{"id":673,"date":"2014-03-12T16:16:11","date_gmt":"2014-03-12T14:16:11","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=673"},"modified":"2014-03-14T11:25:07","modified_gmt":"2014-03-14T09:25:07","slug":"kaunertal-mai-oktober-1997-ausgrabungsprotokoll-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=673","title":{"rendered":"Kaunertal, Mai &#8211; Oktober 1997, Ausgrabungsprotokoll 6"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Der Direktor (Leiter) der Volksschule (Gesamtschule f\u00fcr die sechs bis zehnj\u00e4hrigen Kinder im koedukativen Bildungsrahmen) in Nufels unterst\u00fctzte die Expedition nach anf\u00e4nglicher Skepsis (schliesslich wurden auf Geheiss der Tiroler Landesregierung und der Gemeinde die Sanit\u00e4ranlagen der Volksschule dem Expeditionsteam untertags zur Verf\u00fcgung gestellt) mit grossem pers\u00f6nlichen Engagement. Nicht nur dass er die Arbeiten der Expedition \u2013 \u00fcber die Grabungsarbeiten vor Ort, die dazu notwendigen Vorarbeiten und die wissenschaftlichen Erstanalysen, Dokumentationen und Illustraierungen, bis hin zu den Erhaltungsmassnahmen betreffend die interne Struktur der Expedition \u2013 unterst\u00fctzte, sondern er versteht es auch, seinen Sch\u00fclern und Sch\u00fclerinnen die Sinnhaftigkeit der arteologischen Forschung insgesamt anschaulich n\u00e4her zu bringen und in diesen Kindern Freude und Neugier f\u00fcr Geschichte und Wissenschaft zu wecken. Immer wieder besuchte er mit der einen oder anderen Schulklasse die Grabungsstelle an der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Kaunertal Landesstrasse<\/i> und f\u00fchrte sogar eine Exkursion zum arteologischen Museum in <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Matrei am Brenner<\/i> durch, um so den Kindern m\u00f6glichst direkt einen nachhaltigen Bezug zur arteologischen Forschung zu vermitteln.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"> Gerade in dieser lokalen Kleinstrukturiertheit der umgebenden Soziet\u00e4t fungierten somit die Schulkinder als positive Multiplikatoren, wodurch so manche ansonsten dem Eigenverst\u00e4ndnis der nordtiroler und speziell auch der kaunertaler Bev\u00f6lkerung innewohnenden Ideosynchrasien abgeschw\u00e4cht bzw. in ein gedeihliches Miteinander \u00fcberf\u00fchrt werden konnten. Dazu trug nat\u00fcrlich auch die Unterbringung in diversen Privatzimmern und Beherbergungsbetrieben in der n\u00e4heren Umgebung bei, da auf diese Weise auch ein direkter wirtschaftlicher Nutzen durch die Anwesenheit des Expeditionsteams unmittelbar zu verzeichnen war. Gleichwohl blieb eine allgemeine Reserviertheit bestehen, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit in der generellen Skepsis der eingeborenen Bev\u00f6lkerung Nordtirols gegen\u00fcber allen Personen und Einrichtungen welche aus dem sogenannten Ausland kommen, entgegengebracht wird, ihren Ursprung hat.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Nachtrag aus 2008: Die Grabungsstelle an der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Kaunertal Landesstrasse<\/i> kann mittels nachfolgender GPs-Daten lokalisiert werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kauni_09_94-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-674\" alt=\"kaunertal, grabungsgelaende, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kauni_09_94-1.jpg\" width=\"1\" height=\"1\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-682\" alt=\"kaunertal 1997, grabungsgelaende, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal-1-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Um das Grabungsgel\u00e4nde an der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Kaunertal Landesstrasse<\/i> abzusichern war es in einem ersten Schritt notwendig zum Einen mit der \u00f6rtlichen Gemeindeadministration Kontakt aufzunehmen und in einem zweiten Schritt \u00fcber das <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Amt der Tiroler Landesregierung<\/i> zu erwirken, dass dieses als Park- und Rastplatz f\u00fcr den Fliessverkehr ausgewiesene Gel\u00e4nde per Bescheid zu einem \u201eSonstig genutztem Grundst\u00fcck\u201c umgewidmet wurde, um so juristisch abgesichert die vorbereitenden Massnahmen und sp\u00e4teren Grabungsarbeiten durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Strassenmeisterei des Landes Tirol, als verantwortliche Stelle f\u00fcr die Sicherung und Erhaltung dieses Gel\u00e4ndes entfernte zuerst die verkehrszeichenm\u00e4ssige Kennzeichnung dieses Platzes als \u201ePark- und Rastplatz\u201c und sperrte sodann das Gel\u00e4nde mit einem rotweissen Absperrband f\u00fcr jegliche Nutzung ausserhalb des arteologischen Expeditionszwecks.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Das Grabungsgel\u00e4nde selbst ist kleinfl\u00e4chig mit einer ost-west Ausdehnung von 148 m und einer Tiefe (gemessen vom rechtsseitigen, taleinw\u00e4rts verlaufenden Strassenrand bis zum Uferbereich des Faggenbachs) von 18 m im Osten bis 16,50 m im Westen. Der Uferstreifen des Faggenbaches ist hier auf der gesamten L\u00e4nge von 148 m unbefestigt und mit Buschwerk und Baumbestand verwachsen. Der H\u00f6henunterschied zur Strassentrassierung betr\u00e4gt im Mittel ca. 2,30 m. Der als Parkplatz ausgewiesene Gel\u00e4ndeteil ist zur G\u00e4nze unasphaltiert, weist jedoch eine durchgehende Aplanierung mit Bodenschotter auf, wobei an den R\u00e4ndern teilweise starke bodenfl\u00e4chige Verwachsungen feststellbar sind. Am Ostende wurde eine Art steinerener Garten angelegt, mit einer leichten Plateaubildung und einer Art Naturstele aus einem Felsbruchst\u00fcck. Zudem wurde ein zweidimensionales Schild mit Giebeldach\u00fcberdeckung aufgestellt, welches taleinw\u00e4rtsfahrende Besucher hinweisend begr\u00fcsst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Direktor (Leiter) der Volksschule (Gesamtschule f\u00fcr die sechs bis zehnj\u00e4hrigen Kinder im koedukativen Bildungsrahmen)&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/673"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=673"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/673\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":697,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/673\/revisions\/697"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=673"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=673"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=673"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}