{"id":200,"date":"2012-10-07T17:12:07","date_gmt":"2012-10-07T15:12:07","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=200"},"modified":"2012-10-07T17:13:51","modified_gmt":"2012-10-07T15:13:51","slug":"inntal-juni-august-1982-ausgrabungsprotokoll-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=200","title":{"rendered":"Inntal, Juni \u2013 August 1982, Ausgrabungsprotokoll 20"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Der Aufblickkataster dieses Fundst\u00fcckes weist folgende Merkmalisierungen auf: Die Gesamtl\u00e4nge dieses Halbunterarms bleibt mit einer L\u00e4nge von 28,90 cm konstant, ebenso der Durchmesser an der Schnittstelle der Abtrennung mit 6,30 cm. Die sehr gut erhaltene hauthafte Oberfl\u00e4che dieses maskulinen humanoiden Fundst\u00fcckes ist relativ glatt und geschlossen und zeigt nur unwesentliche surfacale \u00c4nderungen die ihren Ursprung in der s\u00e4ure- und basenreichen Struktur des umgebenden, mergel- bis tonartigen Schwemmlandes finden. Dieses antioxitive Umfeld, in welches das Fundst\u00fcck \u00fcber all die vielen Jahre eingebettet war, verhinderte weitestgehend sowohl die ansonsten \u00fcblichen Verwesungsprozesse, als auch Ans\u00e4tze von organischen Verg\u00e4rungen (Milchs\u00e4ureverg\u00e4rungsverfahren), sodass dieser Fund tats\u00e4chlich mithin zu den besterhaltenen arteologischen, humanoiden Funden z\u00e4hlt, welche bis dato der Wissenschaft zur Verf\u00fcgung stehen. Selbst die Ans\u00e4tze f\u00fcr die Fingern\u00e4gel, bzw. die Nagelbette sind nach wie vor deutlich ausgebildet und mit freiem Auge erkennbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/hand_innti-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-archive-thumbnail wp-image-201\" title=\"humanoider fund 1, inntal, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/hand_innti-3-220x150.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"150\" \/><\/a>Diese rechte maskuline Hand pr\u00e4sentiert sich in leichter Fingerspreizung und bildet dadurch im Handfl\u00e4cheninnenbogen ein Spanngew\u00f6lbe von 1,30 cm. Gegenanalysen mit einer Probandenzahl von 25 haben gezeigt, dass es sich dabei um eine normale Bogenspannung handelt, welche auf eine k\u00f6rperfreie Arbeit oder auch auf eine Ruhephase insistiert. Selbst unter der Annahme, dass die extrementale Abtrennung post mortem erfolgte, \u00e4ndert sich diese anatomische T\u00e4tigkeitszuordnung im Wesentlichen nicht. Zudem weisen weder die Handfl\u00e4che, noch die Fingerkuppen schwielenartige Hautverdickungen auf, die auf eine l\u00e4nger andauernde handwerkliche T\u00e4tigkeit dieser Fundpersonteile ein eindeutiger Hinweis w\u00e4ren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Datenbasierte Beschreibung der Finger:<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"102\"><strong>Finger<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">Daumen<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">Zeigefinger<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">Mittelfinger<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">Ringfinger<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">Kl. Finger<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"102\"><strong>L\u00e4nge in cm<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">6,72<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">10,35*<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">7,75<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">7,70<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">6,65<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"102\"><strong>Nagelbett in cm<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">1,40<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">1,25<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">1,23<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">1,20<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">1,11<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"102\"><strong>Fingerabstand (Spreizung)**<\/strong><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">D-Z 7,01<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">Z-M 3,31<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">M-R 1,0<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\">R-KF 2,20<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"102\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\">** die Fingerl\u00e4nge des Zeigefingers wurde von der Innenfingerwurzel zwischen Daumen und Zeigefinger zur Zeigefingerspitze gemessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">** \u00a0die Spreizung der Finger wurde jeweils mittig der Fingerkuppen zueinander gemessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Kn\u00f6chelh\u00f6cker von Elle und Speiche zeigen sich zwei l\u00e4ngliche Kratzspuren, hintereinander angeordnet, zum Ellenbogen hin nach links drehend. Eine weitere, eher kleinformige Kratzung zeigt sich gegen das Ende dieses Halbunterarmes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt ergeben sich aus einer generellen Kontextualisierung aller bisherigen Funde im Grabungsgel\u00e4nde \u201eInntal\u201c folgende Schlussfolgerungen: auf Grund der aufgefundenen Kultgegenst\u00e4nde, welche insgesamt eindeutig den Charakter von kultusverhafteten Trankopfern aufweisen, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass es sich beim humanoiden Fund um den rechten Unterarm eines priesterlichen Tempeldieners handelt. Sowohl das Nichtvorhandensein von oberfl\u00e4chlichen als auch strukturellen Abnutzungen durch manipulative, handwerkliche oder auch agrionome T\u00e4tigkeiten, sowie die allgemeine Unversehrtheit des Fundst\u00fcckes als solches lassen zweifelsfrei R\u00fcckschl\u00fcsse auf eine eher geistige Arbeit in einem gesch\u00fctzten sozialen Umfeld schliessen. Auf die Fertigung und Herkunft der bisherigen Artefakte und weiterer Fundst\u00fccke wird gesondert eizugehen sein. Lediglich die absolute Schmucklosigkeit (weder Ringe noch Armb\u00e4nder wurden bisher gefunden und auch am Halbunterarm weisen keinerlei pigmentale Ver\u00e4nderungen darauf hin, dass diese Extremit\u00e4t dauerhaft mit Schmuckst\u00fccken, welcher Art und Form auch immer, versehen war) kann vom bisherigen Wissensstand nicht eindeutig zugeordnet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\/td<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Aufblickkataster dieses Fundst\u00fcckes weist folgende Merkmalisierungen auf: Die Gesamtl\u00e4nge dieses Halbunterarms bleibt mit einer&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/200"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=200"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/200\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":203,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/200\/revisions\/203"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=200"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=200"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=200"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}