{"id":666,"date":"2014-03-03T22:21:40","date_gmt":"2014-03-03T20:21:40","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=666"},"modified":"2014-03-03T22:21:40","modified_gmt":"2014-03-03T20:21:40","slug":"kaunertal-mai-oktober-1997-ausgrabungsprotokoll-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=666","title":{"rendered":"Kaunertal, Mai &#8211; Oktober 1997, Ausgrabungsprotokoll 4"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Leider konnte das Expeditionsteam nicht auf Kontakte im Kaunertal zur\u00fcckgreifen, welche bei den beiden sommerlichen Erkundungswanderungen in den Jahren 1987 und 1988 vor Ort gekn\u00fcpft wurden. Zum einen bedingte der Zeitabstand von neun bzw. zehn Jahren eine entwicklungsbedingte Entfremdung und ausserdem konnten diese Kontakte nicht derart verfestigt oder gar intensiviert werden, dass sich daraus eine tragf\u00e4hige Kommunikationsbasis h\u00e4tte entwickeln k\u00f6nnen; zum anderen waren einige Kontaktpersonen zwischenzeitlich aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden ins Inntal oder gar noch weiter ausgewandert, oder hatten durch berufliche Unabk\u00f6mmlichkeit (insbesondere im Beherbergungs- und Seilbahnwesen) schlichtweg keine Zeit mehr um dem arteologischen Projekt mittelfristig zur Verf\u00fcgung zu stehen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Das Expeditionsteam um Dr. Arkadasch war somit ausschliesslich auf die seinerzeitigen Untersuchungen und die daraus resultierenden Analysen in Bezug auf die Bewertung der fundrelevanten Stellen im Kaunertal angewiesen. Hierbei ist besonders auf die Forschungsarbeit von Frau <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Janine Default<\/i> hinzuweisen, welche in ihrer Dissertation \u201e<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Die westlichen Seitent\u00e4ler Nordtirols und ihre Relevanz im Bezug auf arteologische und arch\u00e4ologische Vorkommen<\/i>\u201c sich eingehend mit der Fundproblematik in diesen Regionen auseinandersetzte. Als seinerzeitige Doktorandin nahm sie an allen fussl\u00e4ufigen Erkundungen im Nordtiroler Raum in den Sommermonaten der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts teil und stellte die dabei gewonnen Erkenntnisse in ihrer Doktorarbeit vergleichend und analysierend dar. Im Wesentlichen ergaben sich daraus zwei vorrangige Grabungsgebiete in der Talschaft Kaunertal, n\u00e4mlich einmal im Gebiet des Weilers Feichten, jenem topografischen Ort wo sich heutzutage die Kaunertaler Gletscherstrasse und das sich nach Osten hin erstreckende Kaunertal entlang des Verpeilbaches treffen und zum anderen eine im ersten Blick eher unscheinbare Stelle am Faggenbach, bevor sich das Tal zum Weiler Nufels hin verbreitert.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Noch vor Beginn der Grabungsexpedition einigte sich das Team darauf zuerst die Grabungsstelle vor Nufels eingehender zu untersuchen, da dies sowohl vom logistischen als auch organisatorischen Aufwand rationeller zu handhaben war und die generelle Fundwahrscheinlichkeit als ad\u00e4quat eingestuft wurde.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/geod_querriss.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-667\" alt=\"geodynamischer querriss, kaunertal 1997, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/geod_querriss-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Mittels Unterst\u00fctzung der t\u00fcrkischen Botschaft in Wien (Bundeshauptstadt \u00d6sterreichs) wurde bereits vorab nach einer geeigneten Unterkunft und einem entsprechenden Lagerplatz f\u00fcr die Expedition gesucht. Dankenswerter Weise wurde von der Gemeinde Prutz (administrativ Zust\u00e4ndig auch f\u00fcr den Weiler Nufels) das an die Volksschule Nufels angrenzende Grundst\u00fcck f\u00fcr die Expedition zur Verf\u00fcgung gestellt. Per Schiff und LKW wurde bereits im April 1997 die komplette Ausr\u00fcstung nach Nufels transportiert und unter der Aufsicht von Herrn Herwig Angerer, dem langj\u00e4hrigen Aquarellieur und Expeditionsfotografen aufgebaut und abgesichert. Zum ertsenmal erfolgte die Unterbringung der Expeditionsteilnehmer nicht in Baracken und Zelten, sondern in den umliegenden Privatzimmern und Beherbergungsbetrieben von Nufels. Diese Vorgangsweise stellte sich als grundlegend positiv im Zusammenleben mit der eingeborenen Bev\u00f6lkerung dar.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Der Weiler Nufels liegt auf einer Seeh\u00f6he von ca. 1.260 m\/M und ist \u00fcber die Kaunertal Landesstrasse erreichbar und liegt ungef\u00e4hr neun Kilometer von Prutz entfernt. Die Strasse f\u00fchrt durch ein bewaldetes, gebirgiges und enges Tal, welches sich wenige hundert Meter vor Nufels an einer Stelle verbreitert und somit einen direkten Zugang zum Faggenbach freigibt. Wenige Dutzend Meter nach dieser Stelle m\u00fcndet von links eine alte Wegtrassierung ein, die in weiterer Folge (neben einer neuen Trassierung) in Richtung Kaltenbrunn und Feltlinbach f\u00fchrt. Dieses Wegkreuz und besonders der davor liegende l\u00e4ngliche Platz (der nunmehr als Parkm\u00f6glichkeit f\u00fcr Kraftfahrzeuge dient) weist zahlreiche Kriterien arteologischer Relevanz aus, welche insgesamt das Team best\u00e4rkten, an dieser Stelle mit den Grabungsarbeiten zu beginnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leider konnte das Expeditionsteam nicht auf Kontakte im Kaunertal zur\u00fcckgreifen, welche bei den beiden sommerlichen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/666"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=666"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/666\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":668,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/666\/revisions\/668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=666"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=666"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=666"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}