{"id":77,"date":"2012-08-25T22:02:10","date_gmt":"2012-08-25T20:02:10","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=77"},"modified":"2012-08-25T22:02:10","modified_gmt":"2012-08-25T20:02:10","slug":"inntal-juni-august-1982-ausgrabungsprotokoll-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=77","title":{"rendered":"Inntal, Juni &#8211; August 1982, Ausgrabungsprotokoll 3"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotz dieser nicht unerheblichen Anfangsschwierigkeiten \u2013 zudem bescherte das ungewohnte, relativ schwerverdauliche, einheimische Essen mehreren Forschungsteammitgliedern eine dreit\u00e4gige Magenverstimmung (in weiterer Folge ging das Team dazu \u00fcber zumindest die Abendmahlzeit selbst zu kochen, und so den zumindest doch ungewohnten einheimischen Speisen nicht st\u00e4ndig ausgesetzt zu sein) \u2013 konnte am 29. Juni die Umz\u00e4unung des Grabungsgebietes abgeschlossen werden. Dies erwies sich als umso wichtiger, da es f\u00fcr die benachbarte, einheimische Bev\u00f6lkerung als \u201eabendliche Verlustrierung\u201c betrachtet wurde, am Grabungsgel\u00e4nde spazieren zu gehen und insbesondere in die Probegrabungen und Sondierungsgr\u00e4ben einzusteigen und damit nachhaltig zu kontaminieren. Dass diese Einz\u00e4unung (2,50 m hoch, betonierte Palisadenstaketen,mit zwei Reihen Stacheldraht bewehrt) trotz der Proteste der Bev\u00f6lkerung und der Vorsprache einiger Dorf\u00e4ltester ohne wirkliche Eskalationen und \u00dcbergriffe durchgef\u00fchrt werden konnte, ist zum Einen dem diplomatischen Geschick von Dr. Arkadasch zu verdanken und zum Zweiten dem beherzten Einschreiten der \u00f6rtlichen Polizeikr\u00e4fte, die bereits im Keime sich anbahnende, k\u00f6rperlich betonte \u00dcbergriffe, insbesondere von nachweislich arbeitslosen Jugendlichen und Studierenden, erstickte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/innti_08_82_1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-archive-thumbnail wp-image-79\" title=\"innti_08_82_1\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/innti_08_82_1-220x150.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"150\" \/><\/a>\u00a0Diese Umz\u00e4unungsarbeiten dauerten vom 20. bis 29. Juni 1982. Zur Sicherheit des Forschungsteams und zum Schutz der Grabungsst\u00e4tte wurde ein unregelm\u00e4ssig verkehrender Streifendienst durch hundgest\u00fctze Polizeikr\u00e4fte \u00fcber 24 Stunden veranlasst, welcher aber mit Datum 15. Juli 1982 eingestellt werden konnte, da es zu keinerlei weiteren \u00dcbergriffen und\/oder unerlaubten Betretungen des Grabungsgel\u00e4ndes kam.<\/p>\n<p>Dazu trug sicher auch die Informationsoffensive des Forschungsteams bei, welches am Abend des 3. Juli 1982 im Gemeindesaal der d\u00f6rflichen Ansiedlung Fiecht, mit einem popul\u00e4rwissenschaftlichen Lichtbildervortrag die Aufgabenstellung, Zielsetzungen und geplanten Vorgangsweisen dieser arteologischen Untersuchung, einer interessierten, wenn auch skeptisch, kritischen Bev\u00f6lkerung n\u00e4her brachte. Auch die Wissenschaft ben\u00f6tigt ein gewisses Mass an \u00f6ffentlicher Akzeptanz, selbst dann, wenn es dabei um schwierige oder gar das kulturelle Verst\u00e4ndnis manchmal \u00fcberfordernde Projekte und Erkenntnisse geht, wenn letztendlich beweisbare Fakten einem theoretischen Diskurs zur befruchtenden Diskussion gestellt werden sollen.<\/p>\n<p>Dass der eingeborenen Bev\u00f6lkerung zudem mit den Grabungst\u00e4tigkeiten eine Verdienstm\u00f6glichkeit in Aussicht gestellt wurde, war mit ein entscheidender Faktor f\u00fcr eine weitreichende Deeskalation.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/Die-Arteologie-Tirols.docx\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Trotz dieser nicht unerheblichen Anfangsschwierigkeiten \u2013 zudem bescherte das ungewohnte, relativ schwerverdauliche, einheimische Essen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=77"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":80,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/77\/revisions\/80"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=77"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=77"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=77"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}