{"id":494,"date":"2013-09-11T14:32:06","date_gmt":"2013-09-11T12:32:06","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=494"},"modified":"2013-09-11T14:32:06","modified_gmt":"2013-09-11T12:32:06","slug":"lechtal-juli-september-1992-ausgrabungsprotokoll-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=494","title":{"rendered":"Lechtal, Juli \u2013 September 1992, Ausgrabungsprotokoll 4"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die erste dieser Erkundungswanderungen wurde von Dr. Arkadasch und vieren seiner Doktoransinnen und Doktoranden im Juli 1987 begonnen. Dabei wurde zuerst das notwendige wissenschaftliche Equipment f\u00fcr die arteologischen Anamnesen am Arteologischen Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir Forschungstauglich in metallene Kisten verpackt und anschliessend im Privatkraftfahrzeug von Dr. Arkadasch verstaut. Die Erkundungstruppe traf sich am 28. Juni 1987 am F\u00e4hrhafen von Istanbul, buchte aus finanziellen Gr\u00fcnden Deckpassage auf dem F\u00e4hrschiff Kemal I und erreichte nach einer problemlosen Dreitages-Passage am Abend des 31. Juli 1987 Genua. Von dort reiste Dr. Arkadasch mit seinem Pkw nach Landeck in Nordtirol und wartete hier in der Jugendherberge auf die Ankunft seiner Begleiter, welche per Bahn und Bus aus Genua anreisten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/karte3.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-496\" alt=\"karte wanderung 1 und 2, 1987, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/karte3-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Diese erste Wanderung sollte von Landeck aus beginnend, dem Inn folgend bis kurz vor der Ortschaft Prutz gehen, um dann in das Kaunertal abzuschwenken und dort \u00fcber die Weiler Kauns, Nufels, Feichten \u00fcber Rodelswald bis zum Gepatschstausee und anschliessend westw\u00e4rts das Tal des Fissladbaches zu erkunden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Diese eineinhalb Tage n\u00fctzte Dr. Arkadasch um sich pers\u00f6nlich vor Ort \u00fcber die Reisebedingungen und Unterk\u00fcnfte zu erkundigen, welche er bisher nur fernschriftlich, brieflich oder per Telefon avisiert hatte. Mit seinem Pkw fuhr er deshalb \u2013 soweit dies routenm\u00e4ssig machbar war \u2013 die zu erkundende Strecke ab und nahm mit den zust\u00e4ndigen Herbergsm\u00fcttern und- v\u00e4tern pers\u00f6nlichen Kontakt auf. Gleichzeitig hinterlegte er an den Herbergspl\u00e4tzen sperriges Reisegep\u00e4ck sowie diverses wissenschaftliches Gebrauchsmaterial (Fotofilme, Literatur, Wanderkarten, Schreibmaterial etc.) um das eigentliche Erkunden per pedes so effizient wie m\u00f6glich f\u00fcr die Gruppe bewerkstelligbar zu machen. Ein erster Reiseeindruck der eingeborenen Bev\u00f6lkerung liess Dr. Arkadasch auf einen eklatanten Jodmangel in der Ern\u00e4hrung der Menschen dieser Talschaft schliessen, da er ein h\u00e4ufiges Auftreten von Struma, einer tastbaren, sichtbaren oder messbaren Vergr\u00f6sserung der Schilddr\u00fcse, bemerkte. Bei weiteren diesbez\u00fcglichen Beobachtungen stellte Dr. Arkadasch zudem fest, dass in prozentuellem Ausmasse gesehen eine hohe intellektuelle Minderbeschaffenheit innerhalb der indigenen V\u00f6lkerschaft dieses Tales manifest ist, welche einen prim\u00e4ren Mangel an Jod als untergeordnete Symptomatik diagnostiziert, w\u00e4hrend die theoretische Wahrscheinlichkeit von inzesti\u00f6sem Paarungsverhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit indiziert erscheint. Dies dr\u00fcckte sich auch in einer Art verhaltenem Balzritual aus, welches insbesondere von weiblichen Eingeborenen ab der Altersstufe von plus\/minus vierzig Lebensjahren h\u00e4ufig gegen\u00fcber talfremden Personen zu beobachten ist. Selbst die andernorts regelm\u00e4ssig auftretende Scheu oder gar Inakzeptanz von fremdsprachigen und\/oder einem anderen Kulturkreis angeh\u00f6renden m\u00e4nnlichen Personen ist hier in relativ hohem Ausmasse bei derartigen weiblichen Personen nicht feststellbar. Umgekehrt ist dieses Ablehnungsverhalten jedoch bei allen m\u00e4nnlichen Personen ab dem 14en Lebensjahr sehr stark ausgepr\u00e4gt, so dass lediglich eine reine monet\u00e4re Beziehung m\u00f6glich scheint, die lediglich in Ans\u00e4tzen noch Reste der Traditionen der Gastfreundschaft beinhaltet, im \u00fcberwiegenden Ausmass jedoch als extrem touristisch definiert werden muss.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Daraus folgte, dass Dr. Arkadasch seinen wissenschaftlichen Begleitern einen rigiden Verhaltenskodex im Umgang mit der eingeborenen Bev\u00f6lkerung auferlegte, um so m\u00f6glichst reibungslos die arteologischen Erkundungen durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen. Interessant in diesem Zusammenhang erscheint auch die Tatsache, dass ein derartiges Verhalten der eingeborenen Bev\u00f6lkerung zwar auch im Gebiet des Inntals, des Wipp- und Stbaitales zu beobachten war, die Ausformung dieser Erscheinungen jedoch nicht in einer fast schon als feindselig wirkenden Skepsis zu Tage trat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste dieser Erkundungswanderungen wurde von Dr. Arkadasch und vieren seiner Doktoransinnen und Doktoranden im&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/494"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=494"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/494\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":497,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/494\/revisions\/497"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=494"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=494"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=494"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}