhunderten von durchaus lokaler und \u00fcber das <em>Tuxerjoch<\/em> hinweg sogar von \u00fcberregionaler Bedeutung war, aus arteologischer Sicht jedoch durch den Mangel an historischen Dauerbesiedlungen entlang der Wege und Pfade nicht jene Relevanz aufweist, die diesen Raumabschnitt zur prim\u00e4ren Grabungs- und Untersuchungszone im Rahmen der gegenw\u00e4rtigen M\u00f6glichkeiten pr\u00e4destiniert.<\/p>\n<p>Der Bereich von <em>Zell<\/em> <em>am Ziller<\/em> bis zum <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/gerlospass-foto-robert-mader.png\" rel=\"attachment wp-att-1426\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1426\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/gerlospass-foto-robert-mader-150x150.png\" alt=\"gerlospass-foto-robert-mader, arteologie, zillertal 2011, dr. arkadasch\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><em>Gerlospass<\/em> ist einerseits von einer grossen H\u00f6hendifferenz gepr\u00e4gt und andererseits durch die typische Engheit der alpinen Seitent\u00e4ler gekennzeichnet. Die Erkundung dieses Abschnitts erforderte somit einen grossen zeitlichen Aufwand, da bis auf wenige Teilabschnitte eine Vorerkundung mit Hilfe motorisierter Teams unm\u00f6glich war und somit auf kleinstrukturierte fussl\u00e4ufige Abschnittserkundungen direkt vor Ort zur\u00fcckgegriffen werden musste. Auch hier zeigten die Ergebnisse durchaus lokal interessante Ansatzpunkte f\u00fcr eine arteologische Untersuchung, w\u00e4hrend jedoch die Gesamtschau dieses Gebirgs\u00fcbergangs zwar infrastrukturell relevante Zusammenh\u00e4nge offerierte, im Bereich der artifiziellen arteologischen Vorkommen jedoch nicht jene erforderliche Dichte aufzuweisen vermochte, die den Einsatz der vorhandenen Mittel als solche zur Zeit rechtfertigen konnte.<\/p>\n<p>Aus Sicht der habitatsbezogenen und nat\u00fcrlichen infrastrukturellen Voraussetzungen stellte sich im Laufe der Erkundungsexpedition von 2011 der vordere Talbereich von <em>Strass im Zillertal<\/em> bis <em>Uderns<\/em> als der interessanteste und arteologisch in sich geschlossenste Bereich aller drei Erkundungsabschnitte heraus. Zum einen bildet hier der <em>Ziller<\/em> einen nat\u00fcrlich vorgegebenen Richtungsverlauf f\u00fcr die infrastrukturelle Gesamtstruktur (wie sie etwa auch heute in diesem Talabschnitt anhand des Verlaufes der westseitig des <em>Zillers<\/em> verlaufenden <em>Zillertalstrasse<\/em> und der <em>Zillertalbahn<\/em>, sowie der Verkehrswege ostseitig des <em>Zillers<\/em>, welche die Siedlungen <em>Bruck<\/em>, <em>Imming<\/em> und <em>Hart<\/em> verbindet, ersichtlich ist) und zum anderen ist dieser vordere Talbereich des <em>Zillertales<\/em> seit jeher der Schnittpunkt der transistalen und insistalen Wanderbewegungen aus dem <em>Inntal<\/em>, dem <em>Zillertal<\/em> und \u00fcber die Gebirgs\u00fcberg\u00e4nge vom <em>Tuxerjoch<\/em> und dem <em>Gerlospass<\/em>.<\/p>\n<p>Diese Annahmen best\u00e4tigten sich bei den Nachbearbeitungen s\u00e4mtlicher Ergebnisse der Erkundungsexpedition, die im Wintersemester 2011\/2012 am <em>Arteologischen Institut der Freien Universit\u00e4t von Izmir<\/em> durchgef\u00fchrt wurden und f\u00fchrten zum konsensualen Beschluss aller beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen f\u00fcr das Jahr 2012 den Bereich von <em>Strass im Zillertal<\/em> bis <em>Uderns<\/em> im Rahmen einer artelogischen Expedition im Detail zu erforschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleichwohl konnte die Erkundungsexpedition im Jahr 2011 aus arteologischer Sicht planm\u00e4ssig und entsprechend der vorbereiteten&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1425"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1425"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1425\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1444,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1425\/revisions\/1444"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1425"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1425"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1425"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}