{"id":1436,"date":"2016-10-03T21:26:13","date_gmt":"2016-10-03T19:26:13","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1436"},"modified":"2016-10-04T20:54:30","modified_gmt":"2016-10-04T18:54:30","slug":"zillertal-juni-oktober-2012-ausgrabungsprotokoll-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1436","title":{"rendered":"Zillertal, Juni &#8211; Oktober 2012, Ausgrabungsprotokoll 12"},"content":{"rendered":"<p>Beim <em>Arteologischen Symposion des Arteologischen Instituts der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/em> im Dezember 2011 wurden die zwischenzeitlich von den verschiedensten universit\u00e4ren Instituten ausgewerteten Ergebnisse der Erkundungsexpedition des Jahres 2011 vorgestellt und interdisziplin\u00e4r bewertet und mit den bisherigen Daten der im Raum <em>Nordtirol<\/em> durchgef\u00fchrten arteologischen Expeditionen verglichen, um der Beschlussfassung einer neuerlichen Grabungsexpedition im Raum <em>Imming<\/em>\/<em>Zillertal<\/em> ein m\u00f6glichst breites Spektrum an gesichertem Ausgangsmaterial zur Verf\u00fcgung zu stellen. Dabei wurde einstimmig <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> als neuerlicher Expeditionsleiter bestellt und das <em>Arteologische Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/em> mit der organisatorischen und administrativen Planung und Durchf\u00fchrung dieser Expedition betraut, da aufgrund der bisherigen acht Grabungsexpeditionen im Raum <em>Nordtirol<\/em> und der nachfolgenden wissenschaftlichen Aufarbeitung ein hohes Mass an Kompetenzerfahrungen in der praktischen Umsetzung der angestrebten Zielvorgaben eingebracht werden konnte und so die Gesamtorganisation und Leitung dieser Expedition auf entwicklungsspezifischen Strukturen und entsprechendem Knowhow aufzubauen vermochte.<\/p>\n<p>Diese 9. arteologische Expedition im Raum <em>Nordtirol<\/em> wurde erstmalig als <em>Internationale universit\u00e4re arteologische Expedition<\/em> ausgeschrieben und stellte die logische Fortf\u00fchrung der Erkundungsexpedition des Jahres 2011 dar.<\/p>\n<p>Die bilateralen Verhandlungen zwischen der <em>Freien Universit\u00e4t Izmir<\/em> und der <em>Republik \u00d6sterreich<\/em> f\u00fchrte <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> unter der \u00c4gide des <em>Aussenministeriums der Republik T\u00fcrkei<\/em>. Dabei gelang es <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> nicht nur die grabungsrelevanten Vertragsklauseln im Sinne einer internationalen Forschung zu implizieren, sondern auch die Bestrebungen der politischen und administrativen Eliten vor Ort, in Gestalt der Tourismusverb\u00e4nde des <em>Zillertales,<\/em> durch das Primat der wissenschaftlichen Zielsetzung als letztverantwortliche Parameter gegen\u00fcber allf\u00e4lligen popul\u00e4rwissenschaftlichen Nutzungsabsichten in schriftlicher und einklagbarer Form entsprechend einzugrenzen. <em>Dr. Arkadasch<\/em> verwies dabei erfolgreich auf die mittlerweile etwa in <em>Matrei am Brenner<\/em> bestehende museale Einrichtung, die wissenschaftlich von der <em>Historischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Innsbruck <\/em>betreut wird.<\/p>\n<p>Die Expedition wurde f\u00fcr den Zeitraum Juni bis Oktober 2012 angesetzt. In Zusammenarbeit mit dem <em>Nationalarchiv der Europ\u00e4ischen Gemeinschaft in Riihim\u00e4ki\/Finnland <\/em>konnten bereits im Mai 2012 mit den Grundst\u00fcckseigent\u00fcmern im geplanten Grabungsgel\u00e4nde west- und ostseitig des <em>Zillers<\/em> bei <em>Imming<\/em> die entsprechenden Nutzungsvertr\u00e4ge unterzeichnet, sowie die zwei Hauptlager an den jeweiligen Uferbereichen besichtigt und f\u00fcr den Expeditionsbetrieb vorbereitet werden. Die Ausr\u00fcstung sowie der Bergungscontainer erreichten am 2. Juni mittels LKW die jeweiligen Bestimmungsorte, sodass mit Eintreffen der neun ExpeditionsteilnehmerInnen mit der Errichtung der Lager- und Expeditionsinfrastruktur begonnen werden konnte.<\/p>\n<p>Bereits mit Ende April erfolgte durch die langj\u00e4hrigen, wissenschaftlichen Mitarbeiter vor Ort, dem <em>Polyglaciologen Mag. Peter Stolz <\/em>und\u00a0 den Expeditionsfotografen und Aquarellieur <em>Herwig Angerer<\/em> die Anwerbung und Auswahl der eingeborenen Hilfskr\u00e4fte. Dies gestaltete sich insoweit aufw\u00e4ndiger als geplant, da durch die einsetzende Sommersaison im Tourismus und die h\u00e4ufig im Nebenerwerb betriebene landwirtschaftliche T\u00e4tigkeit im Rahmen eines Familienbetriebs ein Mangel an Vollzeithilfsarbeitern in diesem lokal begrenzten Umfeld feststellbar war. Mittels monet\u00e4ren Zusatzanreizen gelang es dennoch bis Juni 2012 zw\u00f6lf m\u00e4nnliche und acht weibliche Grabungshilfskr\u00e4fte in ein geordnetes Lohnverh\u00e4ltnis zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/grabungsgelaende-planzeichnung.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1437\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1437\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/grabungsgelaende-planzeichnung-150x150.jpg\" alt=\"grabungsgelaende-planzeichnung, zillertal 2012, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Das Hauptlager mit dem Bergungscontainer wurde bei der Geh\u00f6ftgruppe <em>Imming<\/em> errichtet, wobei eine angemietete Scheune als administrative Zentrale diente und im angrenzenden Wohnhaus die bestehenden Ferienwohnungen und Fremdenzimmer als Unterk\u00fcnfte f\u00fcr das Expeditionsteam bis Ende Oktober 2012 angemietet wurden. Direkt gegen\u00fcber, abgegrenzt durch die <em>Imming<\/em>-Strasse, befand sich das Materiallager I mit dem entsprechenden Expeditionsequipment, sowie dem Bergungscontainer. Daf\u00fcr wurden zus\u00e4tzlich vier Baucontainer von einer im <em>Inntal<\/em> sesshaften Baufirma f\u00fcr den gesamten Expeditionszeitraum angemietet. Die Einz\u00e4unung dieses Areals erfolgte mittels transportablen Bauzaunelementen. Die Versorgung mit elektrischer Energie und Wasser \u00fcbernahm die <em>TIWAG (Tiroler<\/em> <em>Wasserkraft AG<\/em>), wobei gleichzeitig \u00fcberirdisch mittels Masten an die Grabungsstelle am <em>Zillerufer<\/em> ein zus\u00e4tzliches Stromkabel verlegt wurde.<\/p>\n<p>Am westseitigen Ufer erfolgte die Errichtung des Materiallagers I A, bei einem landwirtschaftlichen Nutzungsgeb\u00e4ude, welches am Endpunkt eines Feldweges, direkt am <em>Leitnerbach<\/em> liegt. Sowohl Einz\u00e4unung als auch die Energieversorgung entsprachen den Vorgaben des Hauptlagers. Im Juli 2012 wurde das Materiallager I A mit der Aufstellung von zwei Containern und einem Mannschaftszelt komplettiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim Arteologischen Symposion des Arteologischen Instituts der Freien Universit\u00e4t Izmir im Dezember 2011 wurden die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1436"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1436"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1436\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1447,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1436\/revisions\/1447"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}