{"id":307,"date":"2013-01-06T14:36:30","date_gmt":"2013-01-06T12:36:30","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=307"},"modified":"2013-01-06T14:40:28","modified_gmt":"2013-01-06T12:40:28","slug":"wipptal-august-september-1984-ausgrabungsprotokoll-22-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=307","title":{"rendered":"Wipptal, August \u2013 September 1984, Ausgrabungsprotokoll 22"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Dennoch ist wohl nichts mit jenem Augenblick zu vergleichen, wenn sich nach vielen Stunden, Tagen oder oftmals auch Wochen tats\u00e4chlich ein spektakul\u00e4rer Fund zeigt. Auch wenn \u2013 wie zuvor belegt und beschrieben \u2013 der wirkliche Gehalt eines Fundes erst nach eingehender Beforschung (und es w\u00e4re nicht das erste Mal, dass neuartige Untersuchungsmethoden zu g\u00e4nzlich neuen Bewertungen und R\u00fcckschl\u00fcssen f\u00fchren, die manchmal sogar kontr\u00e4r zur Erstbefundung, ja selbst zur Kontextualisierung stehen) erkannt und eingestuft werden kann, so ist es doch jener Moment des Findens, des Auffindens, des ersten Freilegens von partiellen Teilen, der erste Anblick, noch von Staub und Umgebungsmaterial bedeckt, welcher das Herz eines jeden Arteologen und Forschers h\u00f6her schlagen l\u00e4sst. Man kann sich dem nicht entziehen und soll sich diesen Gef\u00fchlen auch nicht entziehen. Erst durch diese Emotionalit\u00e4t vermag man dauerhaft einer \u00d6ffentlichkeit jene Wertigkeit und Wichtigkeit zu vermitteln, welche f\u00fcr den weiteren Ablauf und auch die finanzielle Sicherung derartiger Forschungsvorhaben und Expeditionen von existentieller Bedeutung ist. Seit den sensationellen Funden im Tal der K\u00f6nige in \u00c4gypten ist es allen wissenschaftlich massgebenden Kreisen wohl vollkommen klar, dass in der heutigen Zeit eine Forschungsarbeit hinter verschlossenen T\u00fcren und deren Pr\u00e4sentation in rein akademische-wissenschaftlichen Kreisen nicht mehr gen\u00fcgt. Die Publizit\u00e4tsbewirtschaftung wissenschaftlicher Erkenntnisse erfordert insgesamt die gleiche Professionalit\u00e4t wie die wissenschaftliche Arbeit als solche. Zudem kann durch eine weltweite \u00d6ffentlichkeit <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">(vgl. Carter, \u201eThe Finding Of Tut Ench Amun\u201c, Kairo 1964)<\/i> der Tendenz entgegengearbeitet werden, dass sehr h\u00e4ufig jene Staaten, in welchen Funde von hohem Aufmerksamkeitsgrad geborgen werden, derartige Funde nur allzugerne f\u00fcr nationalistische Tendenzen vereinnahmen und zurechttradieren. Dies widerspricht nicht nur insgesamt jedem wissenschaftlichen Auftrag, sondern ganz besonders auch dem seiner Wesenheit zugrunde liegenden Selbstverst\u00e4ndnis der Arteologie. Vom arteologischen Standpunkt aus muss jeder Fund in seiner Kontextualisierung \u00fcber die rein historische Kausalit\u00e4t hinaus in einem gr\u00f6sseren Ganzen betrachtet und bewertet werden, damit letztendlich einzig belegbare Fakten als wissenschaftliche Basis bestehen bleiben, welche in sich und aus sich heraus einem gemeinsamen gr\u00f6sseren Verst\u00e4ndnis entsprechen. Mag auch der Stolz der im Fundbereich verorteten Bev\u00f6lkerung verst\u00e4ndlich sein, so ist dennoch von Anbeginn jedes Fundes an jeder Form von geistiger und\/oder popul\u00e4rhistorischer Inbesitznahme durch regionale oder \u00fcberregionale Verantwortliche ein strikter Riegel vorzuschieben. Die Freude und die Neugier m\u00f6gen geteilt werden \u2013 die Frage des \u201eBesitzes\u201c muss der Wissenschaft vorbehalten bleiben!<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/wippi_09_82-13.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-308\" alt=\"wipptal, 1984, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/wippi_09_82-13-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Gerade im Hinblick auf die humanoiden Funde, welche am 12. September 1984 im Wipptal ausgegraben wurden, war und ist eine derart klare Positionierung des Primates der Arteologie vor allen anderen nichtwissenschaftlichen Interessen von entscheidender Bedeutung: die Arteologie geh\u00f6rt weder einer universit\u00e4ren Einrichtung, keinem Staat und erst recht keinen sonstigen, wirtschaftlichen Interessensgruppen. \u201eDie Wissenschaft ist frei!\u201c, wie Dr. Arkadasch bei der ersten Pressekonferenz am Abend des 12. September 1984 im arteologischen Zentrum in Innsbruck nachdr\u00fccklich betonte, ehe er im Detail auf die Entdeckung der humanoiden Funde im Wipptal einging.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dennoch ist wohl nichts mit jenem Augenblick zu vergleichen, wenn sich nach vielen Stunden, Tagen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/307"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=307"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/307\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":321,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/307\/revisions\/321"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=307"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=307"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=307"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}