{"id":649,"date":"2014-01-29T22:52:44","date_gmt":"2014-01-29T20:52:44","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=649"},"modified":"2014-01-29T22:52:44","modified_gmt":"2014-01-29T20:52:44","slug":"arteologische-kontextbefundung-der-fundrelevanten-grabungsergebnisse-der-grabungsstelle-lechtal-team-lechtal-bearbeitungsstatus-oktober-1992","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=649","title":{"rendered":"Arteologische Kontextbefundung der fundrelevanten Grabungsergebnisse der Grabungsstelle \u201eLechtal\u201c, Team \u201eLechtal\u201c; Bearbeitungsstatus: Oktober 1992."},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><b style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"font-size: 14.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt;\">Arteologische Kontextbefundung der fundrelevanten Grabungsergebnisse der Grabungsstelle \u201eLechtal\u201c, Team \u201eLechtal\u201c; Bearbeitungsstatus: Oktober 1992.<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\">\u00a0<a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/bibliothek.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-651\" alt=\"dr. arkadsch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/bibliothek-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpFirst\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 21.3pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; text-indent: -21.3pt; line-height: 115%; mso-list: l2 level1 lfo1;\"><b style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">1.<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span><\/b><b style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Prim\u00e4re Gesamtsichtung der inhumanoiden Artefakte in Bezug auf besiedlungstechnische und habitatsimmanente arteologische Strukturen<\/b>:<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpMiddle\" style=\"margin-bottom: 10.0pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; line-height: 115%;\">\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpMiddle\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 21.3pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; line-height: 115%;\">Die Funde der Grabungsstelle \u201eLechtal\u201c lassen sich in drei Kategorien einteilen:<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpMiddle\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 21.3pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; line-height: 115%;\">\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpMiddle\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 71.5pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; text-indent: -18.0pt; line-height: 115%; mso-list: l0 level1 lfo2;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">1)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>metallene Miniaturen<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpMiddle\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 71.5pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; text-indent: -18.0pt; line-height: 115%; mso-list: l0 level1 lfo2;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">2)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>rituelle, habitatsimmanente architektonische Fragmente, und:<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpLast\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 71.5pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; text-indent: -18.0pt; line-height: 115%; mso-list: l0 level1 lfo2;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">3)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>humanoide Funde<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 21.3pt; text-align: justify;\">ad 1) Die Besonderheit der Grabungsstelle \u201eLechtal\u201c liegt in ihrer speziellen Bedeutung als Kreuzungspunkt von zwei Handelswegen \u2013 wobei der Handelsweg in Richtung S\u00fcdwesten, also dem Flusslauf folgend hin zu seinem Quellgebiet, wohl als der bescheidenste Teil dieser Routen zu nennen ist, da er im Grunde genommen lediglich dem t\u00e4glichen Gesch\u00e4ft der Viehz\u00fcchterei sowie den wenigen okonomisch bedingten Wanderzw\u00e4ngen der taleinw\u00e4rts hausenden Bev\u00f6lkerungsteile diente. Es gibt bisher keinerlei Hinweise, dass tats\u00e4chlich ein regelm\u00e4ssiger Austausch \u00fcber das Gebiet des heutigen Grosshansenwaldes und des Krumbachs, ein kleiner Seitenarm des Flusses Lechs, der ab seiner Einm\u00fcndung in den Fluss Lech f\u00fcr mehrere hundert Meter bachaufw\u00e4rts die Grenze zwischen den Bundesl\u00e4ndern (Distrikten) Nordtirol (im Osten) und Vorarlberg (im Westen) bildet, stattgefunden hat. Von einer tats\u00e4chlich relevanten insistalen Koinzidenz kann wohl erst im Laufe des sp\u00e4ten 19. Jahrhunderts, bzw. den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gesprochen werden, als mit der Errichtung einer wenigstens teilweise winterfesten Verkehrsstrasse eine regelm\u00e4ssig begeh- und befahrbare Verbindung zwischen dem nordtiroler Lechtal und den vorarlbergerischen, angrenzenden Gemeinden geschaffen wurde. Vom arteologischen Standpunkt aus betrachtet, ist es dieses Gebiet durchaus Wert einer sp\u00e4teren, eingehenden Beforschung durch lokale wissenschaftliche Kr\u00e4fte unterzogen zu werden. Zur Zeit kann lediglich spekuliert werden, an welchem Flussufer dieser lokal durchaus wichtige Weg\/Pfad seine unbefestigte Trassierung hatte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 21.3pt; text-align: justify;\">An der Grabungsstelle \u201eLechtal\u201c verbinden sich somit drei gleichwertige, \u00fcberregionale Handels- und Verkehrsrouten, sowie eine untergeordnete Verkehrszubindung von lokaler Bedeutung. Dies zeigt sich auch sehr deutlich in der artifiziellen Ausarbeitung des rituellen Fundes am Furteingang. So steht f\u00fcr jeden einzelnen Handelsweg \u2013 einmal \u00fcber das Hahntennjoch nach Imst\/Inntal, einmal von der Gemeinde Elmen zum Hauptort des Ausserferns Reutte und einmal in die umgekehrte Richtung \u2013 ein Cult-Object in nahezu identer metallener Ausarbeitung. Auch wenn die Analyse eindeutig belegt, dass hierbei keinerlei origin\u00e4re Gestaltungsmerkmale in Bezug auf kreative Intention zu vermerken sind, so muss dennoch der rigide handwerkliche Ansatz in der Bearbeitung dieser metallenen Miniaturen hervorgehoben werden. Die Verarbeitung dieser metallenen Miniaturen erfolgte manuell und weist grosse \u00c4hnlichkeiten mit verschiedenen Funden im s\u00fcddeutschen Raum auf. Sowohl die Spuren der verwendeten Werkzeuge ganz allgemein, als auch die ausf\u00fchrende handwerkliche Technik belegen die starke Beeinflussung der sesshaften oder halbnomadischen Bev\u00f6lkerung jener Zeit durch transistalen und zumindest \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum andauernden Austausch mit Clans und Gruppen aus dem s\u00fcddeutschen Raum. Hingegen konnten keinerlei signifikante Parallelit\u00e4ten mit Fertigungstechniken, wie sie etwa im vorarlbergerischen oder helvetischen Raum vorzufinden sind, festgestellt werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 21.3pt; text-align: justify;\">ad 2) Die an der Fundstelle \u201eFurt\u201c im Lechtal vorgefundene Kultnische ist eindeutig als vorchristlich und damit hocharteologisch befundet. Es sind hier bereits Elemente eines volksnahen, religi\u00f6sen Ritualverhaltens feststellbar, andererseits wurde jedoch der Schritt zu einer stelenhaften Gesamtdarstellung, noch nicht vollzogen. Die Kultnische bleibt in ihrer Grundform nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet, beschreibt in ihrer Vergeschichtlichung rituelle Zielsetzungen \u2013 wie etwa den Wunsch nach einer sicheren und unfallfreien \u00dcberquerung des Flusslaufes, bleibt aber gleichzeitig terrestrisch verbunden. Die Kultnische selbst wurde schlicht gestaltet. Sie misst in ihrer ausgegrabenen und vorgefundenen Gesamtl\u00e4nge etwa 33 cm, d\u00fcrfte jedoch insgesamt etwa einen halben Meter betragen, die nur mehr in einem Eck die urspr\u00fcngliche Trockenmauerung vorhanden ist. Die H\u00f6he von 16 cm erscheint insoweit stimmig, als von einer h\u00f6lzernen \u00dcberdachung auszugehen ist; dies ist aus einer k\u00fcnstlich hergestellten Einkerbung zur Aufnahme von Tragebalken an einem Simsstein ablesbar. Sowohl der Boden als auch die in Trockenbauweise hergestellten W\u00e4nde wurden aus heimischem Kalkstein gefertigt. Der ausgegrabene Boden besteht aus zw\u00f6lf etwa handfl\u00e4chengrossen, flachen Kalkkieseln, welche nahezu fugenlos ineinander verlegt wurden. Der Untergrund wurde mit groben Sanden sedimentfrei vorbereitet, um so jedes Oberfl\u00e4chenwasser rasch und nachhaltig der Versickerung zuzuf\u00fchren. Die W\u00e4nde des ausgegrabenen Ecks sind frei tragend in Trockenbauweise auf die Grundfl\u00e4che selbsttragend aufgeschichtet, wobei die untere Kantenf\u00fchrung durch ein mehrere Zentimeter den Mauerrand \u00fcberragendes Fundament dauerhaft gest\u00fctzt werden. Die Sorgsamkeit der Errichtung weist in ihrer statischen Ausf\u00fchrung polygonale Ans\u00e4tze auf, welche s\u00e4mtliche Druck-und Zugkr\u00e4fte der Mauerkonstruktion aber auch des dar\u00fcber befindlichen Dachstuhls seitw\u00e4rts in die Fundamente leitete. Diese Mauertechnik ist im gesamten Bereich der Ostalpen verbreitet und kann nicht spezifisch verortet werden. Umgekehrt jedoch verweisen s\u00e4mtliche s\u00e4kularen Bauten dieser Zeit weder die Sorgsamkeit noch das handwerkliche Geschick dieser rituellen Bauten auf, so dass davon ausgegangen werden muss, dass f\u00fcr die Errichtung und Gestaltung dieser rituellen Bauwerke auf nichteinheimische Spezialisten zur\u00fcck gegriffen wurde. Diese Vorgangsweise belegt die artifizielle Bescheidenheit der eingeborenen Bev\u00f6lkerung vor Ort und f\u00fchrt zur Schlussfolgerung, dass die \u00f6rtlichen Eliten bewusst auf ausw\u00e4rtiges Wissen und auswertige technische Errungenschaften zur\u00fcckgriffen, um so den eigenen Anspruch der legitimen Herrschaft im Einvernehmen mit der spirituellen Priesterschaft zu untermauern.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 21.3pt; text-align: justify;\">\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-left: 21.3pt; text-align: justify;\">\n<p class=\"MsoListParagraph\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 21.3pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; text-indent: -21.3pt; line-height: 115%; mso-list: l2 level1 lfo1;\"><b style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">2.<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span><\/b><b style=\"mso-bidi-font-weight: normal;\">Arteologische Befundung des humanoiden Fundes der Grabung \u201eLechtal\u201c:<\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 21.3pt; text-align: justify; line-height: 115%;\">Die Entdeckung, Sicherung und fachgerechte Bergung der rechten, maskulinen Hand im Nahbereich der Kultnische erg\u00e4nzt in ihren analytischen Ergebnissen die arteologische Kontextbefundung der nichthumanoiden Funde. Gerade weil davon auszugehen ist, dass an einem derart relevanten Kreuzungspunkt von Handels- und Verkehrswegen, der zudem durch seine den Fluss Lech \u00fcberquerende Furt von grosser \u00f6konomischer und strategischer Bedeutung ist, eine st\u00e4ndige Anwesenheit von Personal erforderlich war, ist es bemerkenswert, dass weder Restfundamente von Geb\u00e4uden, noch artifizielle Fundungen von allt\u00e4glichen Gebrauchsgegenst\u00e4nden entdeckt wurden. Die Annahme, dass derartige Geb\u00e4ude lediglich aus Holz errichtet wurden, um so der st\u00e4ndig drohenden Gefahr durch Hochw\u00e4sser besser entgegentreten zu k\u00f6nnen bleibt vorerst Theorie. Gleichwohl ist der stufenf\u00f6rmige in terassenhaft angelegte Furteingang nachweisbar, ebenso die Kultnische in ihrer Trockenmauerbauweise aus lokalem Kalkstein. Dies erscheint bedingt durch die \u00f6konomische und strategische Bedeutung der Furt und wird zudem durch die rituelle Aufwertung mit einer Kultnische spirituell manifestiert. So wird zwar der strategische Wert durch die baulichen Massnahmen am Furteingang sichergestellt, insgesamt jedoch bildet der kultische Rahmen jenes \u00fcberregionale Machtzentrum, welches aufgrund seiner rituellen Infrastruktur den vergesellschafteten Wert und Zusammenhalt der Gemeinschaft garantiert. Dies wird durch folgende Fakten nachhaltig belegt:<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpFirst\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 39.3pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; text-indent: -18.0pt; line-height: 115%; mso-list: l1 level1 lfo3;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">a)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Die sorgsame Mumifizierung dieser rechten, maskulinen Hand weist keinerlei Spuren von handwerklicher Verwendung und Nutzung auf. Die schwielenlose Hand ist feingliedrig und zeigt in ihrer Form eine Spreizung welche sich insgesamt zu einer gebenden Geste vereinigt.<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpMiddle\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 39.9pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; text-indent: -18.6pt; line-height: 115%; mso-list: l1 level1 lfo3;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">b)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Die f\u00fcr die Mumifizierung verwendeten Materialien waren f\u00fcr damalige Zeit mit einem hohen Kostenaufwand verbunden, welcher lediglich f\u00fcr die obersten Vertreter der spirituellen Eliten Verwendung fanden. Die Einheit aus Kultnische, Cult-objecten (Triptychon) und mumifizierter Hand belegt den Status der spirituellen Bedeutung dieser Furtstelle zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpLast\" style=\"margin-top: 0cm; margin-right: 0cm; margin-bottom: 10.0pt; margin-left: 39.9pt; mso-add-space: auto; text-align: justify; text-indent: -18.6pt; line-height: 115%; mso-list: l1 level1 lfo3;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">c)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Die Notwendigkeit der Verwendung von ausw\u00e4rtigen Fertigungstechniken und posthumen Erhaltungsmassnahmen belegt die Abh\u00e4ngigkeit der eingeborenen Bev\u00f6lkerung (mitsamt ihren administrativen Eliten). Es gibt keinerlei Hinweise auf eine milit\u00e4rische oder sonstige, gewaltsame Inbesitznahme dieses Gebietes zur besagten Zeit. Vielmehr ist davon auszugehen, dass die eingeborene Bev\u00f6lkerung in ihrer latenten Unterw\u00fcrfigkeit freiwillig einen \u00fcbergeordneten Herrschaftsanspruch akzeptierte, um dergestalt ein weitestgehend befriedetes und sicheres Dasein fristen zu k\u00f6nnen. Das eigentliche Herrschaftszentrum f\u00fcr diesen Bereich Nordtirols ist daher im s\u00fcddeutschen Raum verortbar. Dieser transale Austausch kann heute noch genetisch nachgewiesen werden, da der \u00fcberwiegende Teil der ausserferner Bev\u00f6lkerung genetisch weit mehr mit den Allg\u00e4uern verwandt ist, als mit den restlichen Einwohnern Nordtirols.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Arteologische Kontextbefundung der fundrelevanten Grabungsergebnisse der Grabungsstelle \u201eLechtal\u201c, Team \u201eLechtal\u201c; Bearbeitungsstatus: Oktober 1992. \u00a0 1.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/649"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=649"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/649\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":652,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/649\/revisions\/652"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}