{"id":330,"date":"2013-01-14T23:02:01","date_gmt":"2013-01-14T21:02:01","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=330"},"modified":"2013-01-14T23:02:01","modified_gmt":"2013-01-14T21:02:01","slug":"wipptal-august-september-1984-ausgrabungsprotokoll-233","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=330","title":{"rendered":"Wipptal, August \u2013 September 1984, Ausgrabungsprotokoll 23\/3"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Arteologie als systemische Wissenschaft schafft mittels der Einbindung der unterschiedlichsten wissenschaftlichen Ans\u00e4tze eine generelle Metaebene im Bereich der Entdeckung und Erforschung und bietet daher neben differenzierten Betrachtungen und Analysen zu Einzelbefunden eine conmemorabile und wissenschaftlich fundierte M\u00f6glichkeit einer Gesamtschau, welche gleichberechtigt und interdisziplin\u00e4r die unterschiedlichsten Methoden und Wissenschaftszweige vereinigt, um auf dieser Basis einer Omnivisualit\u00e4t zu einer gesicherten und faktenbelegten, arteologischen Kontextualisierung zu gelangen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Sowohl die Anthropologie, die Arch\u00e4ologie, die Sozialwissenschaften als auch die Historie liefern dabei wichtige theoretische (und oftmals auch praktische) Fragestellungen, welche wiederum in Verein mit pathologischen, physikalischen und chemischen Analysen die Grundlagen f\u00fcr die arteologische Deutung liefern.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC03724.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-331\" alt=\"bild 3, humanoider fund, wipptal 1984, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/DSC03724-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Den Erfordernissen der Zeit entsprechend finden diese T\u00e4tigkeiten bewusst im Rahmen eines \u00f6ffentlichen Diskurses statt und werden nicht in den Schutz der universit\u00e4ren Mauern von wissenschaftlichen Spezialisten \u00fcberantwortet. Die interessierte \u00d6ffentlichkeit (und damit die Geldgeber der \u00f6ffentlichen Hand) haben einerseits ein Anrecht auf die transparente Abrechnung der eingesetzten monet\u00e4ren Mittel und andererseits kann und soll der Bildungsauftrag, als kollateraler Nutzen der Forschungsarbeiten, generell nicht hoch genug eingesch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Umgekehrt resultiert daraus der Auftrag fehlerhaften oder gar falschen Schlussfolgerungen und Spekulationen von Anbeginn Einhalt zu gebieten. Dies verlangt nach einem professionellen Informationsmanagement, welches sowohl der wissenschaftlichen Gemeinde als auch den Medien und der breiten \u00d6ffentlichkeit ein ad\u00e4quater Partner ist. Auf welche Art und Weise daher Erkenntnisse und\/oder Theorien den unterschiedlichsten Nutzern zur Verf\u00fcgung gestellt werden, ist in der modernen Wissenschaftspraxis von nachhaltiger Bedeutung. Ein erstes Briefing des Personals vor Ort \u00fcber die jeweilige Situation an einem bestimmten Fundort ist somit eine absolute Notwendigkeit, um eine weitere objektorientierte Fortf\u00fchrung des Expeditionszieles zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Nach der ersten Beschau des humonoiden Fundes und einem Abgleich der daraus erzielten Daten, welche inhaltlich im Ausschlussverfahren eine zeitliche und materielle Zuordnung des Fundst\u00fcckes innerhalb eines arteologischen Szenarios definieren, gilt es das wissenschaftliche Team mitsamt den eingeborenen Hilfskr\u00e4ften \u00fcber jene Details zu informieren, welche f\u00fcr die weiteren Aufgaben der Expedition zweckdienlich erscheinen. Dr. Arkadasch verk\u00fcndete daher auf der Versammlung aller Beteiligten der Ausgrabungsstelle \u201eWipptal\u201c, dass es ausser Frage stehe, dass es sich beim humanoiden Fund vom 12. September 1984<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpFirst\" style=\"text-align: justify; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">a)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Um eine rechte Hand eines Menschen handelt, die ohne eingehendere Untersuchungen aber noch nicht geschlechtsspezifisch zuordenbar ist.<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpMiddle\" style=\"text-align: justify; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">b)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Das umgebende Material besteht aus unterschiedlichen Gesteinen, welche ausschliesslich den Gebirgsz\u00fcgen des zentralen Alpenmassivs s\u00fcdlich der Wasserscheide des Flusses Inns entstammen.<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpMiddle\" style=\"text-align: justify; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">c)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Die grobfaserigen floralen R\u00fcckst\u00e4nde weisen eine starke Vermoosung und Torfbildung auf, deren Ursache in einem dauerhaften Sauerstoffentzug fussen und somit einer biologischen Vermumifizierung des humanoiden Fundes die notwendigen chemisch-biologischen Voraussetzungen generierten.<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpLast\" style=\"text-align: justify; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">d)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Daraus folgt, dass insbesondere die weiteren umgebenden Bodenschichten, ehe sie durch die Ausschwemmung, bedingt durch die k\u00fcrzliche Hochwasserf\u00fchrung des Fl\u00fcsschens Sill, mithilfe der Str\u00f6mung abgetragen wurden, stark von Lehmen und luftundurchl\u00e4ssigen Mergeln durchzogen waren, und so funderhaltend und konservierend die Grabungsstelle vor zersetzenden Umwelteinfl\u00fcssen sch\u00fctzten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Diese Informationen wurden auch an die lokalen Medien weitergeleitet, sowie in Papierform sowohl der Universit\u00e4t Innsbruck als auch den administrativen Stellen der Tiroler Landesregierung zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">\u201eIch m\u00f6chte unter allen Umst\u00e4nden verhindern, dass aus unserer Grabungsstelle nun eine Art Wallfahrtsort f\u00fcr Hobbyarch\u00e4ologen und Hobbyarteologen wird\u201c, so Dr. Arkadasch in seinem Kommuniqu\u00e9.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arteologie als systemische Wissenschaft schafft mittels der Einbindung der unterschiedlichsten wissenschaftlichen Ans\u00e4tze eine generelle&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/330"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=330"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/330\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":332,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/330\/revisions\/332"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=330"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=330"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=330"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}