{"id":725,"date":"2014-04-28T14:23:49","date_gmt":"2014-04-28T12:23:49","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=725"},"modified":"2014-04-28T14:23:49","modified_gmt":"2014-04-28T12:23:49","slug":"kaunertal-mai-oktober-1997-ausgrabungsprotokoll-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=725","title":{"rendered":"Kaunertal, Mai &#8211; Oktober 1997, Ausgrabungsprotokoll 13"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Am 29. Mai 1997 wurde dann mit den Sondierungsgrabungen im Parallelverfahren begonnen. Dazu wurde der mittlerweile wieder abgesperrte Grabungsplatz \u2013 auf Grund der Schneef\u00e4lle der vorangegangenen Tage musste die strassenseitige Absperrung entfernt werden, um den R\u00e4umungskr\u00e4ften der Strassenmeisterei sowohl Wende- als auch bachseitige Ablagerungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr das R\u00e4umungsgut Schnee zu geben \u2013 vor Ort mit der gesamten Mannschaft begangen, eingenordet, ausgemessen und in die einzelnen Grabungszonen unterteilt. Die erste Grabungsmassnahme stellte jedoch ein rechtsseitig der taleinw\u00e4rtsf\u00fchrenden Strasse angelegter Entw\u00e4sserungsgraben dar, welcher am westlichen Ende des Grabungsplatzes, entsprechend dem nat\u00fcrlichen Gef\u00e4lle dieser Trassierung , mittels eines Grabens in die Fagge entw\u00e4ssert werden konnte. Um die Dauerhaftigkeit dieser Oberfl\u00e4chenentw\u00e4sserung zu gew\u00e4hrleisten \u2013 durch die leichte Schr\u00e4ge des Grabungsplatzes in Richtung Faggenbach wurde das gesamte Strassenbankett, beginnend von der n\u00e4chsten Ostkurve taleinw\u00e4rts, und dem die Strasse nordseitig beschliessende Hang erfolgte die regul\u00e4re Oberfl\u00e4chenw\u00e4sserentsorgung bisher \u00fcber das freie Grabungsgel\u00e4nde (welches bisher als Ausweiche und Parkplatz dienste) und w\u00fcrde bei einer Beibehaltung dieses Zustandes mit Regelm\u00e4ssigkeit bei jeder Regenlage den kompletten Grabungsbereich mehr oder weniger vollst\u00e4ndig unter Wasser setzen \u2013 wurde deshalb der Drainagierungsgraben mit Rigolsteinen ausgelegt und mit befahrbaren Schachtgittern in seiner gesamten L\u00e4nge abgedeckt. Die anfallenden Materialkosten daf\u00fcr wurden vom <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Amt der Tiroler Landesregierung<\/i> \u00fcbernommen, da diese Entw\u00e4sserungsl\u00f6sung auch nach dem Ende der Grabungsarbeiten bestehen bleiben sollte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/rigol.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-726\" alt=\"entwaesserung, 1997, kaunertal, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/rigol-150x98.jpg\" width=\"150\" height=\"98\" \/><\/a>W\u00e4hrend zwei Teams gleichzeitig von beiden Enden des Grabungsgel\u00e4ndes aus mit der Verlegung dieser Rigolsteine begannen, konnte die restliche Mannschaft nunmehr tats\u00e4chlich mit den ersten Sondierungsgrabungen beginnen. Dabei zeigte sich sofort, wie immens wichtig diese gesamte Drainagierung dieses Gel\u00e4ndes f\u00fcr den weiteren positiven Grabungsverlauf sein sollte: durch die Regenf\u00e4lle der letzten Tage und dem vorherigen Schneefall, so wie durch die \u00fcbliche lange Zeit des nachwinterlichen Ausaperns, sind grosse Teile der ebenerdigen Oberfl\u00e4chen derart mit Feuchtigkeit durchtr\u00e4nkt, dass jeder Versuch einer tieferen Grabung von Haus aus mit eindringendem Wasser verbunden ist, obgleich die offizielle Grundwassertiefe in diesem Bereich hydrogeologisch am Pegelstand des Faggenbaches anzusetzen w\u00e4re. Ab einer Sch\u00fcrftiefe von 10 cm begann sickerte bereits Wasser aus den umliegenden Erdschichten ein, wobei festzuhalten ist, dass die generelle Aufschotterung dieses Platzes f\u00fcr Parkzwecke zwar fl\u00e4chendeckend erfolgte, selten aber mehr als eine Belagsdicke von\/bis zu 10 cm aufwies. Darunter befindet sich gewachsener Boden aus humin\u00f6sen Schichten, vermengt mit Bachschottern und organischem Rottungsmaterial, welches das nat\u00fcrliche Versickerungverhalten stark einschr\u00e4nkt. Vom Nordhang her erstrecken sich felsige Ausl\u00e4ufer, die im Bereich des Strassenbanketts teilweise bis knapp an die Oberfl\u00e4che reichen und dann stark abfallend den V-talartigen Flusslauf des Faggenbaches von dieser Seite her bilden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die ersten Sondierungsgr\u00e4ben (<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Nr. I, II und IV; sh. Planzeichnung: Administration: 3\/D\/XII\/97<\/i>) wurden daher lediglich auf gut 20 cm Tiefe eingefurcht, und zwar auf ihre gesamte L\u00e4nge hin von zwischen 9 und 14 m. Tiefergreifende Grabungsarbeiten waren vorerst aufgrund des einsickernden Wassers nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle ist der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Freiwilligen Feuerwehr<\/i> der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Gemeinde Prutz<\/i> ein grosser Dank auszusprechen, die umgehend drei Schmutzwasserpumpen samt Saugrohren und Schlauchleitungen zur Verf\u00fcgung stellte, um auf diesen technisch unterst\u00fctzten Weg die Trockenlegung zu beschleunigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 29. Mai 1997 wurde dann mit den Sondierungsgrabungen im Parallelverfahren begonnen. 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