{"id":217,"date":"2012-10-15T22:23:08","date_gmt":"2012-10-15T20:23:08","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=217"},"modified":"2012-10-15T22:23:08","modified_gmt":"2012-10-15T20:23:08","slug":"wipptal-august-september-1984-ausgrabungsprotokoll-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=217","title":{"rendered":"Wipptal, August \u2013 September 1984, Ausgrabungsprotokoll 2"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im Winter 1983\/84 konnte die Arbeit des Sondierens und die endg\u00fcltige Festlegung der Grabungsgebiete auf Grund der Schneelage (die Oberfl\u00e4chenphrasierungen werden durch den Schnee derart rundhaft umgestaltet, dass sich weder klare Strukturen noch unverwechselbare lineare Elemente aus dem terrestrischen Gef\u00fcge ablesen lassen) nicht beendet werden. Erst mit Abschluss der Schneeschmelze, mit welcher insbesondere in der Passlage des Brenners nicht vor Ende April gerechnet werden kann, waren weitere arteologische Erkundungen im Wipptal m\u00f6glich. Dr. Arkadasch verband diese T\u00e4tigkeit mit einer fachspezifischen Exkursion seiner Studierenden von der Freien Universit\u00e4t Izmir und konnte mit Hilfe dieser personellen Ausstattung neben den Zielbildungseinheiten seiner Lehr\u00fcbung gleichzeitig die parametalen Vorgaben einer jeden arteologischen Grabungsplanung systematisch und ortseingebunden abarbeiten. Ein unbeabsichtigter, aber nichts desto trotz willkommener Zusatznutzen war die dabei sich heraus bildende Erg\u00e4nzung und Vervollst\u00e4ndigung des zuk\u00fcnftigen Grabungsteams f\u00fcr im Wipptal zu findende arteologische Such- und Sch\u00fcrfgebiete, denn zwei Studentinnen (Frau Aysha Murat und Frau Mag. Fatima G\u00fcller) die an dieser Exkursion teilnahmen, ersuchten Dr. Arkadasch nach einem eingehenden fachlichen Erfahrungsaustausch um Aufnahme in das zuk\u00fcnftige Grabungsteam. Gerade f\u00fcr einen l\u00e4ngeren und derart intensiven Zusammenarbeitsbereich, wie dies nun einmal eine Expedition in ein art- und kulturfremdes Habitat darstellt, ist es unumg\u00e4nglich notwendig ein m\u00f6glichst homogenes, in sich geschlossenes und charakterlich gefestigtes Team zur Verf\u00fcgung zu haben, um m\u00f6glichst ohne gr\u00f6ssere Reibungsverluste und zwischenmenschliche Anf\u00e4lligkeiten ein Maximum an Leistung innert k\u00fcrzester Zeit zu gew\u00e4hrleisten. Auch wenn weiterhin die Anthropologin Dr. Sudanavesi und Dr. Arkadasch den Kern des Grabungsteams bildeten, so war es doch seit 1982 zu personellen Ver\u00e4nderungen gekommen (zwei Studenten schlossen ihr Studium ab, eine Studentin wechselte f\u00fcr ihre Diplomarbeit an eine israelische Universit\u00e4t), welche nunmehr durch diese beiden Frauen, die zudem beide der deutschen Sprache m\u00e4chtig waren und mit ihren fachlichen und menschlichen Qualit\u00e4ten das Team hervorragend erg\u00e4nzten, weitestgehend ausgeglichen wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC03726.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-archive-thumbnail wp-image-218\" title=\"hauptgrabungsgebiet wipptal 1984, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC03726-220x150.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"150\" \/><\/a>Anfang Juni 1984 konnten die Sondierungsarbeiten abgeschlossen und endg\u00fcltig kartographiert werden. Die letzte Schwierigkeit lag nun darin aus den vier ausgew\u00e4hlten arteologischen Arealen das vielversprechendste auszuw\u00e4hlen, da bei derartig aufw\u00e4ndigen Expeditionen neben dem wissenschaftlichen Impetus auch die finanziellen und materiellen Ressourcen zu ber\u00fccksichtigen sind. Nach Abw\u00e4gen aller F\u00fcr und Wider entschloss sich Dr. Arkadasch jenes Grabungsgebiet im Wipptal auszuw\u00e4hlen, welches vom territorialen und topographischen Aspekt her die h\u00f6chste Wahrscheinlichkeit auf transitale und insitale Bev\u00f6lkerungsbewegungen zeitigte. Diese Vorgaben \u2013 zum einen eine beinahe klausenhafte Talverengung und zum anderen seit Jahrhunderten nachweisbare Wegtrassierungen \u2013 zeigten sich am deutlichsten im Sondierungsgebiet der heutigen Europabr\u00fccke, genauer gesagt in derem westufrigen B\u00f6schungsbereich des Fl\u00fcsschens Sill, an dem auch die althergebrachten Pfade und Wege angelegt wurden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Laufe des Monats Juli 1984 \u2013 hier machten sich besonders die erfolgreiche \u00d6ffentlichkeitsarbeit des Teams \u201eInntal\u201c und der sensationelle humanoide Fund des \u201eInnti\u201c bezahlt \u2013 konnten s\u00e4mtliche beh\u00f6rdliche Bewilligung der einheimischen Beh\u00f6rden eingeholt, sowie eine erste Rekrutierung von einheimischen Grabungspersonal durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Winter 1983\/84 konnte die Arbeit des Sondierens und die endg\u00fcltige Festlegung der Grabungsgebiete auf&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/217"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=217"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/217\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":219,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/217\/revisions\/219"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=217"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=217"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=217"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}