{"id":262,"date":"2012-11-18T18:24:05","date_gmt":"2012-11-18T16:24:05","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=262"},"modified":"2012-11-18T18:24:05","modified_gmt":"2012-11-18T16:24:05","slug":"wipptal-august-september-1984-ausgrabungsprotokoll-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=262","title":{"rendered":"Wipptal, August \u2013 September 1984, Ausgrabungsprotokoll 12"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Den Abschluss dieser Katastrophenkataster\u00fcbung bildete eine offizielle Nachbesprechung mit Evaluierung und progressorientiertem Feedback, welche mit allen verantwortlichen Leitungskr\u00e4ften und s\u00e4mtlich involvierten administrativen Kr\u00e4ften, unter Patronanz des t\u00fcrkischen Handelsdelegierten in den R\u00e4umlichkeiten der t\u00fcrkisch-konsularen Vertretung in Innsbruck abgehalten wurde. Die Ergebnisse hierzu wurden nicht nur im \u201e<em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Tiroler Raumplanungs-Jahrbuch 1983<\/em>\u201c, sondern in auch in mehreren einschl\u00e4gigen Fachzeitschriften zum Thema Sicherheit und Katastrophenschutz ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/grillfest_wippi.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-archive-thumbnail wp-image-263\" title=\"abschlussfest katastrophenkatasteruebung, wipptal, 1984, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/grillfest_wippi-220x150.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"150\" \/><\/a>Dennoch war es Dr. Arkadasch und seinem Team \u201eWipptal\u201c wichtig, neben den hierarchischen Instanzen auch jene Kr\u00e4fte vor Ort mit einzubinden, welche im Anlassfall einer tats\u00e4chlichen Alarmierung mit den Sicherungs- und Bergungsarbeiten direkt betraut sind. Frei nach dem Motto des osmanischen Generals <em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Mustafa D\u00fcl dem \u00c4lteren<\/em>: \u201eF\u00fcr die Moral der Truppe ist die Gulaschkanone die strategisch wichtigste Waffe!\u201c Am, dem \u00dcbungstag folgenden, Samstag wurde daher im Bereich des auf Strassenniveau gelegenen flachen Grabungsgel\u00e4ndes, neben dem Leitungs- und dem Werkst\u00e4ttengeb\u00e4ude, mittels Tischen und B\u00e4nken ein volksfestartiges Szenario vorbereitet und s\u00e4mtliche Hilfskr\u00e4fte die an der Katastrophenkataster\u00fcbung teilgenommen hatten zu einem abendlichen Dankesfest eingeladen. Dr. Marga Sudanavesi kochte mit ihren Studierenden einen somalischen Eintopf aus Linsen und Yamswurzeln, Dr. Dag Arkadasch grillte mit zwei Helfern drei Hammel und der Rest des Teams \u201eWipptal\u201c bereitete Salate, Kartoffeln und andere Beilagengerichte. Am Abend marschierte zuerst die Musikkapelle \u201eMatrei am Brenner\u201c (deren Kapellmeister zugleich der Stellvertretende Postenkommandant des Gendarmeriepostens \u201eMatrei am Brenner\u201c ist [eine Art Polizei]) unter den Kl\u00e4ngen der Landeshymne ein, dicht gefolgt von der in Uniform auftretenden Abordnung der Gendarmerie (eine Art Polizei) und den offiziellen Vertretern des \u201e<em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Landesverbandes der Tiroler Freiwilligen Feuerwehren<\/em>\u201c. Abordnungen der \u201e<em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Tiroler Bergrettung<\/em>\u201c, des \u201e<em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Roten Kreuzes<\/em>\u201c, des \u201e<em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Bundesheeres<\/em>\u201c und der Talschaft der Sch\u00fctzenkompanien (eine Art Freiwilligenarmee in Lokaltrachten, verteidigungspolitisch als \u201eeiserne Reserve\u201c zu titulieren). Als Ehreng\u00e4ste erschienen die B\u00fcrgermeister der dem Grabungsgebiet angrenzenden Gemeinden und die Abgesandten der Landesregierung in Innsbruck, sowie Vertreter der Bezirkshauptmannschaft \u201eInnsbruck-Land\u201c welche die Liste der offiziellen Repr\u00e4sentanten vervollst\u00e4ndigten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Mit einem derartigen Aufmarsch hatten weder Dr. Arkadasch noch sein Team \u201eWipptal\u201c gerechnet, doch mit einer rasch aufgebauten Rednertrib\u00fcne, welche mit den Fahnen der T\u00fcrkei und von Tirol geschm\u00fcckt wurden, konnte umgehend ein ad\u00e4quater und feierlicher Rahmen erzeugt werden. Nachdem auch die an der \u00dcbung tats\u00e4chlich beteiligten Hilfsmannschaften, viele mit famili\u00e4rem Anhang, eingetroffen waren, begr\u00fcsste Dr. Arkadasch in einer kurzen Rede s\u00e4mtliche Anwesenden (vorsorglich hatte er auch Vertreter verschiedener Medien und des lokalen TV-Senders eingeladen), erteilte dann das Wort dem Landeshauptmann und den jeweiligen Kommandanten und er\u00f6ffnete nach einem weiteren Musikst\u00fcck der Blasmusikkapelle das Fest mit einem Glas Raki. Der nachfolgende Anstich eines Bierfasses und die Ausgabe der Speisen bildeten dann den eigentlichen Auftakt zu einem gem\u00fctlichen Beisammensein.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Hierbei muss einmal mehr vermerkt werden, wie wichtig eine empathische Resonanz der heimischen Traditionen f\u00fcr eine gedeihliche Zusammenarbeit mit der eingeborenen Bev\u00f6lkerung ist. Es steht niemandem zu die Gebr\u00e4uche und Sitten der jeweils vor Ort tradierten gesellschaftlichen Verhaltensweisen zu be- oder verurteilen. Es gilt hier diese Erscheinungsformen beobachtend zu begleiten und als Muster des indigenen Zusammenlebens m\u00f6glichst wohlwollend zu akzeptieren. Insbesondere der teilweise nahezu ausufernde Genuss von alkoholischen Getr\u00e4nken, verbunden mit gutturalen Ges\u00e4ngen und lautstarken verbalen \u00c4usserungen mag zwar f\u00fcr einen aussenstehenden Beobachter anf\u00e4nglich befremdlich erscheinen, doch vermittelt durch die funktionale Gastgeberfunktion k\u00f6nnen auf diese Weise fraternale Verbindungen gekn\u00fcpft und intensiviert werden, welche eine weitere positive Zusammenarbeit im Geiste gegenseitigen Verst\u00e4ndnisses nachhaltig erleichtern.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 11.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt;\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den Abschluss dieser Katastrophenkataster\u00fcbung bildete eine offizielle Nachbesprechung mit Evaluierung und progressorientiertem Feedback, welche mit&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/262"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=262"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/262\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":264,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/262\/revisions\/264"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=262"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}