{"id":887,"date":"2014-12-19T23:14:08","date_gmt":"2014-12-19T21:14:08","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=887"},"modified":"2014-12-19T23:14:08","modified_gmt":"2014-12-19T21:14:08","slug":"pitztal-juli-oktober-1999-ausgrabungsprotokoll-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=887","title":{"rendered":"Pitztal, Juli &#8211; Oktober 1999, Ausgrabungsprotokoll 10"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Alle f\u00fcnf Grabungsteams die bis zum 24. Juli eingesetzt wurden, arbeiteten an einer eigenen <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">AHDP<\/i> \u2013 Stelle entlang des Unterlaufs des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbachs<\/i>. Die \u00f6stliche Grenze dieses Gesamtbereichs der Ufergrabungen bildete das ausgewiesene Grabungshauptgel\u00e4nde welches am Zusammenfluss des von S\u00fcdwesten her einm\u00fcndenden kleinen Bachlaufes mit dem <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbach<\/i> bis etwa hundert Meter entgegengesetzt der Flussrichtung sich nach Westen hin den <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbach<\/i> entlang erstreckt. Das Hauptgrabungsgel\u00e4nde wird dabei wenige Meter westlich vom Zusammenfluss der beiden Wasserl\u00e4ufe in nord-s\u00fcdlicher Richtung von der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Pitztal<\/i>&#8211;<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Landesstrasse<\/i> durchschnitten, von der im Hauptgrabungsgel\u00e4nde eine Abzweigung in Richtung S\u00fcdwesten als Sackgasse verl\u00e4uft, an deren Ende sich ein ausgewiesenes, gemeindeeigenes Areal der Gemeinde <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Wenns<\/i> erstreckt welches f\u00fcr infrastrukturelle Massnahmen der Wege- und Strassenerhaltung gen\u00fctzt wird. Mit Bescheid vom 12. Juli 1999 wurde das gesamte Hauptgrabungsgel\u00e4nde von der Gemeinde <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Wenns<\/i> als \u201eSondernutzungsfl\u00e4che\u201c gem\u00e4ss dem <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Fl\u00e4chenwidmungsplan<\/i> <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">des Landes Tirol<\/i> ausgewiesen. Laut dem <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Tiroler Fl\u00e4chenwidmungsplan<\/i> sind bestimmte Best\u00e4nde gem\u00e4\u00df \u00a728 Abs. 2 und 3 (durch Naturereignisse gef\u00e4hrdete Fl\u00e4chen, \u00fcber\u00f6rtliche Anlagen und Programme sowie Schutzbereiche, sonstige Nutzungsbeschr\u00e4nkungen etc.) sowie Verkehrsfl\u00e4chen nach \u00a7 53 Abs. 3 <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">TROG<\/i> (<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Tiroler Raumordnungsgesetz<\/i>) verpflichtend kenntlich zu machen. Dieser rechtliche Status erm\u00f6glichte es dem Expeditionsteam das Hauptgrabungsgel\u00e4nde nicht nur an seinen \u00e4usseren Grenzen mit einer nicht dauerhaften Einz\u00e4unung durch Maschendraht zu versehen, sondern zudem den Bereich der Strassenf\u00fchrungen der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Pitztaler<\/i>&#8211;<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Landesstrasse<\/i> und der Wegabzweigung, die innerhalb des Hauptgrabungsgel\u00e4ndes liegt, mittels eines mannshohen Zaunes gegen\u00fcber Betretungen und unkontrollierten Befahrungen auszusparen. Beiderseitig der Trassenf\u00fchrung der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Pitztaler<\/i>&#8211;<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Landesstrasse<\/i> eingelassene Tore erm\u00f6glichen zudem sowohl die \u00f6rtlich k\u00fcrzeste Verbindung der durch die Strassenf\u00fchrung abgeteilten Hauptgrabungsabschnitte, als auch die infrastrukturelle Versorgung dieser Bereiche mit Werkzeugen und Materialien. Diese Umz\u00e4unungen wurden gr\u00f6sstenteils bis zum 24. Juli fertiggestellt und mit Ende des Monats konnte auch die Grabungsleitstelle am Hauptgrabungsgel\u00e4nde in Betrieb genommen werden.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitztal_grillerbach-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-888\" alt=\"AHDP grillerbach, pitztal 1999, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitztal_grillerbach-1-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die f\u00fcnf Grabungsteams (bestehend aus der jeweiligen arteologischen Leitung, den Studierenden der Gruppe um <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Stephan Rheinthaler<\/i> und den notwendigen eingeborenen Hilfskr\u00e4ften) arbeiteten bis 24. Juli parallel dazu an den f\u00fcnf <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">AHDP<\/i> \u2013 Stellen, deren westlichste Grabungsstelle unmittelbar im Uferwaldbereich \u00f6stlich des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Piller<\/i>&#8211;<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Landesstrasse<\/i> am <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbach<\/i> lag. Das leicht kupierte Gel\u00e4nde des Uferbereichs belegt in seinem Verlauf zwischen den beiden Hauptverkehrswegen die Tatsache eines generell statischen Wasserverlaufes, umso mehr, als die notwendigen \u00dcberlaufbereiche f\u00fcr Hochwasserf\u00fchrungen im angrenzenden Wiesenbereich im ausreichenden Masse gegeben sind und durch ein entsprechendes Gef\u00e4lle einen nichterodiven Abfluss gew\u00e4hrleisten. Damit bilden die mit Buschwerk und Laubb\u00e4umen (\u00fcberwiegend Grau- und Schwarz-Erlen [<i>Alnus incana<\/i> und <i>Alnus glutinosa] <\/i><span style=\"mso-bidi-font-style: italic;\">sowie Haselnussgew\u00e4chse <\/span>[<i>Corylus avellana<\/i>], beide aus der Familie der Birkengew\u00e4chse [<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Betulaceae<\/i>]) bewachsenen, meist einufrig ausgef\u00fchrten <a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitztal_grillerbach-14.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-889\" alt=\"grillerbach, pitztal 1999, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/pitztal_grillerbach-14-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Gel\u00e4ndeerh\u00f6hungen (im Schnitt 1 bis 1,5 m) die idealen Voraussetzungen f\u00fcr arteologische Fundungen in diesem Abschnitt. Zudem stellen diese Erh\u00f6hungen nat\u00fcrliche Begrenzungen und Wegmarkierungen dar, die auch heute noch in den Acker- und Raingrenzen ihre Bedeutung haben. Interessant in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass diese mit Buschwerk und B\u00e4umen bestandenen Uferbereiche keiner direkt zuordenbaren Bewirtschaftung unterliegen, sondern sich nach wie vor im Allgemeinbesitz der Gemeinde befinden. Diese Situation stellte rechtlich gesehen eine positive Vereinfachung im administrativen Expeditionsalltag dar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alle f\u00fcnf Grabungsteams die bis zum 24. 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