{"id":1529,"date":"2016-12-23T20:49:42","date_gmt":"2016-12-23T18:49:42","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1529"},"modified":"2016-12-23T20:49:42","modified_gmt":"2016-12-23T18:49:42","slug":"zillertal-juni-oktober-2012-ausgrabungsprotokoll-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=1529","title":{"rendered":"Zillertal, Juni &#8211; Oktober 2012, Ausgrabungsprotokoll 23"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Eintreffen von <em>Dr. Marga Sudanavesi<\/em> am 13. September und der Ankunft am darauffolgenden Tag der dreik\u00f6pfigen Forschergruppe um <em>Dr. Norbert Inseni<\/em> vom <em>Pathologischen Institut der Universit\u00e4t Innsbruck<\/em>, konnte auf Dauer die Entdeckung des humanoiden Fundes nicht l\u00e4nger der \u00d6ffentlichkeit vorenthalten werden. Wie rasch sich dabei unter den eingeborenen Hilfskr\u00e4ften sich teilweise widersprechende und in ihrer Obskurit\u00e4t kaum mehr zu \u00fcberbietende Ger\u00fcchte verbreiteten, zeigte sich in mehreren Anrufen von B\u00fcrgermeistern aus der Umgebung und von Mitarbeitern der lokalen, d\u00f6rflichen Printmedien: hier war von Fundungen ganzer Schatzkammern, gef\u00fcllt mit Gold und Geschmeide, oder Grabst\u00e4tten von Herrschern und Edelleuten mit reichen Grabbeigaben die Rede, sodass es unumg\u00e4nglich wurde \u2013 auch im Hinblick auf eine zunehmende Renitenz der eingeborenen Hilfskr\u00e4fte \u2013 mit fundierten Fakten und entsprechendem Bildmaterial an die \u00d6ffentlichkeit zu treten.<\/p>\n<p>Am Arbeitsbeginn des 16. September berief <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> f\u00fcr 09:00 Uhr eine allgemeine Betriebsversammlung ein, bei der versucht wurde, den eingeborenen Hilfskr\u00e4ften ihren wesentlichen Grabungsbeitrag bei der Auffindung eines mumifizierten Kleinkindk\u00f6rpers insoferne zu verdeutlichen, als ohne ihren Einsatz diese Fundung nicht h\u00e4tte durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Um dabei dem Niveau und dem Sprachduktus der eingeborenen Hilfskr\u00e4fte zu entsprechen, betitelte <em>Dr.<\/em> <em>Arkadasch<\/em> den humanoiden Fund als \u201e<em>Zilli<\/em>\u201c und gab gleichzeitig bekannt, dass es sich bei dieser Kleinkindmumie um den K\u00f6rper eines M\u00e4dchens zwischen drei bis maximal sieben Monaten Lebensalter handelt. Eingedenk der Hautfarbe des M\u00e4dchens entschloss sich das Expeditionsteam einstimmig, zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Bildmaterial zu pr\u00e4sentieren und begr\u00fcndete diese Vorgangsweise mit der zuerst notwendigen Pr\u00e4parierung und Konservierung um Sch\u00e4digungen durch Licht, sowie weitere externe Beeinflussungen wie Temperaturschwankungen, Luftfeuchtigkeit und bakterielle Verunreinigungen m\u00f6glichst ausschliessen zu k\u00f6nnen. Auch wenn diese Vorgangsweise nicht auf die restlose ungeteilte Zustimmung der eingeborenen Hilfskr\u00e4fte stiess, so gelang es dennoch vorab den kursierenden Ger\u00fcchten den erforderlichen Einhalt zu gebieten. Mit ausschlaggebend dabei war die Ank\u00fcndigung, dass am 20. September eine offizielle Pressekonferenz angesetzt sei, bei der s\u00e4mtlichen Grabungsmitarbeitern, den administrativen Verantwortlichen der Umlandgemeinden, sowie den Beh\u00f6rden- und Medienvertretern nicht nur die ersten Analysen und Untersuchungsergebnisse, sondern auch entsprechendes Bildmaterial zur Verf\u00fcgung gestellt werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Gleichwohl erschienen mehrere Print- und Rundfunkjournalisten (unter anderem vom <em>ORF<\/em>, \u00d6sterreichischer Rundfunk, von deutschen Fernsehstationen und von der <em>RAI,<\/em> dem italienischen Fernsehen), die bereits vorab Beitr\u00e4ge und Berichte verfassten und trotz Untersagung seitens der Expeditionsleitung Interviews mit verschiedenen Hilfskr\u00e4ften durchf\u00fchrten. Um einer medialen Eskalation vorzubeugen wurden die entsprechenden eingeborenen Hilfskr\u00e4fte jedoch lediglich abgemahnt und nicht \u2013 wie im Arbeitsvertrag vorgesehen \u2013 fristlos gek\u00fcndigt. Diese nicht von der Expeditionsleitung autorisierte Berichterstattung f\u00fchrte dazu, dass einerseits eine geordnete Weiterf\u00fchrung der Grabungsarbeiten bis zum 20. September nicht mehr m\u00f6glich war \u2013 immer wieder mussten Fotografen und Filmteams angewiesen werden, die entsprechenden Absperrungen und Sicherheitsz\u00e4une zu beachten, bzw. am Betreten der wissenschaftlichen Untersuchungseinrichtungen gehindert werden \u2013 und andererseits trafen bereits am Abend des 19. September mehrere \u00dcbertragungswagen unterschiedlicher Rundfunkstationen am Gel\u00e4nde in <em>Imming<\/em> ein, um teilweise live von der um 10:00 Uhr angesetzten Pressekonferenz am 20. September zu berichten.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/hand-2.jpg\" rel=\"attachment wp-att-1530\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1530\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/hand-2-150x150.jpg\" alt=\"polyglacialisierung nach mag. stolz, zillertal 2012, dr. arkadasch, arteologie\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Aus diesem Grund entschloss sich die Expeditionsleitung umgehend <em>Mag. Peter<\/em> <em>Stolz<\/em> mit der <em>Polyglacialisierung<\/em> des humanoiden Fundes zu beauftragen, um dergestalt zum einen den humanoiden Fund entsprechend zu konservieren und zu sch\u00fctzen und zum anderen die Grundlagen f\u00fcr weitere wissenschaftliche Untersuchungen dauerhaft zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Eintreffen von Dr. Marga Sudanavesi am 13. 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