{"id":394,"date":"2013-03-21T18:21:04","date_gmt":"2013-03-21T16:21:04","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=394"},"modified":"2013-03-21T18:22:18","modified_gmt":"2013-03-21T16:22:18","slug":"stubaital-juli-oktober-1985-ausgrabungsprotokoll-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=394","title":{"rendered":"Stubaital, Juli \u2013 Oktober 1985, Ausgrabungsprotokoll 7"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Mit 10. Juli 1985 wurde offiziell an der \u201eGrabungsstelle Stubaital\u201c &#8211; so die arteologisch korrekte Zuordnung dieser Grabungsstelle im \u201e<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arteologischen Grabungskatalog Nordtirol\u201c<\/i>, einer wissenschaftlich mittlerweile notwendigen und international \u00fcblichen Vorgangsweise bei mehreren lokalspezifisch kontextualisierbaren Fundstellen innerhalb einer soziogeografisch zusammengeh\u00f6renden Topografierung \u2013 sowohl mit den unmittelbaren Sicherungsarbeiten der Fundstelle selbst als auch der Bergung der ersten keramoiden Fundst\u00fccke begonnen. Diese Erstentscheidung einer Beschlussfassung zu einer arteologischen Untersuchung im Stubaital erfolgt, wie zumeist bei eher zuf\u00e4lligen Fundsituationen, wie sie durch Baut\u00e4tigkeiten oder der Natur zu verdankenden Gel\u00e4ndever\u00e4nderungen (wie Hangabrutschungen, Vermurungen udgl. mehr) auftreten k\u00f6nnen, auf Grund einer kurzen, aber gr\u00fcndlichen optischen Diagnostizierung dieser ersten Fundst\u00fccke im Verfahren des mehr-Augen-Prinzips: es muss zumindest von drei arteologisch versierten Experten die wissenschaftliche Relevanz der Fundst\u00fccke best\u00e4tigt und in einem kurzen, der wissenschaftlichen \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglichem Report schriftlich best\u00e4tigt werden. Im Falle der Fundst\u00fccke im Stubaital erfolgte dies zum einen durch den Leiter des Arteologischen Instituts in Zagreb, Dr. Ravi Harrison, seiner Institutsstellvertreterin, Dr. Bolzana Mateiovic sowie \u00fcber Bildinformation durch Dr. Arkadasch pers\u00f6nlich. Erst nach diesen Expertisen (welche in Gesamtverantwortung des Arteologischen Instituts der Freien Universit\u00e4t Izmir verifiziert und forschungstechnisch evident gehalten werden), und den damit verbundenen administrativen sowie monet\u00e4ren Bewilligungen, erfolgt die tats\u00e4chliche Beauftragung eines Expeditionsleiters zur umgehenden Umsetzung der erforderlichen Sofortmassnahmen in gesagtem Fundgebiet.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Wie bereits erw\u00e4hnt erm\u00f6glichte es das zeitliche Zusammenfallen der universit\u00e4ren Arbeit mit dem Semesterschluss an der Freien Universit\u00e4t Izmir, dass Dr. Arkadasch innerhalb weniger Tage ein professionelles Expertenteam zusammen zu stellen vermochte \u2013 wobei das Gros dieses Teams von erfahrenen Mitgliedern der beiden bisherigen Expeditionen nach Nordtirol bildete \u2013 welches nach Eintreffen in Innsbruck\/Nordtirol umgehend mit den Sicherungsarbeiten an der Fundstelle startete. Dass hierbei auf die bereits durch die beiden vorangegangenen Expeditionen aufgebauten infrastrukturellen Massnahmen zur\u00fcckgegriffen werden konnte, erleichterte das rasche und effiziente Arbeiten vor Ort ungemein. So konnten von der Arteologischen Zentralstelle in Innsbruck aus s\u00e4mtlichen T\u00e4tigkeiten koordiniert und initiiert werden:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/stubaital-planskizze.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-395\" alt=\"stubaital, 1985, planzkizze, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/stubaital-planskizze-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Ausgrabungsstelle in der Gemeinde Telfes (Stubaital) befindet sich in etwa 18 km von der Innsbrucker Zentralstelle entfernt und kann so innert k\u00fcrzester Zeit per PKW erreicht werden. Zudem sind s\u00e4mtliche notwendigen Transporte von Menschen und Arbeitsmaterialien per LKW situativ organisier-und umsetzbar. Einmal mehr beweist dies, dass tats\u00e4chliche wissenschaftliche Effizienz gepaart mit monet\u00e4rer Wirtschaftlichkeit der vorhandenen Ressourcen, eine Grundstruktur sowohl im Bereich der Materialverf\u00fcgbarkeit als auch des wissenschaftlich einsatzbereiten Personals bedingt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Als erste Massnahme vor Ort an der Fundstelle wurde mit den verantwortlichen Ingenieuren der Strassenbaufirma, in deren Baustellenabschnitt sich die Fundstelle befindet, dem B\u00fcrgermeister der Gemeinde Telfes als Verantwortlichem Erster Instanz f\u00fcr Bauvorhaben im Gebiet der Gemeinde Telfes und dem Finder\/Erstentdecker der Fundst\u00fccke, in einem gemeinsamen Briefing die entsprechende Lokalisierung und Abgrenzung der Fundstelle vorgenommen und sofort mittels Absperrband markiert und eingegrenzt. Im Anschluss daran \u2013 hier sei besonders dem Vermessungsteam der Strassenbaufirma f\u00fcr ihre unb\u00fcrokratische Hilfestellung gedankt \u2013 wurde die Fundstelle vermessen und planskizziert. Nahezu gleichzeitig erfolgte die erste Besicherung der offenliegenden Bodenabschnitte, in welchen die keramoiden Fundst\u00fccke vorgefunden wurden, um sie vor weiteren Witterungs- und\/oder anderweitigen mechanischen Einfl\u00fcssen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 10. 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