{"id":783,"date":"2014-08-28T21:34:50","date_gmt":"2014-08-28T19:34:50","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=783"},"modified":"2014-08-28T21:34:50","modified_gmt":"2014-08-28T19:34:50","slug":"kaunertal-mai-oktober-1997-ausgrabungsprotokoll-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=783","title":{"rendered":"Kaunertal, Mai &#8211; Oktober 1997, Ausgrabungsprotokoll 21"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">In Anbetracht der relativen Kleinheit des Grabungsgel\u00e4ndes zeigte sich die Ausgrabungsst\u00e4tte im Kaunertal als immens ergiebig. Neben der nahezu vollst\u00e4ndig erhaltenen Stele samt Nische wurde nicht nur ein dem Rituellen eindeutig zuordenbarer Platz im Vorfeld der Nische (und s\u00fcdseitig gest\u00fctzt durch [nur mehr in fragmenatarischen Ans\u00e4tzen teilweise erhalten] Trockenmauern) exploriert, sondern auch eine artefaktorelle Kultst\u00e4tte aus einem paarweise angeordneten T-f\u00f6rmigen Cult-object samt davorliegenden 3 kreisrunden Flachmetallst\u00fccken ausgegraben, welche eindeutig dem gesamtarteologischen, bisherigen Befund s\u00e4mtlicher Grabungen in Nordtirol, sowohl von der Systematik her, als auch der chronologischen Zuordnung innert der Genese der transalen und insistalen Migrationsstr\u00f6mungen und den damit verbunden Assimilationen (vom bisherigen Standpunkt aus als \u00fcberwiegend unkriegerisch zu bewerten) entsprechen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Dies ist umso erstaunlicher, als dass die geografische Abgeschiedenheit und die durch den alpinen Charakter vorgegebene Unzug\u00e4nglichkeit nicht unbedingt auf eine derartig reiche Befundung im Vorfeld der eigentlichen Grabungen schliessen liessen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Das Expertenteam um <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch Dag<\/i> stellte sich die Frage, ob daher an diesem Platz weiterf\u00fchrende Grabungsarbeiten sinnvoll w\u00e4ren, oder ob davon auszugehen ist, dass zum gr\u00f6sstenteil die relevanten Fundungen als abgeschlossen betrachtet werden k\u00f6nnen. Durch das doch starke mediale und vor allem das pers\u00f6nliche Interesse der umgebenden Bev\u00f6lkerung &#8211; es hatte sich mittlerweile ein reger Zustrom von regelm\u00e4ssigen Beuchern entwickelt -, sowie dem ungebrochenen Eifer der durch die bisherigen Fundungen hochmotivierten Hilfsgrabungskr\u00e4fte, entschloss sich das Team noch eine weitere Woche anzuh\u00e4ngen und hier speziell den \u00dcbergangsbereich zwischen dem Abhang hin zum <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Faggenbach<\/i> und der, zumindest teilweise durch die Aufbringung von Schottern aplanierten Ebene zu untersuchen. Hierbei erleichterten die bisherigen Sondierungsgrabungen im Parallelverfahren ein rasches und effizientes Arbeiten, sodass bereits nach drei Tagen der westliche Bereich des Grabungsgel\u00e4ndes als Nullbereich kartographiert werden konnte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-784\" alt=\"grabungsleitstelle kaunertal, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal-2-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Am Morgen des 30. August 1997 setzte starker und dauerhafter Regen ein. Um den noch verbleibenden Bereich der Gel\u00e4ndekante zwischen Sondierungsgraben IV und Sondierungsgraben V vor Verfall und Verschlammung zu sch\u00fctzen wurde umgehend versucht zeltartig, mit Planen, diesen Gel\u00e4ndeabschnitt niederschlagsfrei zu halten, um so einerseits die n\u00f6tigen Drainagierungsmassnahmen in Richtung <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Faggenbach<\/i> trockenen Hauptes durchzuf\u00fchren und andererseits diesen letzten Abschnitt auch bei Schlechtwetter in den n\u00e4chsten Tagen abarbeiten zu k\u00f6nnen. Dazu wurden h\u00f6lzerne Pfl\u00f6cke in den Boden getrieben, an denen dann Querverstrebungen angebracht wurden, die in weiterer Folge von der<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>Plane in Form eines Satteldachs \u00fcberspannt werden sollten. Bei dieser Arbeit kam es zu einer kleinr\u00e4umigen Rutschung an der westlichen Grabenkante des Sondierungsgraben IV die in relativer Oberfl\u00e4chenn\u00e4he einen humanoiden Fund freigab.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-785\" alt=\"kaunertal 1997, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal-3-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Sofort wurde dieser Bereich f\u00fcrsorglich in einem Geviert abgedeckt und die Nylonbahn an ihren R\u00e4ndern mit Steinen beschwert. Zuvor jedoch hatte das Erstbergungsteam um <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Mag. Sophia Nikoladis<\/i> noch rasch Bodenproben rund um die humanoide Fundung entnommen, da insgesamt grosse Skepsis herrschte, ob diese Fundung tats\u00e4chlich in einem direkten arteologischen Zusammenhang mit den bisherigen Fundungen steht. Die Aufregung der eingeborenen Hilfskr\u00e4fte war zwar mehr als verst\u00e4ndlich, doch Dr. Arkadasch Dag wies in einem eilends einberufenen Informationsmeeting f\u00fcr s\u00e4mtliche Mitarbeiter umgehend darauf hin, dass zuerst s\u00e4mtliche wissenschaftlich &#8211; arteologischen Parameter gekl\u00e4rt werden m\u00fcssen, ehe mit einer weiteren Bergung an dieser Stelle fortgefahren werden kann. Diese Untersuchungen wurden vor Ort an der mobilen Grabungsleitstelle von <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch Dag<\/i> durchgef\u00fchrt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Anbetracht der relativen Kleinheit des Grabungsgel\u00e4ndes zeigte sich die Ausgrabungsst\u00e4tte im Kaunertal als immens&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/783"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=783"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/783\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":786,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/783\/revisions\/786"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=783"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=783"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=783"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}