{"id":1464,"date":"2016-10-11T20:33:02","date_gmt":"2016-10-11T18:33:02","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1464"},"modified":"2016-10-13T08:45:40","modified_gmt":"2016-10-13T06:45:40","slug":"zillertal-juni-oktober-2012-ausgrabungsprotokoll-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1464","title":{"rendered":"Zillertal, Juni &#8211; Oktober 2012, Ausgrabungsprotokoll 18"},"content":{"rendered":"<p>Bei keiner einzigen arteologischen Expedition in <em>Nordtirol<\/em> konnte bereits im Laufe der grundlegenden Vorbereitungsarbeiten das entsprechende <em>ADHP<\/em> derart exakt eingegrenzt werden, wie bei dieser Expedition. Auch wenn bereits eine erste Analyse des blockartig aufgebauten H\u00fcgels am ehemaligen Flussknie mehrere Hinweise f\u00fcr eine fundrelevante Wahrscheinlichkeit ergebnisoffen vermittelte, so war es doch die praktische Grabungsarbeit vom Team um Frau <em>Mag. Wutke<\/em>, welche letztendlich jene Fakten ans Tageslicht brachte, aus denen die tats\u00e4chlichen arteologischen Zusammenh\u00e4nge nachvollziehbar f\u00fcr eine effektive Gel\u00e4ndeeinsch\u00e4tzung herangezogen werden konnten.<\/p>\n<p>Das dergestalt ermittelte Hauptgrabungsgebiet umfasst somit am westseitigen Uferbereich des <em>Zillers<\/em> die bereits von <em>Mag. Wutke<\/em> freigelegte Furtpassage entlang der Uferb\u00f6schung und findet ihr entsprechendes Gegenst\u00fcck am s\u00fcdlichen Auslauf des blockartig aufgebauten H\u00fcgels.<\/p>\n<p>F\u00fcr eine kartographische Nachvollziehbarkeit seien hier die entsprechenden Gel\u00e4ndeangaben in Form von GPS-Daten angef\u00fchrt:<\/p>\n\n<p>Ab 25.Juli teilte sich das Expeditionsteam in drei unabh\u00e4ngig voneinander t\u00e4tige Grabungstrupps auf:<\/p>\n<p>Zum einen das Team um Frau <em>Mag. Heike Wutke<\/em>, dem es unter ihrer Leitung oblag, den westlichen Uferbereich entlang des Handelweges, welcher in seiner Trassierung durch die Fundung der Furtstelle vorgegeben ist, einer eingehenden arteologischen Untersuchung zu unterziehen und in weiterer Folge im direkten Trassenumfeld das eventuelle Vorhandensein von relevanten Besiedelungs- und\/oder administrativen bis lokal strategischen Baulichkeiten zu eruieren.<\/p>\n<p>Das zweite Grabungsteam leitete <em>Mag. Jorge Belsantos<\/em>, ein Doktorand des <em>Arteologischen Instituts der Universit\u00e4t Bogota<\/em>, der bereits einschl\u00e4gige Grabungserfahrungen bei mehreren Expeditionen in der <em>Atacamaw\u00fcste<\/em> vorweisen konnte und per se mit dem arteologischen Grabungsprozedere vertraut war. Seiner Gruppe oblag die Freilegung und Erstbefundung der ostseitigen Furtstelle und des entsprechenden infrastrukturellen Umfelds.<\/p>\n<p>Der Gesamtbereich des blockartig aufgebauten H\u00fcgels wurde systematisch vom Grabungsteam drei aufgearbeitet. Um in diesem <em>ADHP<\/em> entsprechend arteologisch vorzugehen war es in einem ersten Schritt unabdingbar den H\u00fcgelbereich zum <em>Zillerufer<\/em> hin, aber auch entlang der den H\u00fcgel begrenzenden <em>Imming<\/em> <em>Strasse<\/em> zu roden, da dieses gesamte Areal nahezu dickichtartig mit Laubb\u00e4umen und Buschwerk bewachsen war. Diese Abholzungen wurden von <em>Mag. Peter Stolz<\/em> geleitet und erforderten ein \u00e4usserst behutsames Vorgehen, da durch die grossfl\u00e4chigen Verwurzelungen durch eine \u00fcbliche, maschinenunterst\u00fctzte Rodung unwiederbringliche Sch\u00e4den an der felsigen Grundstruktur des H\u00fcgels zu bef\u00fcrchten waren. Somit war das Team um <em>Mag. Peter Stolz<\/em> angehalten s\u00e4mtliche Rodungsarbeiten h\u00e4ndisch durchzuf\u00fchren, lediglich die Oberfl\u00e4chenh\u00f6lzer wurden unter Einsatz von Motors\u00e4gen gef\u00e4llt und umgehend von einem \u00f6rtlichen Bauern zur Brennholzgewinnung abtransportiert und aufgearbeitet.<\/p>\n<p>Das Freilegen des H\u00fcgels in seinen arteologisch interessanten Zonen dauerte bis zum 30. Juli, ohne dass dabei auch nur ein einziger Hinweis auf relevante Fundungen entdeckt wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/zilli-29.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1465\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1465\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/zilli-29-150x150.jpg\" alt=\"grabungsleitstelle, zillertal 2012, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>W\u00e4hrend dieser Arbeiten errichtete <em>Dr. Arkadasch<\/em> im Nahbereich des H\u00fcgels eine provisorische Grabungsleitstelle, um dergestalt vor Ort sowohl die Furtbereiche an beiden Uferseiten, als auch den <em>ADHP<\/em> am H\u00fcgel selbst wissenschaftlich und organisatorisch betreuen zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig erfolgte laufend eine genaue Kartographierung des Gel\u00e4ndes mit einer st\u00e4ndigen bilddokumentatorischen Erfassung der jeweiligen Grabungsabschnitte und der damit einhergehenden Gel\u00e4ndever\u00e4nderungen durch den Expeditionsfotographen und Aquarellieur <em>Herwig<\/em> <em>Angerer<\/em>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/zilli-33.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1466\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1466\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/zilli-33-150x150.jpg\" alt=\"mag. peter stolz, zillertal 2012, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Ab dem 31. Juli konnten am H\u00fcgel entlang der geologisch vorgegebenen blockartigen Felsformationen aus Granitgneis die ersten direkten Sondierungsarbeiten vorgenommen werden, indem die umgebenden Humusschichten in einer Breite von einem Meter abgegraben wurden, um so einen optischen Zusammenhang des Gesteinsverlauf besser zu gew\u00e4hrleisten. Daf\u00fcr teilte sich das Team in vier Trupps auf, die nach einer entsprechenden Einweisung mit ihren Arbeiten begannen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei keiner einzigen arteologischen Expedition in Nordtirol konnte bereits im Laufe der grundlegenden Vorbereitungsarbeiten das&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1464"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1464"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1464\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1470,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1464\/revisions\/1470"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1464"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1464"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1464"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}