{"id":289,"date":"2012-12-16T18:18:32","date_gmt":"2012-12-16T16:18:32","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=289"},"modified":"2012-12-16T18:18:32","modified_gmt":"2012-12-16T16:18:32","slug":"wipptal-august-september-1984-ausgrabungsprotokoll-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=289","title":{"rendered":"Wipptal, August \u2013 September 1984, Ausgrabungsprotokoll 18"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">\u201eCult-object 4\u201c, welches in unmittelbarer N\u00e4he &#8211; man k\u00f6nnte auch formulieren: dicht bei \u2013 \u201eCult-object 3\u201c gefunden wurde, und zwar in einer Lagerposition aus der eindeutig die Absichtlichkeit dieser paarweisen Auffindung hervorgeht, weist eine derart enorme gestalterische \u00c4hnlichkeit (sowohl vom Material als auch der handwerklichen Fertigung) auf, dass hier dezidiert von einer gemeinschaftlichen Kontextualisierung ausgegangen werden muss, welche in weiterer Folge in einer direkten Zusammenschau arteologisch gewertet wird.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Zuerst jedoch die prim\u00e4re Fundbeschreibung f\u00fcr \u201eCult-object 4\u201c, folgend dem f\u00fcr \u201eCult-object 3\u201c angewandten Kriterienkatalog:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Ad 1: Die F\u00fchrungsbr\u00fccke ist in ihren metrischen Ausmassen eine exakte Wiederholung der F\u00fchrungsbr\u00fccke von \u201eCult-object 3\u201c, und dies nicht nur im Bezug auf die verwendeten Materialien und die formgebende Gestaltung sondern auch im Hinblick auf die Farbgebung (Grundfarbe: Gelb). Lediglich die ornamentalen Verzierungen unterhalb der paarweise angeordneten Fenster weichen farblich durch das Weglassen der Farbe Rot von \u201eCult-object 3\u201c ab, wobei hier &#8211; so wie bei \u201eCult-object 3\u201c davon auszugehen ist, dass die ornamentale Verzierung an der F\u00fchrungsbr\u00fccke direkt mit den piktoralen Schematisierungen, welche sich bei beiden Cult-objecten auf der Transporteinheit zeigt, korrespondiert. Dieser \u201einnere Zusammenhang\u201c \u2013 seien es nun reine Verzierungen oder aber spezifische informelle Hinweise im Bezug auf Verwendung und\/oder kultischer Nutzung \u2013 verdeutlicht sich um so eindrucksvoller, wenn die gestalterische Formhaftigkeit der jeweiligen Transporteinheit mit diesen piktoralen Schematisierungen verglichen wird. Es erscheint gewollt, dass sich die an der F\u00fchrungsbr\u00fccke (wahrscheinlich unter Verwendung einer Schablonentechnik) angebrachten Zeichen und Symbole auf der Transporteinheit in gleicher oder auch leicht abgewandelter Form wiederholen (vgl. die zeichnerischen Rekonstruktionen) und f\u00fcr die origin\u00e4r vorgesehene Verwendung von substantieller Bedeutung waren.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/cult-object4_wipptal.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-archive-thumbnail wp-image-290\" title=\"cult-object4, wipptal 1984, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/cult-object4_wipptal-220x150.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/cult-object4_wipptal-220x150.jpg 220w, https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/cult-object4_wipptal-300x205.jpg 300w, https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/cult-object4_wipptal.jpg 828w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a>Ad 2: Die Transporteinheit von \u201eCult-object 4\u201c besteht aus einem in der Grundfarbe Weiss gehaltenen Quader mit einer L\u00e4nge von 7,82 cm und einer (am Giebel) gemessenen H\u00f6he von 2,70 cm, wobei dieser Quader eine L\u00e4ngsgiebelung (\u00fcber die gesamten 7,82 cm) aufweist, welche links- und rechtsseitig eine Abschr\u00e4gung von 0,25 cm besitzt. Am vorderen, oberen Bereich der seitlichen Quaderfl\u00e4che wiederholt sich die Symbolik der F\u00fchrungsbr\u00fccke, welche aber durch eine blau unterlegte Zusatzfl\u00e4che (in gleicher H\u00f6he) erg\u00e4nzt wird und mit schriftartigen Zeichen (?) versehen ist, welche wiederum ihre Wiederholung in kursiven, zweizeilig gehaltenen, 0,50 cm hohen, weitestgehend \u00e4hnlich aufgemalten und in Schwarz dargestellten Zeichen am hinteren Drittel der Transporteinheit erfahren. \u00dcber die Bedeutung der \u00fcber und unter diesen kursiven, zweizeilig gehaltenen, 0,50 cm hohen, aufgemalten, in Schwarz dargestellten Zeichen, beinahe abstrakt anmutenden Verzierungen (gleichfalls in schwarzer Farbe) kann zur Zeit nur theoretisch spekuliert werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Ad 3: Die unstatische Bewegungseinheit von \u201eCult-object 4\u201c ist in ihrer Gestaltung ident mit der unstatischen Bewegungseinheit von \u201eCult-object 3\u201c, lediglich der formale Aufbau, welcher die Verbindung zur Transporteinheit darstellt, bildet sich bei \u201eCult-object 4\u201c aus drei, die gesamte L\u00e4nge der Transporteinheit unterspannenden Querfeldern, welche, von der F\u00fchrungsbr\u00fccke her beginnend, durch drei senkrechte Streben (wobei am Abschluss der Transporteinheit eine derartige Strebe nicht vorhanden ist) \u00fcberlappend (st\u00fctzend?) unterbrochen werden. Die Gesamth\u00f6he dieser drei Querfelder (= zugleich H\u00f6he der senkrechten Streben) betr\u00e4gt 0,70 cm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eCult-object 4\u201c, welches in unmittelbarer N\u00e4he &#8211; man k\u00f6nnte auch formulieren: dicht bei \u2013 \u201eCult-object&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/289"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=289"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":291,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/289\/revisions\/291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}