{"id":348,"date":"2013-02-03T15:21:09","date_gmt":"2013-02-03T13:21:09","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=348"},"modified":"2013-02-03T15:21:09","modified_gmt":"2013-02-03T13:21:09","slug":"wipptal-august-september-1984-ausgrabungsprotokoll-272","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=348","title":{"rendered":"Wipptal, August \u2013 September 1984, Ausgrabungsprotokoll 27\/2"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die gemeinsamen Merkmale aus \u201ecult-object 1\u201c der Grabung \u201eInntal\u201c und dem \u201ecult-object 1\u201c aus der Grabung \u201eWipptal\u201c (hier sei auch auf die terministische Katalogisierungssystematik hingewiesen, welche \u00e4hnliche St\u00fccke aus verschiedenen Grabungen, welche in arteologischer Relevanz zueinander stehen, nach in derselben Alphanumerik beschreibt, jedoch unter dem Zusatz der fundspezifischen Datierung) sind schon in ihrer ersten Charakteristik augenscheinlich, bed\u00fcrfen jedoch bei genauerer Betrachtungsweise dennoch einer qualifizierten Befundung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/cult_object_1wipptal.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-349\" alt=\"cult_object_1,wipptal, 1984, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/cult_object_1wipptal-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die erste Gemeinsamkeit bezieht sich auf die mechanische Verwendbarkeit als Werkzeug, mit Griffst\u00fcck und oval-ellipsoider, scheiben\u00e4hnlicher Vorrichtung im vorderen Bereich, deren innenliegender, zweiteiliger und aufgezackter unterer Rand (sh. Abbildung) sich klauenartig in die Fundobjekte \u201eObjekt 2\u201c und \u201eObjekt 4\u201c der Grabungsstelle \u201eInntal\u201c einpassen l\u00e4sst. Auch wenn vorab an der Grabungsstelle \u201eWipptal\u201c noch keine derartigen Objekte vorgefunden wurden, so ergibt dennoch die Labosanalyse der Kratz- und Wetzspuren an den beiden innenliegenden Zacken, dass hier von einem regelm\u00e4ssigen Gebrauch als Werkzeug ausgegangen werden muss, wobei der Gegenpart entweder gleichartig aus metallenen Legierungen bestand, oder aber aus (was aus arteologischer Sicht als unwahrscheinlich gilt) Stein.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die zweite Gemeinsamkeit wird aus der Dimensionierung dieses Fundst\u00fcckes deutlich, wobei im Massstab betrachtet die unterschiedlichen Abmessungen wohl als lokale Charakteristik zu betrachten sind, da in Bezug auf die physikalischen Eigenschaften des hebelartigen Werkzeuges, die Dimensionen in sich wieder restlos stimmig sind und so den gestalterischen Abweichungen in Bezug auf Gr\u00f6sse und Breite eine rein zierdehafte Bedeutung zukommt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/wippi_cultobjekt_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-350\" alt=\"cultobject 1, wipptal, 1984, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/wippi_cultobjekt_2-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Gesamtl\u00e4nge des Objektes betr\u00e4gt 7,95 cm, wobei sich die L\u00e4nge des eigentlichen Griffst\u00fcckes mit 3,10 cm niederschl\u00e4gt. Sowohl griffst\u00fcck als auch die oval-ellipsoide, scheiben\u00e4hnliche Vorrichtung im vorderen Bereich sind aus einem einzigen St\u00fcck herausgearbeitet. Die Kanten wurden dabei nach unten abgebogen und gebrochen, die dadurch erreichte Tiefe des Objektes liegt in einer durchgehenden Wertigkeit von 3,5 mm bis 4,2 mm. Die Breite des Griffst\u00fcckes betr\u00e4gt 1,40 cm, das Ende ist an den Eckbunden stark abgerundet und es befindet sich mittig eine Bohrung (gleichfalls entgratet und entspant) mit einem Durchmesser von 0,56 cm. Obwohl bei beiden Fundst\u00fccken der Grabungsstelle \u201eWipptal\u201c keinerlei nachweisbare Gebrauchsspuren zu entdecken sind, wird in Fachkreisen davon ausgegangen, dass es sich bei diesen Bohrungen um Vorrichtungen zur Aufbewahrung gehandelt hat.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Ab der Messmarke 3,10 cm verbreitert sich das Griffst\u00fcck nach vorne hin und erreicht bei 8,75 cm (gemessen vom unteren Ende aus) seine Maximalbreite von 3,95 cm, verj\u00fcngt sich dann abrundend \u00fcber die beiden Eckpunkte und geht sodann in eine Gerade die im rechten Winkel zur Symmetrieachse des Griffst\u00fcckes steht, \u00fcber. Die materialtechnische Behandlung der R\u00e4nder (gebogen und gebrochen, Tiefenwertigkeit bei etwa 4,0 mm) bleibt durchgehend die gleiche.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Das Innere dieser vorderen, scheibenf\u00f6rmigen Vorrichtung wird durch einen auf die vorhin beschriebene Art und Weise gebildeten Hohlrand gebildet, der in einer Breite von 1,20 cm ein an den Ecken stark gerundetes, im Ansatz aber gleichschenkeliges Dreieck umfasst, welches jedoch ab der H\u00e4lfte zu seiner Spitze hin, mit eingeflachtem Material ausgef\u00fcllt ist. Dies bedeutet, dass lediglich der vordere Bereich zum der Symmetrieachse querstehenden Teil des Hohlrandes jene Werkzeug\u00f6ffnung darstellt, welche in ihrer Funktionalit\u00e4t eindeutig dem gleichartigen Gebrauch wie den \u00e4hnlichen Fundst\u00fccke an der Grabung \u201eInntal\u201c, zuordenbar sind.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Der Querrand des die Werkzeug\u00f6ffnung beschr\u00e4nkenden Flachmetalls weist zwei starke, zackige Vorsch\u00fcbe auf, welche wie bereits oben beschrieben, starke Verwendungs- und Gebrauchsspuren zeigen. Die Entfernung vom Hohlrand betr\u00e4gt (innen gemessen) bei der Zackung 1,10 cm und in der Vertiefung zwischen den beiden Zacken 1,20 cm.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die innere Breite des im Ansatz gleichschenkeligen Dreiecks betr\u00e4gt an seiner Basis 2,60 cm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gemeinsamen Merkmale aus \u201ecult-object 1\u201c der Grabung \u201eInntal\u201c und dem \u201ecult-object 1\u201c aus der&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/348"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=348"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/348\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":351,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/348\/revisions\/351"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}