{"id":728,"date":"2014-04-30T21:32:12","date_gmt":"2014-04-30T19:32:12","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=728"},"modified":"2014-04-30T21:32:12","modified_gmt":"2014-04-30T19:32:12","slug":"kaunertal-mai-oktober-1997-ausgrabungsprotokoll-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=728","title":{"rendered":"Kaunertal, Mai &#8211; Oktober 1997, Ausgrabungsprotokoll 14"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Tage bis einschliesslich 3. Juni konnten lediglich zur weitestgehend oberfl\u00e4chlichen Anlegung der Sondierungsgr\u00e4ben verwendet werden, da bei allen Grabungsversuchen sp\u00e4testens nach 10 bis 15 cm durch das Auftreten der Sickerungsw\u00e4sser an eine Fortsetzung der Grabungsarbeiten nicht zu denken war. Auch wenn der Zulauf der Sickerungsw\u00e4sser allm\u00e4hlich in seiner Menge nachliess, so war dennoch der gesamte Bodenbereich derart von Wasser durchsetzt, dass ohne zus\u00e4tzliche P\u00f6lzungsarbeiten eine nat\u00fcrliche Aufrechterhaltung der tragenden Grabungskanten verunm\u00f6glicht blieb. Zudem war zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbar, wie tief tats\u00e4chlich gegraben werden musste. Zwar wurde strassentrassenseitig an mehreren Stellen bereits bei den Drainagierungsarbeiten nach wenigen Zentimetern an zahlreichen Stellen der gewachsene Felsboden erreicht, auf Grund des unterschiedlich steilen Gef\u00e4lles in Richtung Bachbett konnte jedoch keine seri\u00f6se Berechnung auf die endg\u00fcltig notwendige Tiefe der Sondierungsgrabungen angestellt werden. Selbst die hydrogeologischen Karten der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Montanuniversit\u00e4t von Leoben<\/i> (Steiermark, \u00d6sterreich), die dem Grabungsteam per Fax von der dortigen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Institutsvorst\u00e4ndin Frau Dr. Josefa Prochazka<\/i> dankenswerter Weise umgehend zur Verf\u00fcgung gestellt wurden vermittelten nicht jene Klarheit, welche die weiteren Grabungsschritte planungstechnisch erleichtert h\u00e4tten. Vielmehr blieb die Frage offen, inwieweit durch alpine Einmurungen in das Bett des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Faggenbaches<\/i> das eigentliche Gerinne aufgeschottert wurde und dergestalt zu einem sektional &#8211; tektoralen Oberfl\u00e4chenanhub gef\u00fchrt haben k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Somit verblieb als einzige M\u00f6glichkeit das Abwarten auf die nat\u00fcrliche Versickerung der Bodenw\u00e4sser, unterst\u00fctzt durch die Pumpbem\u00fchungen in den angelegten Grabungsg\u00e4ngen durch die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Prutz<\/i>. Nicht zuletzt dank idealer Witterungsbedingungen (Sonnenschein und Tagestemperaturen um die 20 \u00b0 Celsius) konnte dennoch bereits am 4.Juni mit einer ersten tieferen Grabung am <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Sondierungsgrabengang IV<\/i> begonnen werden. Zwar mussten ab einer Tiefe von 60 cm mit durchlaufenden P\u00f6lzungen die Grabungskanten vor Abbruch gesichert werden, die Arbeiter jedoch konnten \u00fcberwiegend trockenen Fusses im Graben ihrer T\u00e4tigkeit nachkommen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/graben.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-729\" alt=\"sondierungsgraben IV, 1997, kaunertal, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/graben-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Sondierungsgraben IV<\/i> wurde mit einer Breite von 1,30 m auf die gesamte L\u00e4nge von 14 m angelegt, um dergestalt zum Einen die P\u00f6lzungen zu erleichtern und zum Zweiten einen aussagekr\u00e4ftigen Querschnitt \u00fcber die Schichtgestaltung des Grabungsgel\u00e4ndes insgesamt zu erhalten. Am n\u00f6rdlichen Ende dieses Grabens (der zugleich als Einstieg ausgebaut wurde) wurde bereits bei einer Tiefe von 65 cm der gewachsene Fels erreicht, der dann relativ steil abfallend in Richtung Bachbett zum s\u00fcdlichen Ende hin nach 14 m auf eine Tiefe von 2 m unterhalb der Einstiegsgrabungskante verorten liess. Dieser Messpunkt stellte zugleich den Durchstich zum Bachbett dar und diente in weiterer Folge als nat\u00fcrlicher Ablauf f\u00fcr Oberfl\u00e4chen- und Sickerungsw\u00e4sser.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Mit der Fertigstellung der Rigole entlang der Strassentrasse konnte auch die endg\u00fcltige Einfriedung und Umz\u00e4unung des Grabungsgel\u00e4ndes in Angriff genommen werden. Im Bereich der steinernen Stele, am \u00f6stlichen Rand des Grabungsgel\u00e4ndes, wurde eine Zufahrt f\u00fcr Kraftfahrzeuge und Lastkraftwagen angelegt. Direkt s\u00fcdlich davon errichtete das Grabungsteam an einem applanierten Stellplatz die mobile Grabungsleitstelle, um dergestalt die notwendigen Koordinierungsmassnahmen vor Ort zu gew\u00e4hrleisten, sowie eine ad\u00e4quate Erstbestandsaufnahme und Sicherung von Fundst\u00fccken durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">So ideal die Unterbringung der Mannschaft in umliegenden Beherbergungsbetrieben f\u00fcr das Wohl der gesamten Truppe war, so hinderlich stellte sich umgekehrt die Aufsplittung von Hauptlager samt Containerpark (bei der Volksschule von <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Nufels<\/i>), die dezentrale Unterbringung der gesamten Crew und die davon noch eigens abgetrennte Grabungsst\u00e4tte f\u00fcr den Planungsablauf insgesamt dar. Auf Grund der \u00f6rtlichen Gegebenheiten musste jedoch auf diese Vorgangsweise zur\u00fcckgegriffen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Tage bis einschliesslich 3. 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