{"id":512,"date":"2013-09-18T13:49:28","date_gmt":"2013-09-18T11:49:28","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=512"},"modified":"2013-09-18T13:49:28","modified_gmt":"2013-09-18T11:49:28","slug":"lechtal-juli-september-1992-ausgrabungsprotokoll-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=512","title":{"rendered":"Lechtal, Juli \u2013 September 1992, Ausgrabungsprotokoll 7"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Gleichwohl jedes wissenschaftliche Engagement von der intrinsischen Motivation der aller Beteiligten abh\u00e4ngt, bedarf es dennoch einer gewissen Infrastruktur an Materialien, Personal und auch monet\u00e4ren Ressourcen, um \u00fcber den dilettantischen Zustand einer reinen Freizeitbesch\u00e4ftigung f\u00fcr wenige Interessierte hinaus zu gelangen um tats\u00e4chlich nachhaltige und verifizierbare wissenschaftliche Ergebnisse zu erhalten. Ein gezieltes Erkunden und Vorbereiten einer jeden Expedition ist das Um und Auf einer ergebnisorientierten und aufwandsentsprechenden Arbeit vor Ort. Dass hierbei Schwerpunkte in Hinsicht auf Fundrelevanz, politische Sicherheiten, zeitliche Vorgaben und\/oder gesellschaftspolitische Besonderheiten genommen werden m\u00fcssen, erschwert generell jede Form von wissenschaftlicher und damit m\u00f6glichst wertneutraler Vorbereitung. Dennoch ist es \u00fcberwiegend dem eigenverantwortlichen Erkunden von Dr. Arkadasch gut zu schreiben, dass er es in seiner Freizeit schaffte mit einer Truppe von begeisterten Studierenden und der einen oder dem anderen Kollegen aus dem wissenschaftlichen Umfeld die westlichen Talschaften Nordtirols fussl\u00e4ufig im Hinblick auf arteologische Relevanz zu erkunden, zu kartographieren und die dabei verorteten m\u00f6glichen Grabungsstellen in einer nach Dringlichkeit geordneten Liste zu erfassen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Wie bereits im Ausgrabungsprotokoll 6, Lechtal, beschrieben, wurde dabei die arteologische Beforschung der lechtaler Flussauenlandschaft an erste Stelle gereiht, um so eventuellen r\u00e4umlichen Grosseingriffen in Form von Flussbegradigungen und Flurbereinigungen zuvor zu kommen. Es ist von h\u00f6chster Wichtigkeit bei derartigen wissenschaftlichen Vorarbeiten relevante Informationen f\u00fcr die betreffenden Gebiete zu erhalten. Neben den \u00f6ffentlichen, administrativen Stellen ist es unabdingbar notwendig, einheimische Fachkr\u00e4fte und Partner vor Ort zu finden, welche aus \u00dcberzeugung und wissenschaftlichem Impetus bereit sind, sich nachhaltig in den Dienst der arteologischen Zielsetzungen zu stellen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/lechi_08_92-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-513\" alt=\"herwig angerer, lechtal 1992, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/lechi_08_92-1-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Ein grosses Danke gilt an dieser Stelle dem Fotografenmeister Herrn Herwig Angerer, welcher nicht nur \u00fcber bemerkenswerte historische und auch lokal verwertbare Informationen und unskribierte Best\u00e4nde oraler \u00dcberlieferung verf\u00fcgt, sondern sich auch im pictoralen Katalogisieren der Fundst\u00fccke und Artefakte \u00e4usserst verdient gemacht hat. Zudem ist Herr Angerer ein begnadeter Aquarellieur, der in guter alter Manier zahlreiche Fundst\u00fccke auf diesem Weg zus\u00e4tzlich in Form von beschrifteten Anschauungstafeln fertigte, welche leider bei einer Katastrophen\u00fcbung der Tunnelfeuerwehr im Roppener-Tunnel einem veritablen Wasserschaden unwiederbringlich zum Opfer fielen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Ende 1991 gelang es schliesslich auf Grund der bisherigen Vorarbeiten sowohl das Forschungsministerium in Ankara als auch die Leitung des Arteologischen Instituts der Freien Universit\u00e4t Izmir von der Sinnhaftigekti einer weiteren arteologischen Expedition nach Nordtirol, respektive ins dortige \u201eLechtal\u201c zu \u00fcberzeugen. Durch diplomatische F\u00fcrsprache an h\u00f6chsten Stellen konnte nach monatelangem Zuwarten auch die Erlaubnis f\u00fcr eine derartige Expedition von den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden in Wien (Bundeshauptstadt \u00d6sterreichs) und den administrativ verantwortlichen Stellen in Innsbruck (f\u00f6derale Verwaltungsstellen der Provinz\/des Bundeslandes Tirol) eingeholt werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Das Arteologische Institut der Freien Universit\u00e4t Izmir \u00fcbertrug die Leitung dieser Expedition wiederum den erfahrenen H\u00e4nden von Dr. Arkadasch Dag, der innert weniger Wochen eine Mannschaft aus grossteil bew\u00e4hrten wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studierenden zusammenstellte und auch die Etatisierung mit monet\u00e4ren Mitteln und Sachg\u00fctern unter Dach und Fach brachte. Die Expedition selbst wurde vor Ort von Herrn Herwig Angerer logistisch geplant und betreut, sodass mit Ende Juni 1992 die Expeditionsmannschaft sich im F\u00e4hrhafen von Istanbul zur \u201eVierten arteologischen Expedition nach Nordtirol\/\u00d6sterreich\u201c einschiffen konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleichwohl jedes wissenschaftliche Engagement von der intrinsischen Motivation der aller Beteiligten abh\u00e4ngt, bedarf es dennoch&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/512"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=512"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/512\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":514,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/512\/revisions\/514"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=512"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=512"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=512"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}