{"id":604,"date":"2013-12-26T21:54:39","date_gmt":"2013-12-26T19:54:39","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=604"},"modified":"2013-12-26T21:54:39","modified_gmt":"2013-12-26T19:54:39","slug":"lechtal-juli-september-1992-ausgrabungsprotokoll-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=604","title":{"rendered":"Lechtal, Juli \u2013 September 1992, Ausgrabungsprotokoll 22"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Bereits mit der Erstfindung des humanoiden Fundst\u00fcckes durch <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Herrn Herwig Angerer<\/i> wurde sofort unser heimischer Expeditionsarzt <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Armin Lengauer<\/i> telefonisch kontaktiert um noch in der Nacht der Bergung aus der Fundhand eine Gewebeprobe zu entnehmen und, verpackt unter den \u00fcblichen Laborbedingungen an das <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Pathologisch-forensische Institut der Universit\u00e4t Moskau<\/i> zu schicken. W\u00e4hrend auch die bisherigen drei humanoiden Funde in Nordtirol \u00e4usserst interessante und vom Arteologischen her betrachtet aufschlussreiche Erkenntnisse im Bezug auf die arteologische Entwicklung des nordtiroler Siedlungsraumes zeitigten, versprach dieser Fund im Lechtal auf Grund seiner geradezu sensationell erhaltenen organischen Strukturen und den neuen M\u00f6glichkeiten der gentechnologischen Auswertungen vollkommen neue Hinweise auf die Genealogie der einheimischen Bev\u00f6lkerung und ihres Werdegangs in arteologischer Hinsicht.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/lechi_08_92-9.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-605\" alt=\"humanoider fund, lechtal, 1992, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/lechi_08_92-9-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Dr. Lengauer entnahm am sauber abgetrennten Handstumpf dieser rechten Hand drei Gewebsproben, wobei er bewusst darauf achtete immer auch partiell einen Hautanteil mit heraus zu schneiden, da die Wahrscheinlichkeit auf auswertbare DNS in den unteren Hautschichten am gr\u00f6ssten ist. Die etwa fingernagel grossen Gewebest\u00fccke wurden in fl\u00fcssigem Stickstoff eingefroren und mittels thermogesicherter Transportbeh\u00e4ltnisse an Frau <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Olga Suskova<\/i> vom <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Pathologisch-forensischen Institut der Universit\u00e4t Moskau<\/i> per botschaftseigenem Kurierdienst gesandt. Den Kontakt hiezu verdankt das Forschungsteam Dr. Armin Lengauer, der neben seiner T\u00e4tigkeit als Expeditionsarzt und Allgemeinmediziner auch noch ein begnadeter Jazzsaxophonist ist und im Zuge dessen bereits mehrmals in der Eremitage auftrat. Bei einem dieser Konzerte lernte er die Pathologin Dr. Suskova kennen, die seit 1989 die Leitung des Pathologisch-forensischen Instituts der Universit\u00e4t Moskau inne hat. Auf Anfrage erkl\u00e4rte sie sich umgehend bereit, den humanoiden Fund der Grabungsstelle \u201eLechtal\u201c einer ersten forensischen Analyse zu unterziehen und dem Expeditionsteam per Telefax die ersten Befunde ergebnisnah zu \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Bereits am 11. August 1992 \u00fcbersandte Frau Dr. Suskova einen ersten Analysebericht, bestehend aus acht maschingeschriebenen Seiten. Ihre Analyse bezieht sich dabei auf die Hautgewebe der drei Proben, welche alle drei unabh\u00e4ngig voneinander getestet zu den gleichen Ergebnissen f\u00fchrten. Gleichwohl in der obersten Hautschicht, der Epidermis, logischerweise keinerlei verwertbare DNS-Spuren mehr vorhanden waren, konnte sie feststellen, dass es ich bei dem Inhaber dieser rechten Hand um eine m\u00e4nnliche Person gehandelt haben muss, von weisser Hautfarbe, mit einem Alter von 34 Jahren, plus\/minus f\u00fcnf Jahre. Im <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Stratum granulosum<\/i> oder der K\u00f6rnerzellschicht der Epidermis stiess Frau Dr. Suskova auf strukturelle Besonderheiten, die eindeutig auf starke manuelle T\u00e4tigkeiten in\/an der frischen Luft \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweisen. Die Frage ob es sich bei der Person um einen agrarisch t\u00e4tigen Menschen, oder aber um einen vornehmlich im Freien arbeitenden Handwerker gehandelt hat, kann noch nicht abschliessend beurteilt werden. Die wahrlich interessanten Erkenntnisse brachte die Untersuchung der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Subcutis<\/i>, der Unterhaut. Sie besteht aus lockerem Bindegewebe, in das wie kleine Kissen Fettpolster eingelagert sind. Durchzogen wird das Bindegewebe von Ausl\u00e4ufern der festen Fasern der Lederhaut. Diese Fasern sind fest mit der unter der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Subcutis<\/i> liegenden <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">K\u00f6rperfaszie<\/i> verbunden. So haben sie die Funktion von Halteb\u00e4ndern, die die Haut mit dem darunterliegenden Gewebe verbinden. Je nachdem, wie stark diese Halteb\u00e4nder entwickelt sind, l\u00e4sst sich die Haut auf ihrer &#8220;Unterlage&#8221; verschieben, z. B. auf dem Handr\u00fccken. Daran schliesst sich die <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">K\u00f6rperfaszie<\/i> an, welche aus festen Kollagenfasern besteht. In diesem Bereich konnte <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Frau Dr. Suskova<\/i> Teile der DNS extrahieren und spektrographital analysieren. Das Ergebnis zeitigt eindeutig, dass die urspr\u00fcnglich genealogische Herkunft dieser Person dem mitteldeutschen Raum zuordenbar ist, wobei festgestellt werden muss, dass mindestens acht Generationen dieser transitalen Migration zugrunde liegen. Im gegengleichen Verfahren mit dem Genpool der derzeitigen lokalen eingeborenen Bev\u00f6lkerung ergibt sich eine 98 % ige \u00dcbereinstimmung, sodass einwandfrei feststeht, dass die Bev\u00f6lkerung des Ausserferns (\u201eLechtal\u201c) ihre Wurzeln weder im bajuwarischen, noch im illyrischen, geschweige denn gar s\u00fcdeurop\u00e4ischen Stammesbereich hat. Der \u201eLechtaler\u201c steht somit in keiner genetischen Verwandtschaft mit der restlichen Bev\u00f6lkerung Nordtirols, sondern ist ob seines Ursprungs mit den <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Aduatukern<\/i> genetisch verbunden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bereits mit der Erstfindung des humanoiden Fundst\u00fcckes durch Herrn Herwig Angerer wurde sofort unser heimischer&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/604"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=604"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/604\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":606,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/604\/revisions\/606"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=604"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=604"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=604"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}