{"id":212,"date":"2012-10-14T16:27:11","date_gmt":"2012-10-14T14:27:11","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=212"},"modified":"2012-10-14T16:28:49","modified_gmt":"2012-10-14T14:28:49","slug":"wipptal-august-september-1984-ausgrabungsprotokoll-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=212","title":{"rendered":"Wipptal, August \u2013 September 1984, Ausgrabungsprotokoll 1"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0Nach den \u00e4usserst erfolgreichen arteologischen Grabungen im Inntal, dem daraus resultierenden internationalen, wissenschaftlichen Echo, besch\u00e4ftigte sich das Team \u201eInntal\u201c um Dr. Arkadasch Dag mit der arteologischen Aufarbeitung und wissenschaftlichen Katalogisierung der zahlreichen Funde. Diese Arbeiten begannen bereits im September 1982, nachdem das Team \u201eInntal\u201c nach Abschluss der Grabungsarbeiten im Raum Fiecht\/Schwaz (Inntal, Nordtirol, \u00d6sterreich) und der \u00dcbereignung des Grabungsfeldes an lokale Administrationen unter der Schirmherrschaft der Universit\u00e4t Innsbruck, Abteilung Arteologische Historie (unter der Leitung von Univ. Doz., Prof. DDr. Detlef J\u00fcrgensen-Heimschmidt) zum Stamminstitut an der Freien Universit\u00e4t Izmir zur\u00fcck gekehrt war. Beim Arteologischen Symposion in Sophia\/Mazedonien im Juni 1983 wurde von der Abteilung Bildung der Europ\u00e4ischen Union bekannt gegeben, dass die arteologische Forschung im Raum Tirol (Nordtirol, \u00d6sterreich) finanziell neu dotiert wird und neben der monet\u00e4ren Unterst\u00fctzung auch ein Publikationsetat \u00fcber die n\u00e4chsten drei Jahre bewilligt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit diesen positiven Voraussetzungen im Hintergrund beantragte Dr. Arkadasch sowohl bei der Institutsleitung der Freien Universit\u00e4t Izmir, als auch beim zust\u00e4ndigen Ministerium in Ankara die Bewilligung und finanzielle Beschlussfassung einer zweiten arteologischen Expedition in den alpinen Nordtiroler Raum der Republik \u00d6sterreich. Durch die assimilierte Partnerschaft mit der Universit\u00e4t Innsbruck gelang es innert weniger Wochen s\u00e4mtliche Bewilligungen f\u00fcr die Grabungen durch die Verwaltungsbeh\u00f6rden in \u00d6sterreich zu erlangen. Unabdingbare Vorarbeit dazu war jedoch die Festlegung einer Grabungsstelle, welche in hohem Masse Bezug auf die Grabung \u201eInntal\u201c nimmt, im Sinne einer relevanten Bezugsetzung und mit inhaltlicher Nachhaltigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC03717.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-archive-thumbnail wp-image-213\" title=\"arteologie wipptal, dr. arkadasch, grabungsgebiete\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC03717-220x150.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"150\" \/><\/a>Basierend auf den Ergebnissen der Grabung \u201eInntal\u201c, den daraus ableitbaren transitalen und insitalen Bev\u00f6lkerungsbewegungen \u00fcber zahlreiche Generationsebenen hinweg, kristallisierte sich die am wenigsten hoch gelegene Nord-S\u00fcd-Verbindung \u00fcber die zentralalpen Tirols als prim\u00e4res grabungsrelevantes Gebiet heraus. Diese Talstrecke des so genannten \u201eWipptales\u201c umfasst auf der nordtirolerischen Seite eine L\u00e4nge von circa 40 km und beginnt in Innsbruck auf 574 m Seeh\u00f6he und endet am Brennerpass in einer Seeh\u00f6he von 1374 m. Diese Talschaft ist seit vielen Jahrhunderten ein bevorzugter \u00dcbergangsweg zwischen n\u00f6rdlich gelegenen, ausseralpinen Landschaften (S\u00fcddeutschland) und dem heutigen italienischen Raum. Verschiedenste, historische belegte Nutzungen als Handelsrouten, Marschrouten milit\u00e4rischer Aktionen, bis hin zum heutigen motortrafficalen Personen- und Warentransport (Eisenbahnlinie, Strassentrassierungen) verweisen auf die grundlegende bev\u00f6lkerungstechnische Wertigkeit dieser Wegverbindung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dr. Arkadasch untersuchte nach eingehendem Vorstudium unterschiedlichster historischer Quellen dieses Gel\u00e4nde zun\u00e4chst per Luftbild, um so in einer ersten arteologischen Pr\u00e4missierung einen vorl\u00e4ufigen Grabungskataster f\u00fcr das Wipptal erstellen zu k\u00f6nnen. Dabei schloss Dr. Arkadasch bewusst die in das Wipptal einm\u00fcndenden kleinen Seitent\u00e4ler aus seiner Analyse aus, wobei er dezidiert festhielt, dass im sich nach Westen hin erstreckenden, im Vergleich gr\u00f6sseren \u201eStubaital\u201c, zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt durchaus eingehendere arteologische Studien sinnhaft fortgesetzt werden sollen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Insgesamt ergaben sich, sowohl links- als auch rechtsufrig des Fl\u00fcsschens Sill, vier arteologisch erforschenswerte Gebiete (sh. Karte):<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gebiet 1: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 im Bereich des \u201eUnterbergs\u201c, in der N\u00e4he der Autobahnbr\u00fccke \u201eEuropabr\u00fccke\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gebiet 2: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 im westufrigen Bereich \u201eMatreier-Wald\u201c, bis hin zum ostufrigen \u201eInnerellb\u00f6gen\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gebiet 3: \u00a0 \u00a0 \u00a0Eingang in das sich nach Westen erstreckende \u201eGschnitztal\u201c und im Gemeindegebiet der Gemeinde Steinach am Brenner\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gebiet 4: \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 kurz unterhalb der Passscheitelung im Gemeindegebiet des Dorfes \u201eGries am Brenner\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zudem stiess Dr. Arkadasch bei seiner terrestrischen Voraberkundung auf drei punktuelle Abnormit\u00e4ten (bearbeitete Gesteinsformationen), welche jedoch im weiteren Verlauf sich lediglich als transitale Markierungen herausstellten \u2013 zwar von historischer Bedeutung, im Sinne arteologischer Relevanz jedoch wertlos.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Nach den \u00e4usserst erfolgreichen arteologischen Grabungen im Inntal, dem daraus resultierenden internationalen, wissenschaftlichen Echo, besch\u00e4ftigte&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/212"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=212"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/212\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":215,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/212\/revisions\/215"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=212"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=212"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}