{"id":788,"date":"2014-09-05T21:45:02","date_gmt":"2014-09-05T19:45:02","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=788"},"modified":"2014-09-05T21:45:02","modified_gmt":"2014-09-05T19:45:02","slug":"kaunertal-mai-oktober-1997-ausgrabungsprotokoll-212","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=788","title":{"rendered":"Kaunertal, Mai &#8211; Oktober 1997, Ausgrabungsprotokoll 21\/2"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Vom Zentrallager neben der Volksschule <em>Nufels<\/em> wurden umgehend s\u00e4mtliche Apparaturen des mobilen Labors per PKW an die Grabungsstelle transportiert. Zudem gab <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> die Anweisung den Bergungscontainer zu aktivieren, um f\u00fcr eine etwaige Fundung von organischem Material entsprechend vorbereitet zu sein. In derartigen Situationen ist es von grossem Vorteil auf ein professionelles und eingespieltes Grabungsteam aus Experten zur\u00fcck greifen zu k\u00f6nnen, welches bereits bei vorangegangenen Grabungen derartige Abl\u00e4ufe sowohl organisatorisch als auch administrativ bew\u00e4ltigt hat. Es gilt hier zum einen s\u00e4mtliche Erfordernisse einer eventuellen Bergung gem\u00e4ss den arch\u00e4ologischen und arteologischen Parametern umzusetzen, als auch die mediale und psychologische Situation vor Ort mit der eingeborenen Bev\u00f6lkerung, den diversen Medienvertretern und der politischen sowie sozialen Nomenklatura richtig einzusch\u00e4tzen und in positives Gesamtgef\u00fcge einzubringen. Gerade die Striktheit einer m\u00f6glichst kontaminationsfreien und raschen Bergung (insbesondere bei organischen Funden, welche bereits durch die Kontaktierung mit dem Sauerstoff der Umgebungsluft oftmals unwiederbringliche Sch\u00e4den erhalten) st\u00f6sst gerade bei der eingeborenen Bev\u00f6lkerung sehr oft auf Unverst\u00e4ndnis, welche sich mit fortdauernder Zeit h\u00e4ufig zu stiller Aggression entwickeln kann. Da s\u00e4mtliche derartige Fundungen von relevant erscheinendem organischem Material in m\u00f6glichst steriler Atmosph\u00e4re geborgen werden, bedeutet dies (ausser bei Gefahr in Verzug, oder bei unmittelbar drohendem Verlust des Fundes durch klimatische Einwirkungen), dass das jeweilige Expertenteam mit Schutzanz\u00fcgen und Atemmasken zu arbeiten hat (hier sei auf die einschl\u00e4gigen Erfahrungen der Fundungen in der H\u00f6hle von <span class=\"st\"><em>El Sidr\u00f3n<\/em> [Spanien<\/span><span class=\"st\"><span style=\"font-size: 11.0pt; mso-bidi-font-size: 12.0pt;\">] <\/span>verwiesen, bei der die <\/span><a name=\"13\"><\/a>Pal\u00e4o-Forensiker zum ersten Mal derartige Schutzvorkehrungen trafen, um so Kontaminierungen durch die Atemluft des Grabungspersonals zu vermeiden), um so eine gr\u00f6sstm\u00f6gliche Authentizit\u00e4t der organischen Funde zu bewahren. Dies bedingt einen weitestgehenden Ausschluss s\u00e4mtlichen nichtwissenschaftlichen Personals vom direkten Bergegeschehen. Die verst\u00e4ndliche Neugier der lokalen Bev\u00f6lkerung und der Medien kann somit lediglich mit wenigen Fotografien und sp\u00e4rlichen ersten Informationen befriedigt werden, da die arteologische Nachbearbeitung der Funde meist viele Monate, wenn nicht gar Jahre in Anspruch nimmt.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Im Gegensatz dazu ist es vorteilhaft, wenn zeitnah optisch repr\u00e4sentative Artefakte geborgen werden, um mit Hilfe dieser Funde den verst\u00e4ndlichen Drang nach sofortigen und herzeigbaren Objekten nachhaltig f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit befriedigen zu k\u00f6nnen. Obwohl diese Vorgangsweise dem arteologisch-wissenschaftlichen Ansatz zuwiderlaufen scheint, muss gerade in der heutigen Zeit darauf geachtet werden, dass durch eine entsprechende (popul\u00e4rwissenschaftliche) Erstaufbereitung die Gunst und das Wohlwollen einer breiten \u00d6ffentlichkeit sowie von diversen Geldgebern erhalten bleiben. Die systematische Mittelbeschaffung, laufende Analyse und Planung einer (arteologischen) Expedition verlangt nicht nur eine stringente wissenschaftliche Grundausrichtung, sondern muss im gleichen Ausmasse auch gew\u00e4hrleisten, dass eine entsprechende Kommunikation nach aussen zielgerichtet und dauerhaft funktioniert. Die entsprechende Hauptagenda der \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr diese Grabung lag dabei in den bew\u00e4hrten H\u00e4nden unseres Fotografenmeisters und Aquarellieurs <em>Herwig Angerer<\/em>, der als Einheimischer nicht nur die Sprache vor Ort perfekt beherrschte, sondern auch mit s\u00e4mtlichen Gesetzen und Gebr\u00e4uchen der Nordtirolerischen Administration vertraut war.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal-4.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-789\" alt=\"kaunertal, 1997, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/kaunertal-4-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Erstanalysen des arteologischen Teams um <em>Dr. Arkadasch Dag<\/em> belegten nahezu zweifelsfrei, dass dieser humanoide Fund tats\u00e4chlich von arteologischer Bedeutung ist. Gl\u00fccklicherweise besserte sich am Nachmittag das Wetter, sodass mit den einleitenden Bergungsschritten umgehend begonnen werden konnte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Zentrallager neben der Volksschule Nufels wurden umgehend s\u00e4mtliche Apparaturen des mobilen Labors per PKW&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/788"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=788"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/788\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":790,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/788\/revisions\/790"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}