{"id":360,"date":"2013-02-18T20:20:30","date_gmt":"2013-02-18T18:20:30","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=360"},"modified":"2013-02-18T20:20:30","modified_gmt":"2013-02-18T18:20:30","slug":"wipptal-august-september-1984-ausgrabungsprotokoll-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=360","title":{"rendered":"Wipptal, August \u2013 September 1984, Ausgrabungsprotokoll 29"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Mit der Installation der notwendigen vergesellschafteten Strukturen konnten bei der protokollarischen Stiftungssitzung vom 6. Oktober 1984 die Statuten der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Tiroler Arteologischen Vereinigung (TAV)<\/i> beschlossen und verschriftlicht werden. Mit Bescheid vom 27. November 1094 durch die Bezirkshauptmannschaft Innsbruck Land, GZ 356\/84, wurde die <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">TAV<\/i> in das \u00d6sterreichische Vereinsregister eingetragen und formiert seitdem als e.V. (= eingetragener Verein), mit allen sich daraus ergebenden rechtlichen M\u00f6glichkeiten und Verpflichtungen. Sowohl eine Abschrift der Vereinsstatuten als auch eine beglaubigte Kopie der Stiftungsurkunde wurden bei der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde hinterlegt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr das Grabungsteam \u201eWipptal\u201c unter der Leitung von Dr. Arkadasch, bedeuteten diese infrastrukturellen Betriebsver\u00e4nderungen, neben den bereits beschriebenen zus\u00e4tzlichen Herausforderungen und Aufgaben im eigentlich arteologischen Sinne, dass hier im Wipptal (und damit im Nahebereich des regionalen Verwaltungszentrums Innsbruck und der Universit\u00e4t der Stadt Innsbruck), im Gegensatz zur Ausgrabung im Inntal im Jahre 1982, eine erstmalige indigene Verwurzelung kontraktiert werden konnte, welche f\u00fcr zuk\u00fcnftige Aufgaben und Forschungen eine Basis darstellt, deren Fundamentierung im Bewusstsein der betroffenen Bev\u00f6lkerung (und damit der unmittelbaren \u00d6ffentlichkeit) fusst.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Hierzu war es freilich notwendig von Anbeginn an eine breite Akzeptanz in den gesellschaftlich relevanten Kreisen anzustreben und gleichzeitig sicher zu stellen, dass tats\u00e4chlich zumindest wissenschafts- und arteologisch affine Pers\u00f6nlichkeiten in den operativen Vorstand des Vereins berufen werden. Dr. Arkadasch und Frau Dr. Sudanavesi fungierten lediglich als Gr\u00fcndungsmitglieder ohne eigenes Portfolio und zogen sich mit Unterzeichnung des ersten Wahlprotokolls aus allen Vorstandst\u00e4tigkeiten zur\u00fcck und behielten lediglich Sitz und Stimme f\u00fcr die Bevorschlagung und Ernennung des jeweiligen wissenschaftlich- arteologischen Leitungsgremiums. Das Tagesgesch\u00e4ft selbst wird rein vom Vorstand gef\u00fchrt, welcher wiederum seine Verantwortlichkeit gegen\u00fcber dem arch\u00e4ologischen Institut der Universit\u00e4t Innsbruck (bzw. bis zur Gr\u00fcndung eines eigenen arteologischen Instituts an der Universit\u00e4t Innsbruck) zu wahren hat. Die Rahmenbedingungen daf\u00fcr sind ersch\u00f6pfend im Aufgabenbuch der Vereinsstatuten angef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/schenkung-gebaeude-matrei-1984.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-361\" alt=\"schenkung, gebaeude matrei, 1984, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/schenkung-gebaeude-matrei-1984-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Wie sehr diese Vereinsgr\u00fcndung (mit dem einhergehenden grossen medialen Echo und dem erfolgreichen Start der Publikumsf\u00fchrungen am Grabungsgel\u00e4nde \u201eWipptal\u201c) dem Selbstempfinden der indigenen Bev\u00f6lkerung des Wipptals entsprach zeigt in aller Deutlichkeit die Tatsache, dass eine pensionierte Volksschullehrerin (zust\u00e4ndig in \u00d6sterreich f\u00fcr die Grundschule der 6 \u2013 10 J\u00e4hrigen) aus dem D\u00f6rfchen \u201eMatrei am Brenner\u201c ihr Elternhaus dem TAV als Schenkung auf den Todesfall vermachte und gleichzeitig der Vereinigung das recht einr\u00e4umte, bereits zu ihren Lebzeiten das Untergeschoss f\u00fcr museale Zwecke zu adaptieren und der interessierten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Es ist dabei dem r\u00fchrigen Vereinsvorstand (der sich aus Vertretern von Gebietsk\u00f6rperschaften und \u2013 wie in Tirol allgemein \u00fcblich \u2013 der lokalen Politik im \u00fcberwiegenden Mass zusammen setzt) zu verdanken, dass innert k\u00fcrzester Zeit die erforderlichen Geldmittel aufgetrieben wurden, um neben den laufenden Gesch\u00e4ften des TAV auch di erforderlich Umbauten und Sanierungen an dieser Schenkung durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Auch wenn die Planungen dieses musealen Zentrums nicht den rein wissenschaftlich- arteologischen Vorgaben entsprechen k\u00f6nnen, so wird dennoch dieser popul\u00e4rwissenschaftliche Ansatz zu einer generellen Vertiefung des arteologischen Gedankenguts insgesamt einen wesentlichen und nicht zu untersch\u00e4tzenden Beitrag leisten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der Installation der notwendigen vergesellschafteten Strukturen konnten bei der protokollarischen Stiftungssitzung vom 6. 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