{"id":269,"date":"2012-11-23T20:59:06","date_gmt":"2012-11-23T18:59:06","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=269"},"modified":"2012-11-23T21:00:42","modified_gmt":"2012-11-23T19:00:42","slug":"wipptal-august-september-1984-ausgrabungsprotokoll-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=269","title":{"rendered":"Wipptal, August \u2013 September 1984, Ausgrabungsprotokoll 14"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Der eigentliche Grabungsbeginn mit Parallelsondierungen kann somit de facto auf den 6. September 1984 datiert werden, denn mit diesem Datum waren \u2013 abgesehen von einigen kleinen Unwesentlichkeiten, wie z. B. den Einlaufblechen beim Werkst\u00e4ttengeb\u00e4ude oder den Rigolen am ausgewiesenen Parkplatz \u2013 s\u00e4mtliche Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten nach dem Unwetter abgeschlossen und auch die administrative Nachbearbeitung der Katstrophenkataster\u00fcbung (Berichte von und an alle beteiligten Hilfsorganisationen, Evaluierungsreporte, Frageb\u00f6gen, Pressearbeit\u2026) weitestgehend erledigt, bzw. an verl\u00e4ssliche Stabsstellen und Personen delegiert. <span style=\"font-size: 11.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Nach den ersten Grabungsversuchen auf der strassenseitig gelegenen Terrasse und den unvorhergesehenen zeitlichen Verz\u00f6gerungen durch die Unwetter\u00adsch\u00e4den entschloss sich das Team \u201eWipptal\u201c per Oberfl\u00e4chenkatalogi\u00adsierung die Grabungsebenen schon vorab und nach eingehender Begehung und internen Diskussionen in drei AHDPs (<em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Area of high degree of probability<\/em>) einzuteilen. Als Parameter daf\u00fcr wurden die nord\u2013s\u00fcdlichen, nat\u00fcrlich vorhandenen, den Gesteinsschichten nach verlaufenden Oberfl\u00e4chenstrukturen als erste Definitionsmarke gesetzt. Weiters wurden die jeweiligen Querschnittsfl\u00e4chen dieser Schichtungen dergestalt mit in die Oberfl\u00e4chen\u00adkatalogisierung miteinbezogen, als dass alle nord-s\u00fcdlichen Schichtungen welche breitenm\u00e4ssig nicht wegtrassierungstauglich nutzbar waren, als prim\u00e4re Grabungsstelle ausgeschieden wurden. Als dritte Bewertungsgr\u00f6sse fungierte die nat\u00fcrliche Steigung, respektive das Gef\u00e4lle jener Gesteinsschichten, da eine infrastrukturelle Nutzung als dauerhaft angelegte Wegverbindung, selbst f\u00fcr Transporte unter Tragtierverwendung, eine Gangwegbarkeit von bis unter 12 \u00b0 Steigung\/Gef\u00e4lle impliziert. Die Auswertung des Grabungsgel\u00e4ndes unter diesen Pr\u00e4missen ergab im wesentlichen vier l\u00e4ngliche, in Nord-S\u00fcdrichtung aufsteigend verlaufende Grabungsstellen, welche wiederum nach Wahrscheinlichkeit aufgelistet und zur Diskussion gestellt wurden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Im Diskussionsprozess einigte sich dann das Team auf die oben genannten drei AHDPs\u00a0 (<em style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Area of high degree of probability<\/em>) \u00a0an welchen zeitgleich mit bis zu vier Grabungsteams (wobei hier die Anzahl der Helfer stark variierte und sich nach den arbeitstechnischen Schwierigkeiten \u2013 Steigung, Untergrund, Abtransport der Grabungsmaterialien \u2013 richtete) im Parallelsondierungsverfahren vorgegangen wurde.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Es mag nach schierem Zufall aussehen, belegt aber dennoch die akribische und \u00e4usserst pr\u00e4zise Vorarbeit des Teams \u201eWipptal\u201c, dass bereits am 8. September an der Grabungsstelle 2 auf erste Funde gestossen wurde.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC03719.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-archive-thumbnail wp-image-270\" title=\"DSC03719\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC03719-220x150.jpg\" alt=\"fund wipptal, 1984, arteologie, dr. arkadasch\" width=\"220\" height=\"150\" \/><\/a>Unter der Leitung von Dr. Marga Sudanavesi stiess ein Grabungsteam, bestehend vier eingeborenen Hilfskr\u00e4ften, gegen 14:30 Uhr am n\u00f6rdlichen Parallelsondierungs\u00adgraben dieser Grabungsstelle in einer Tiefe von 85 cm auf erste, partiell metallene Fundst\u00fccke. Diese Fundstelle liegt in einem grobsteinigen, von bis zu wachtelei\u00adgrossen, grobkantigen Kieseln durchzogenen Schichtbereich (bestehend aus Dolomiten und Schieferartigen, plattenstrukturierten, stark br\u00fcchigen Einsch\u00fcben), welche von Sanden und marginalen Humuseinlagerungen, die quer zum L\u00e4ngsverlauf aufscheinen, unterbrochen werden. In ihrer Gesamtstruktur sind derartige Bodenbeschaffenheiten stark wasserleitend, gelichzeitig dadurch auch erosionsanf\u00e4llig, aber auch chemisch relativ neutral im Bezug auf eine funderhaltende S\u00e4ure- und\/oder Basenbildung. Dies zeigte sich eindrucksvoll sowohl im substantiellen als auch farblich gestalteten Erscheinungsbild der ersten Fundst\u00fccke.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Es handelt sich dabei um nahezu k\u00fcnstlerisch gestaltete Miniaturen, die einem direkten Bezug zum Leben und Alltag der in dieser Talschaft lebenden oder dieses Tal als Transitroute ben\u00fctzenden humanoiden Gruppierungen stehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der eigentliche Grabungsbeginn mit Parallelsondierungen kann somit de facto auf den 6. 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