{"id":800,"date":"2014-09-17T20:04:40","date_gmt":"2014-09-17T18:04:40","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=800"},"modified":"2014-09-17T20:04:40","modified_gmt":"2014-09-17T18:04:40","slug":"kaunertal-mai-oktober-1997-ausgrabungsprotokoll-215","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=800","title":{"rendered":"Kaunertal, Mai &#8211; Oktober 1997, Ausgrabungsprotokoll 21\/5"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Bedingt durch die Wettersituation (es wurden bereits f\u00fcr den Nachmittag und die darauffolgenden Tage wieder l\u00e4nger anhaltende Regenschauer prognostiziert) beschloss das Team um <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Arkadasch<\/i> umgehend mit der Bergung des humanoiden Fundes zu beginnen, auch wenn dies den medialen und kommunikativen Nachteil beinhaltete, auf eine direkte Berichterstattung vor Ort durch die lokalen Medien und den staatlichen Fernsehsender <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">ORF<\/i> (<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">\u00d6sterreichischer Rundfunk<\/i>) weitestgehend verzichten zu m\u00fcssen. In der urspr\u00fcnglichen Protokollierung des Grabungsvertrages mit dem <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Land Tirol<\/i> (vertreten durch die zust\u00e4ndige Landesr\u00e4tin f\u00fcr Kunst und Kultur) war jedoch vereinbart worden, dass im Hinblick auf den Bildungsauftrag dieser medialen Einrichtung, bereits vorab die Dienststelle des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Landesstudio Tirols<\/i> des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">ORF<\/i> \u00fcber Bergungen von humanoiden Funden zeitgerecht zu verst\u00e4ndigen sei, um dergestalt eine filmische Dokumentierung der Bergung zu gew\u00e4hrleisten. Bedingt durch den zu erwartenden und l\u00e4ngerfristigen Regen, erreichte Herr <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Herwig Angerer<\/i>, in seiner Funktion als offizieller Expeditionsfotograf und Fundaquarellieur, nach entsprechenden Telefonaten mit den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden und den Verantwortlichen des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Landesstudio Tirols (ORF<\/i>), dass vom vereinbarten Passus des Grabungsvertrages einvernehmlich abgesehen wurde, unter der Auflage, dass s\u00e4mtliches Bildmaterial vor einer medialen Ver\u00f6ffentlichung vorab dem <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">ORF Tirol<\/i> unentgeltlich zur Verf\u00fcgung zu stellen ist. Diese Vereinbarung gilt jedoch nicht f\u00fcr rein wissenschaftlich-arteologische Bilddokumentationen. Diese verbleiben im alleinigen Urheberrecht des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arteologischen Instituts der Freien Universit\u00e4t Izmir<\/i>.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Dank der Routine des Bergungsteams wurde rasch der mittlerweile in allen technischen Belangen hochgefahrene Bergungscontainer mit Hilfe eines Traktors eines eingeborenen Bauern vom zentralen Lager neben der Volksschule <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Nufels<\/i> zum Grabungsgel\u00e4nde verbracht, installiert und an die externe Notstromversorgung angeschlossen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Fundstelle selbst wurde \u00fcber die Mittagszeit grossr\u00e4umig abgesperrt und mit entsprechend verzurrten Planen vor eventuellem Regen und\/oder Sonneneinstrahlung abgesichert. Zudem ernannte Herr <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Herwig Angerer<\/i> zwei eingeborene Hilfskr\u00e4fte zu fotografischen Assistenten. Dies diente zum einen der Miteinbeziehung der \u00f6rtlichen Arbeitskr\u00e4fte in den Bergungsablauf und zum zweiten einer nachhaltigen Vermeidung von negativen Emotionen infolge eines vermeintlichen Ausschlusses der einheimischen Menschen vor Ort, wenn es um anscheinend wirklich relevante Fundbergungen geht: mag dies auch aus wissenschaftlich-arteologischer Sicht \u00e4usserst unprofessionell erscheinen, so hat sich diese Vorgangsweise im Nachhinein als absolut sinnvoll erwiesen, da dadurch eine weiterf\u00fchrende emotionale Partizipierung der Bev\u00f6lkerung vor Ort mit der Geamtzielsetzung der Expedition \u201eKaunertal\u201c erfolgte.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/schutzanzug.jpeg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-full wp-image-801\" alt=\"schutzanzug, bergung humanoide funde, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/schutzanzug.jpeg\" width=\"150\" height=\"100\" \/><\/a>S\u00e4mtlichen Personen innerhalb der Absperrung wurde ein genetischer Mundabstrich entnommen, um sp\u00e4terhin etwaige Verunreinigungen ausschliessen zu k\u00f6nnen. Zudem war das Tragen von Ganzk\u00f6rperschutzanz\u00fcgen, Atemschutzmasken und Schutzbrillen obligat. Vor dem Betreten der eigentlichen Fundstelle durchschritten s\u00e4mtliche an der Bergung beteiligten Personen eine Desinfektionswanne und waren angehalten per Unterschrift die Einhaltung der einschl\u00e4gigen Bergungsvorschriften zu best\u00e4tigen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Diese Vorgangweise stellt eine grundlegende Neuerung zu den bisherigen Verfahrensabl\u00e4ufen einer humanoiden Bergung dar, gilt aber mittlerweile als der standardisierte Ablauf im Umgang mit biologisch-organisch wertvollen Fundungen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Bergung als solche erfolgte dann z\u00fcgig und ohne besondere Vorkommnisse, wobei das Regenfenster zudem durch anhaltenden Sonnenschein die Arbeitsabl\u00e4ufe insgesamt wesentlich erleichterte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedingt durch die Wettersituation (es wurden bereits f\u00fcr den Nachmittag und die darauffolgenden Tage wieder&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/800"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=800"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":802,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/800\/revisions\/802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}