{"id":760,"date":"2014-07-09T10:05:01","date_gmt":"2014-07-09T08:05:01","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=760"},"modified":"2014-07-09T10:05:01","modified_gmt":"2014-07-09T08:05:01","slug":"kaunertal-mai-oktober-1997-ausgrabungsprotokoll-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=760","title":{"rendered":"Kaunertal, Mai &#8211; Oktober 1997, Ausgrabungsprotokoll 20"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Nach der Freilegung der Stele\/Nische und einer Analyse der Sondierungsgr\u00e4ben (I bis VI) erarbeitete Dr. Arkadasch und sein Team einen speziell auf diese Ausgrabung abgestimmten Grabungskataster, um dergestalt zum einen die eingeborenen Hilfskr\u00e4fte effizient nach einer strikten, und so dem Wesen der eingeborenen Bev\u00f6lkerung entsprechendem, Arbeitsagenda permanent einsetzen zu k\u00f6nnen, und zum zweiten, mittels der daraus erzielbaren Steigerung der Grabungskapazit\u00e4ten die generellen Fundanwartschaften zu erh\u00f6hen. Zudem wirkte sich die verlangte und eingeforderte Steigerung der Grabungsleistung enorm positiv auf die insgesamte Grabungsbilanz aus, da es durch die t\u00e4gliche Ersch\u00f6pfung der eingeborenen Hilfskr\u00e4fte kaum mehr zu sinnentleerten Diskussionen und Debatten kam: diese Personen waren f\u00fcr eine spezielle Art manipulativer k\u00f6rperlicher Arbeit in eine regul\u00e4res Dienstverh\u00e4ltnis \u00fcbernommen worden, wurden vertragsgem\u00e4ss bezahlt und erhielten zudem eine kubikmeterabh\u00e4ngige Zusatzpr\u00e4mie f\u00fcr gehobenes, aber auch durchsuchtes Grabungsmaterial. Umgekehrt \u2013 und dieser Vertragspassus ist dem Einwirken des Expeditionsfotografen Herrn Herwig Angerer zu verdanken \u2013 konnten Abstriche bei den Pr\u00e4mien verrechnet werden, wenn entweder der Leistungswillen offensichtlich nachliess, oder tats\u00e4chlich gegen die arteologische Grabungsordnung mutwillig verstossen wurde.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Einteilung des Grabungsgel\u00e4ndes \u201eKaunertal\u201c erfolgte folgendermassen:<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpFirst\" style=\"text-align: justify; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">1)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Der Bereich n\u00f6rdlich des lokalisierten Stelenvorplatzes wurde als ADHP (Area of high degree of probability) ausgewiesen.<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpMiddle\" style=\"text-align: justify; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">2)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Die hangabw\u00e4rts reichenden Teile zum Bachbett der Fagge hin, erhielten den Status ANDP (Area of normal degree of probability).<\/p>\n<p class=\"MsoListParagraphCxSpLast\" style=\"text-align: justify; text-indent: -18.0pt; mso-list: l0 level1 lfo1;\"><span style=\"mso-fareast-font-family: Arial;\"><span style=\"mso-list: Ignore;\">3)<span style=\"font: 7.0pt 'Times New Roman';\">\u00a0\u00a0\u00a0 <\/span><\/span><\/span>Die restlich verbleibenden Grabungsbereiche wurden vorerst nicht einskartiert.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal_1997_kultobjecte-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-761\" alt=\"kaunertal, 197, cult-object, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal_1997_kultobjecte-4-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Am 10. Juli 1997 wurde im westlichen Bereich des Grabungsgel\u00e4ndes, ausgehend von den bereits angelegten Sondierungsgr\u00e4ben I, II und III mit den Horizontalsondierungen im Parallelverschiebungsverfahren begonnen. Dabei diente einmal mehr die Erstanlage der Sondierungsgr\u00e4ben als hydrogeologische Absicherung, da die orts\u00fcblichen Wettersituationen durch anhaltenden Dauerregen gekennzeichnet waren. Nichtsdestotrotz verlangte Dr. Arkadasch vollen Einsatz seiner Hilfskr\u00e4fte und liess daf\u00fcr direkt am Wasserverlauf der Fagge , gute 15 Meter westlich des ausgewiesenen Grabungsgel\u00e4ndes eine provisorische aqu\u00e4tane Sickersiebanlage errichten, um umgehend eine erste Aussortierung des ausgegrabenen Materials zeitnah und unter Vermeidung langer Transportwege vornehmen zu k\u00f6nnen. Auf diese Weise konnte so eine Tagesdurchschnittsleistung von 6 bis 8 Kubikmetern Sondierungsmaterial gehoben und grobsortiert werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Fundung des 14. Juli 1997 erfolgte im Bereich zwischen Sondierungsgraben I und II, mittels einer dem nat\u00fcrlichen Verlauf einer absch\u00fcssigen Felsennase verlaufenden Parallelverschiebung. Die Grabungskr\u00e4fte stiessen dabei auf eine Natursteinmauer die sich in einer L\u00e4nge von 93,70 cm von West nach Ost erstreckt und in einer stufenartigen Anlage, rechtwinklig (in Nord-S\u00fcdrichtung) errichtet wurde. Um von vornherein unrealistische Erwartungen der eingeborenen Grabungskr\u00e4fte auszuschliessen, liess Dr. Arkadasch diese Fundstelle sofort einz\u00e4unen und untersagte allen nicht wissenschaftlich geschulten Teilnehmern das Betreten. Im Schichtgrabungsverfahren erfolgte die weitere Freilegung der Funde. Die Bergung mittels Gipseinguss der Fundst\u00fccke wurde nach kurzer \u00dcberlegung als unnotwendig angesehen, da es sich bei den beiden Fundst\u00fccken um metallene Gegenst\u00e4nde handelte, welche vorab keinerlei organisches Material zus\u00e4tzlich freigab. Diese Entscheidung fusste nicht zuletzt auf den bisherigen Erfahrungen der arteologischen Ausgrabungen in Nordtirol, bei denen derartige Fundst\u00fccke stets einen rituellen Kultcharakter vorwiesen, ohne direkten Bezug zu humanoiden oder animalcerealen Opferritualen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Freilegung der Stele\/Nische und einer Analyse der Sondierungsgr\u00e4ben (I bis VI) erarbeitete Dr&#8230;.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/760"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=760"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/760\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":762,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/760\/revisions\/762"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=760"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=760"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=760"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}