{"id":372,"date":"2013-03-06T12:48:03","date_gmt":"2013-03-06T10:48:03","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=372"},"modified":"2013-03-06T12:48:03","modified_gmt":"2013-03-06T10:48:03","slug":"stubaital-juli-oktober-1985-ausgrabungsprotokoll-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=372","title":{"rendered":"Stubaital, Juli \u2013 Oktober 1985, Ausgrabungsprotokoll 2"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Mit der nahezu gleichzeitigen Beendigung das Sommersemester an der Freien Universit\u00e4t Izmir konnte das Arteologische Institut unter der Leitung von Dr. Arkadasch umgehend bisher im laufenden Betrieb gebundene Ressourcen aus dem wissenschaftlich-universit\u00e4ren Umfeld zur Verf\u00fcgung stellen. Zudem erleichterte die Akzeptanz der arteologischen Forschungen in Nordtirol\/\u00d6sterreich und das daraus resultierende, positive internationale Echo die notwendige Bereitstellung von zus\u00e4tzlichen finanziellen Mitteln aus dem Forschungsetat des Bildungsministeriums in Ankara, um erneut (bereits die dritte Expedition nach \u00d6sterreich innert drei Jahren) ein arteologisches Team f\u00fcr wissenschaftliche Grundlagenbeforschung nach Nordtirol schicken zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/karte_1_stubaital.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-373\" alt=\"fundstelle stubaital, 1985, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/karte_1_stubaital-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Gemeinde Telfes liegt auf circa 1000 m Seeh\u00f6he, in s\u00fcdlicher Richtung von Innsbruck, und zwar in einem sich nach Westen hin erstreckendem Seitental des Wipptals, einer schon seit Jahrtausenden benutzten und relativ leicht \u00fcberwindbaren Nord-S\u00fcdverbindungen des Bereiches der Ostalpen. Der Besiedelungsbereich der Gemeinde Telfes (mit einer Bev\u00f6lkerung von circa 1200 Personen) erstreckt sich auf der s\u00fcdlichen Hangseite des Stubaitales auf einer schwemmterassenartigen Anh\u00f6he, welche durch die erosiven Kr\u00e4fte der Stubaitaler Ache seit der letzten Eiszeit gebildet wurde. Die Hauptverkehrsstrasse ins Stubaital zweigt bei der Gemeinde Sch\u00f6nberg (Wipptal) ab und erschliesst rechtsufrig diese Talschaft. Bei der Abzweigung der Telfeser-Landesstrasse von der Stubaital-Strasse wurden linksseitig im Bereich des langgezogenen Anstiegs bei einer feldwegartigen Abzweigung in Richtung Bachbett im Zuge der Strassenbankettsanierung Fundobjekte ans Tageslicht bef\u00f6rdert, welche zu einem Baustopp und der Benachrichtigung der verantwortlichen Stellen vor Ort f\u00fchrten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/stubi_09_84-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-374\" alt=\"grabungsstelle stubaital, 1985, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/stubi_09_84-4-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die umgehende Absperrung dieses Bereiches und eine erste wissenschaftliche Befundung durch das arch\u00e4ologische Institut der Universit\u00e4t Innsbruck (unter Beiziehung des arteologischen Personals der arteologischen Zentralstelle in Innsbruck) sicherten tats\u00e4chlich relevante Fundvorkommen und erm\u00f6glichten so eine weitere arteologische Beforschung dieses besiedelungstechnisch f\u00fcr den gesamten Alpenraum h\u00f6chst interessanten Gebietes.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Bedingt durch die inneralpine H\u00f6henlage der Fundstelle, beschr\u00e4nkt sich ein tats\u00e4chlicher Grabungszeitraum auf die Monate April bis Ende Oktober, da in den restlichen Monaten die oft strengen Bodenfr\u00f6ste und zeitweise grossen Schneemengen jede Grabungst\u00e4tigkeit nachhaltig verhindern. Eine wesentliche Erschwernis bei derartigen Grabungen in unmittelbarer N\u00e4he von stark frequentierten Verkehrswegen stellt die hierorts weit verbreitete Verwendung von Streusalz in den Wintermonaten dar, welche die Fahrbahn sowohl von Eis als auch Schneebelag freihalten soll. Neben der damit verbundenen Besch\u00e4digung des Strassenbelags und des Strassenbanketts bewirken die hochsalzhaltigen und stark mit Gummiabrieb und \u00d6len verschmutzten Schmelzw\u00e4sser eine aggressive Korrosionisierung des direkten Strassenumfeldes sowohl aus botanischer als auch arch\u00e4ologischer und arteologischer Sicht. Insbesondere bei der mit der Freilegung der einzelnen Schichten verbundenen und nicht zu vermeidenden Kontaktierung mit zus\u00e4tzlichem Sauerstoff und Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft zeigen sich innert k\u00fcrzester Zeit \u00e4usserst starke Korrosionserscheinungen, welche s\u00e4mtliches Fundmaterial zus\u00e4tzlich sch\u00e4digen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Es gilt daher m\u00f6glichst rasch die Grabungsarbeiten unter gr\u00f6sstm\u00f6glichster R\u00fccksichtnahme auf die Umgebungseinfl\u00fcsse voran zu treiben und so die arteologischen Funde vor weiteren Sch\u00e4digungen zu bewahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit der nahezu gleichzeitigen Beendigung das Sommersemester an der Freien Universit\u00e4t Izmir konnte das Arteologische&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/372"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=372"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/372\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":375,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/372\/revisions\/375"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=372"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=372"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=372"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}