{"id":894,"date":"2014-12-25T22:27:09","date_gmt":"2014-12-25T20:27:09","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=894"},"modified":"2014-12-25T22:27:09","modified_gmt":"2014-12-25T20:27:09","slug":"pitztal-juli-oktober-1999-ausgrabungsprotokoll-12","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=894","title":{"rendered":"Pitztal, Juli &#8211; Oktober 1999, Ausgrabungsprotokoll 12"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Es ist wohl f\u00fcr eine jede wissenschaftliche T\u00e4tigkeit die in ihrer Auftragsagenda auch einen lehrenden Bereich beinhaltet, ein sehr befriedigendes und bereicherndes Ergebnis, wenn im Zuge einer praktischen Lehrveranstaltung auch relevante Forschungsinhalte erarbeitet, entdeckt oder ausgegraben werden. Neben dem wissenschaftlichen Zuwachs an Wissen und\/oder Materialien wird dabei auch der Lehrauftrag in nachhaltiger und auch spannender Weise in einer Art und Weise umgesetzt, die es den Studierenden erm\u00f6glicht die praxisbezogene Sinnhaftigkeit ihres Lernens und Forschens im Zuge des eigenen T\u00e4tigseins zu erleben und als positive Bereicherung als Benefit f\u00fcr ihre weitere wissenschaftliche Laufbahn zu erfahren. Gerade der Bereich der Expeditionsforschung lebt in einem nicht geringen Ausmass von der pers\u00f6nlichen Motivation einzelner, die es verstehen diese, ihre eigenen Beweggr\u00fcnde im Gesamtkonex aus Forschung und Erforschung, als Multiplikatoren der wissenschaftlichen Sache insgesamt, einzubringen und gleichzeitig \u2013 im Sinne einer ergebnisorientierten Arbeit \u2013 im notwendigen Ausmass gegen\u00fcber den Institutionen und einer interessierten \u00d6ffentlichkeit entsprechend zu kommunizieren. Die Freiheit von Wissenschaft und Lehre erf\u00e4hrt gerade im allt\u00e4glichen wissenschaftlichen Betrieb ihre Grenzen oftmals zunehmend in der Frage der prim\u00e4ren Wirkm\u00f6glichkeiten der erzielten Erkenntnisse und deren wirtschaftlicher Umsetzbarkeit \u2013 umso mehr, als die vermeintlichen \u00f6konomischen Sachzw\u00e4nge sich in Zeiten geringen wirtschaftlichen Wachstums mancherorts in einer verminderten Dotierung \u00f6ffentlicher Forschungsgelder niederschlagen. In einer derartigen Situation den wissenschaftlichen Anspruch zu wahren und aufrecht zu erhalten verlangt vom wissenschaftlichen Personal zunehmend kommunikative Kompetenzen, die den hohen Wert einer prim\u00e4r nicht rein nutzenorientierten Arbeit \u2013 wenn n\u00f6tig auch mit popul\u00e4rwissenschaftlichen Ans\u00e4tzen \u2013 nach aussen hin transportieren und allgemein verst\u00e4ndlich darstellen. Das \u201eAbenteuer Forschung\u201c, das \u201eAbenteuer Expedition\u201c beschlagwortet dabei den medialen Ansatz, der dabei hilft, die Akquise von Ressourcen, Finanzierung und Personal nachhaltig zu sichern und einer breiten \u00d6ffentlichkeit die Notwendigkeit, speziell von vergangenheitsbezogener Forschung als einen Beitrag des eigenen Verst\u00e4ndnisses der eigenen Genese und des eigenen Umfelds zu vermitteln.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/grillerbach.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-895\" alt=\"grillerbach, 1999, pitztal, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/grillerbach-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Grabungen entlang des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbaches<\/i> wurden immer wieder von vorbeispazierenden Einheimischen neugierig beobachtet und auch die lokale Presse (<i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Imster Bezirksblatt<\/i>) berichtete bereits in ihrer Ausgabe vom 15. Juli ausf\u00fchrlich \u00fcber die \u201eArteologische Expedition Pitztal\u201c. Besonders das Graben als solches, bei widrigen Witterungsverh\u00e4ltnissen, fernab einer Gelehrtenstube, stiess dabei auf reges Interesse. Vor Ort mitzuerleben, wie Wissen auch handwerklich schwer erarbeitet werden muss, f\u00f6rdert unbestritten das Verst\u00e4ndnis f\u00fcr nachfolgende Analysen und Ergebnisse.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Dieser Kontakt und die daraus resultierenden positiven Beziehungen zur einheimischen Bev\u00f6lkerung, verbunden mit dem gemeinschaftlichen Arbeiten mit den eingeborenen Hilfskr\u00e4ften, waren mit ein Teil der affirmativen Zielsetzungen der Zusammenarbeit mit der Studierendengruppe um <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Stephan Rheinthaler<\/i> im Rahmen dieses gemeinsamen Seminars mit dem <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Arch\u00e4ologischen Institut der Universit\u00e4t Innsbruck.<\/i><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/grillerbach-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-896\" alt=\"grillerbach 2, pitztal, 1999, arteologie, dr. arkadasch\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/grillerbach-2-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Den H\u00f6hepunkt stellte dabei die Fundung am 23. Juli 1999 dar. Dabei stiess die Gruppe drei, unter der arteologischen Leitung der Doktorandin <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Frau Mag. Olga Frantisek<\/i> auf ein aus zwei Fundst\u00fccken bestehendes, symmetral angeordnetes <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Cult-Object<\/i>. Diese Fundung erfolgte am s\u00fcdlichen Uferhang des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbachs<\/i>, im Bereich des B\u00f6schungsh\u00fcgels Nummer vier, der sich ab Meter 123 bis Meter 148 entgegen der Flussrichtung des <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbachs<\/i>, eingemessen ab dem Messpunkt \u201eTrasse Pitztaler Landesstrasse\u201c, erstreckt. Dieser B\u00f6schungsh\u00fcgel misst an seiner breitesten Stelle 17 Meter, besteht aus einem langgezogenen R\u00fccken, der bachseitig relativ steil abf\u00e4llt und lediglich im letzten Drittel (gegen Osten hin) eine terrassenf\u00f6rmige Uferausformung ausweist. Der <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Grillerbach<\/i> beschreibt in diesem Abschnitt eine, dem H\u00fcgelverlauf folgende, nach innen hin weisende Biegung, die folglich am h\u00fcgelseitigen Ufer eine sich verlangsamende und somit nur schwach erodierende Str\u00f6mung f\u00fchrt. Dies wird durch die geologische Struktur bedingt, welche sich auch im Querschnitt des H\u00fcgels wiederfindet. Der jenseitige Uferbereich verf\u00fcgt an dieser (und auch den anderen Grabungsstellen entlang des Baches) Stellen \u00fcber ein relativ breites Schwemmlandareal, sodass hohe Wasserst\u00e4nde, bzw. Hochw\u00e4sser zu keiner nachhaltigen Ver\u00e4nderung des Bachverlaufes f\u00fchren konnten. Lediglich die Bruchkante der Terrasse des H\u00fcgels belegt hier str\u00f6mungsbedingte Ver\u00e4nderungen in geringf\u00fcgigem Ausmass. Diese Faktenlage f\u00fchrte &#8211; verst\u00e4rkt durch die vorangegangenen Ufersondierungen \u2013 zur Katalogisierung als <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">AHDP<\/i>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist wohl f\u00fcr eine jede wissenschaftliche T\u00e4tigkeit die in ihrer Auftragsagenda auch einen lehrenden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/894"}],"collection":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=894"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/894\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":897,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/894\/revisions\/897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}