{"id":420,"date":"2013-04-15T16:58:03","date_gmt":"2013-04-15T14:58:03","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=420"},"modified":"2013-04-15T16:58:28","modified_gmt":"2013-04-15T14:58:28","slug":"stubaital-juli-oktober-1985-ausgrabungsprotokoll-122","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=420","title":{"rendered":"Stubaital, Juli \u2013 Oktober 1985, Ausgrabungsprotokoll 12\/2"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Texturale Analyse der Oberfl\u00e4che des keramoiden Funds Nummer 2, Juli 1985, Fundort:\u00a0 Grabungsstelle Stubaital:<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die \u00e4ussere Gesamtform dieses Fundst\u00fccks zeigt in seiner rekonstruierten Fassung eine tellerartige Grundgestaltung, wobei die mittlere, schalenhafte W\u00f6lbung hierbei nach oben zeigt und keine Deckelung oder Abschlussfl\u00e4che aufweist.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Diese mittlere W\u00f6lbung verj\u00fcngt sich nach oben und misst eine H\u00f6he von 29 mm, gemessen vom oberen, unfarbglasierten Rand des Fundst\u00fccks zur fl\u00e4chig aufliegenden Gesamtrundung.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/stubi_aschenbecher_2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-421\" alt=\"stubaital 1985, keramoider fund 2, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/stubi_aschenbecher_2-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Dieser keramoide Fund 2 weist einen Aussendurchmesser des gestalterischen Grundkreises von 102 mm auf. Das tellerartige Flachrandst\u00fcck, welches das Fundst\u00fcck rundum umgibt, hat eine durchschnittlich Breite zwischen 19 mm und 21 mm. Diese Unterschiedlichkeit erscheint material- und verarbeitungsm\u00e4ssig bedingt, zumal an mehreren Messpunkten ein deutlich in seiner St\u00e4rke variierender Glasurauftrag erfolgt ist, welcher sich besonders in den geplanten Materialknickkanten zu einer in der Lufttrocknungsphase nach dem Glasurauftrag (der auf Grund der ausgesparten Farbglasurteile nicht im Tauchverfahren erfolgte) wesentlichen Anh\u00e4ufung und somit starkschichtigen Materialquantitierung manifestierte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die durchschnittliche Wandst\u00e4rke dieses keramoiden Fundes betr\u00e4gt 3,5 bis 4,5 mm und kann auf Grund der Regelm\u00e4ssigkeit der Materialformung als auch der Materialdicke als ein Erzeugnis auf einer Art von T\u00f6pferscheibe hergestellt (wie auch bereits \u201ekeramoider Fund 1, Team Stubaital\u201c) betrachtet werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die chemischen Materialanalysen best\u00e4tigten die Ergebnisse vom keramoiden Fund 1 (Team Stubaital) und sind sowohl von ihrer Aussagekraft her als auch in ihrer chemischen Zusammensetzung gleichlautend. Es gilt daher die Annahme als \u00e4usserst wahrscheinlich, dass es sich bei diesen beiden Fundst\u00fccken um zwei zusammengeh\u00f6rende Teile eines Ganzen handelt (sofern nicht noch weitere, bisher unbekannte, dazugeh\u00f6rende Teile auftauchen), die zueinander in einem direkten Bezug der Verwendbarkeit als auch der Nutzung standen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die nach oben offene Form dieses zweiten keramoiden Fundst\u00fcckes weist einen Innendurchmesser von 52,5 mm auf und auch hier ist die plan abgeflachte Materialkante (St\u00e4rke 4 mm) lediglich schmuckhaft mit dem Glasurfestigungsbrand (weiss) versehen und wurde bei den beiden weiteren Glasurbr\u00e4nden von jeglicher Farbgestaltung ausgenommen (womit auch die h\u00e4ndische Bearbeitung mittels Pinsel oder B\u00fcrsten beim Glasurauftrag folgerichtig vorgenommen werden musste).<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Farbgebung des letzten Glasurbrandes erfolgte mit einer Mischung aus Ocker- und Rott\u00f6nen, die durch den Brandprozess zu einem emailhaften Orangeton verschmolzen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Auch bei diesem Objekt fehlt jeder Hinweis auf den Ort der Herstellung und es konnten auch mit Hilfe des digitalisierten Bildgebungsverfahrens keine wie immer gearteten Herkunftsbezeichnungen (Symbole, Ritzungen, Stampiglien) nachgewiesen werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">In der Unteransicht (?) \u2013 der sich verj\u00fcngende Teil des Fundes wird dabei als Basis betrachtet \u2013 tritt eine deutliche Formengebung am kreisrunden Rand zu Tage welche aus drei sich wiederholdenden halbrunden Einkerbungen bestehen, die eine Breite von 9,95 mm bis 10,00 mm aufweisen und im (nahezu) rechten Winkel zum Rand selbst verlaufen. Es erscheint stimmig, diese Einkerbungen als geplante Vorrichtung zum Ablauf von Fl\u00fcssigkeiten (Wasser) zu betrachten, um so mehr, als dass der bewusst ausgesparte, weisse Rand des schmaleren Innenkreises der sich verj\u00fcngenden Form nur dann seine \u00e4sthetische Funktion wahren kann, wenn die Form insgesamt derart ausgerichtet ist, dass dieser Rand nach oben, in Richtung des Betrachters zeigt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Der Durchmesser des inneren Kreises des umgebenden und von den drei halbrunden Einkerbungen stilistisch unterbrochenen Randkreises betr\u00e4gt 74,8 mm im Durchschnitt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Texturale Analyse der Oberfl\u00e4che des keramoiden Funds Nummer 2, Juli 1985, Fundort:\u00a0 Grabungsstelle Stubaital: Die&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/420"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=420"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/420\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":423,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/420\/revisions\/423"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}