{"id":68,"date":"2012-08-24T12:21:11","date_gmt":"2012-08-24T10:21:11","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=68"},"modified":"2012-08-24T12:38:00","modified_gmt":"2012-08-24T10:38:00","slug":"inntal-juni-august-1982-ausgrabungsprotokoll-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=68","title":{"rendered":"Inntal, Juni &#8211; August 1982, Ausgrabungsprotokoll 2"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-size: 14px;\"><strong>Beschreibung des Grabungsgel\u00e4ndes: Das Grabungsgel\u00e4nde &#8220;Inntal&#8221; wird \u00fcber folgende GPS-Daten verortet:<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"> und kann somit \u00fcber google maps kartographisch eingesichtet werden. \u00a0Das gesamte Grabungsgebiet liegt in einer gemischt genutzten , vorwiegend jedoch landwirtschaftlich bebauten Fl\u00e4che. Es handelt sich dabei &#8211; da wir uns talb\u00f6dig im Inntal befinden um humin\u00f6ses Schwemmland mit tieferliegenden Schotterschichten die gesteinsm\u00e4ssig den kalkanteiligen Gebirgsz\u00fcgen des nordseitigen Inntals bis zu 95 % entsprechen und lediglich im Prozentbereich unter 3 von Hundert dem Urgesteinstypus der s\u00fcdgelegenen Gebirgsstrukturen des Inntals zurechenbar sind. Die Bodenanalysen belegen eine starke mittelalterliche Bodenkontaminierung in den oberen Humusschichten durch verschiedenste Schwermetalle (wobei hier Mercurium den Hauptanteil darstellt), die eindeutig den Verh\u00fcttungen der damaligen Silbergewinnung zuordenbar sind. \u00a0Die farblich stark akzentuierten Schichtungen der Humussode sind in den helleren Ockert\u00f6nen direkt l\u00e4ngeren \u00dcberflutungszeitr\u00e4umen durch den Fluss Inn zuschreibbar und erm\u00f6glichen dank ihrer starken organischen Segmentierungen eine relativ exakte Datierung der einzelnen Schichten. Diese \u00dcberflutungsschichten sind von mergeliger, sandhafter Struktur die in sich eine stellenweise starke Ver\u00e4derung von eingeschwemmten Ton- und Lehmerden aufweisen. In der arteologischen\u00a0 Arbeit werden in derartigen Schichtung generell die meisten Funde entdeckt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/innti_08_82-_13.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-archive-thumbnail wp-image-73\" title=\"innti_08_82 _13\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/innti_08_82-_13-220x150.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"150\" \/><\/a>Das Forschungsteam &#8220;Inntal&#8221; hat nach eingehender Befundung der Probegrabungen und Sondierungen das Plangrabungsgebiet auf ein zusammenh\u00e4ngendes Areal von 2356 m\u00b2 ausgewiesen und nach l\u00e4ngeren Verhandlungen mit den einheimischen administrativen Vertretern und den Hochschulpartnern der Universit\u00e4t Innsbruck am 17. Juni 1982 mit den geometrischen Vermessungen begonnen, diese am 19. Juni abgeschlossen und eine einheimische Firma beauftragt dieses ausgewiesene Gebiet entsprechen zu umz\u00e4unen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die klimatischen Bedingungen dieser inneralpinen Talregion \u00a0f\u00fchrten zu den typischen, jahreszeitlich bedingten l\u00e4nger andauernden Niederschl\u00e4gen (bis zu 150 ml pro Woche) die immer wieder durch Gewitterg\u00fcsse verst\u00e4rkt wurden. Gleichwohl das Forschungsteam &#8220;Inntal&#8221; bewusst auf einheimische Grabungskr\u00e4fte zur\u00fcck gegriffen hat, muss hier festgehalten werden, dass nur durch ausreichende Motivation (meistens in Form von Erfolgspauschalen pro umgeschichtetem Kubikmeter\u00a0 Grabungsmaterial, bzw. durch die Androhung einer Nichtweiterverwendung bei weiter andauernder\u00a0 schwacher Arbeitsmoral &#8211; welche oftmals f\u00fcr die m\u00e4nnliche Bev\u00f6lkerung fast schon symptomatisch erscheint) der Grabungsplan halbwegs eingehalten werden konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beschreibung des Grabungsgel\u00e4ndes: Das Grabungsgel\u00e4nde &#8220;Inntal&#8221; wird \u00fcber folgende GPS-Daten verortet: und kann somit \u00fcber&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=68"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":72,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/68\/revisions\/72"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=68"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=68"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=68"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}