{"id":905,"date":"2015-01-02T20:18:52","date_gmt":"2015-01-02T18:18:52","guid":{"rendered":"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=905"},"modified":"2015-01-02T20:20:07","modified_gmt":"2015-01-02T18:20:07","slug":"pitztal-juli-oktober-1999-ausgrabungsprotokoll-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/?p=905","title":{"rendered":"Pitztal, Juli &#8211; Oktober 1999, Ausgrabungsprotokoll 14"},"content":{"rendered":"<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Grabungsgruppe um Frau <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Mag. Olga Frantisek<\/i> legte zuerst entlang des gesamten als <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">AHDP<\/i> ausgewiesenen H\u00fcgelbereichs (Grabungsh\u00fcgel Nr. 4) uferseitig Parallelsondierungsgr\u00e4ben im Abstand von 1 m an, um so diesen Bereich innert kurzer Zeit systematisch arteologisch erfassen zu k\u00f6nnen. Die Untersuchung dieses westseitig gelegenen Bachterrassenabschnitts (Meter 123 bis ca. Meter 135) dauerte vom 20.Juli bis zum 23. Juli 1999 und wurde durch die Fundung am 23.Juli positiv abgeschlossen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Insgesamt bestand diese Grabungsgruppe aus 13 Personen: aus der arteologischen Leiterin Frau <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Mag. Olga Frantisek<\/i>, aus zwei weiteren Expeditionsteilnehmern (Herrn <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Martinez de Silva<\/i> und Herrn <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Omar Gyld\u00fcr\u00fcm<\/i>), sechs einheimischen Hilfskr\u00e4ften und 4 Studierenden der Gruppe um <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Dr. Stephan Rheinthaler<\/i>.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/regenwetter.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-906\" alt=\"regenwetter, sondierungsgrabungen, pitztal 1999, dr. arkadasch, arteologie\" src=\"http:\/\/arteologie.xn--gni-noggler-thb.com\/wp-content\/uploads\/regenwetter-150x150.jpg\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a>Die Witterungsbedingungen stellten dabei hohe Anforderungen an dieses Team, da an allen vier Tagen Regenwetter herrschte mit teilweise intensiven Niederschl\u00e4gen. Zudem fielen die Temperaturen auf einen Mitteltageswert von 11 Grad Celsius. Zwar wurde die Grabungstruppe regelm\u00e4ssig mit heissem Tee versorgt und bei den drei t\u00e4glichen Ausspeisungen sowie der Vormittags- und der Nachmittagsjause mit warmer Kost verpflegt, dennoch ist hier einmal mehr anzumerken, dass zum einen die Motivation durch die Leiterin einer solchen Gruppe die wesentlichste Grundvoraussetzung darstellt und andererseits \u2013 und dies bleibt h\u00e4ufig in den Berichten als irrelevant unerw\u00e4hnt \u2013 sich niemand des ganzen Expeditionsteams an solchen Tagen ins Warme und Trockene zur\u00fcckzieht, sondern vielmehr aktiv und vor Ort immer wieder zugreifend und unterst\u00fctzend einbringt. Die Gummistiefel und Regenjacken sind bisher bei allen Expeditionen mit eine der wichtigsten Grundausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nde f\u00fcr alle Beteiligten. Jedes Mitglied dieser arteologischen Expeditionen ist sich Vorbildwirkung des eigenen Tuns bewusst. Nur so gelingt es immer wieder die eingeborenen Hilfskr\u00e4fte von der Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit, auch bei widrigen Umst\u00e4nden, zu \u00fcberzeugen und eine ad\u00e4quate Leistung auf Dauer zu verlangen.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Insgesamt wurden 9 Sondierungsgr\u00e4ben im Parallelverschiebungsverfahren angelegt, wobei hier quer zum Bachverlauf entlang der Terrasse gearbeitet wurde. Erleichternd dabei stellten sich die geologischen Voraussetzungen dar, da alle vier Grabungsh\u00fcgel im Kern eine Schichtung aus gewachsener <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Gneisstruktur<\/i> aufweisen, welche im Bereich der bachseitigen H\u00fcgelk\u00e4mme bereits nach einem guten halben Meter einen festen Untergrund bilden. Diese geologische Struktur findet ihren Niederschlag auch in den floralen Bewuchsformen. S\u00e4mtliche Busch- und Baumvorkommen bestehen aus Flachwurzlern, mit stark verzweigten Ballen und ineinandergreifenden Wurzelstrukturen. So musste bei jeder Grabung auch mit Beilen und S\u00e4gen gearbeitet werden, um diese Schicht zu durchdringen, ehe mit den eigentlichen Grabungen bis zum gewachsenen Felsen fortgesetzt werden konnte. Frau <i style=\"mso-bidi-font-style: normal;\">Mag. Olga Frantisek<\/i> gab dabei die Order aus, von der Wasserseite her mit der Anlage der Sondierungsgr\u00e4ben zu beginnen, um dergestalt das nat\u00fcrliche Gef\u00e4lle zu n\u00fctzen und die Gr\u00e4ben von stehendem Wasser freizuhalten. Gleichwohl standen die Grabungskr\u00e4fte dennoch oftmals bis zu den Kn\u00f6cheln im Wasser, da diese Gr\u00e4ben einer k\u00fcnstlichen Drainagierung entsprachen. Die Untersuchung des Aushubmaterials erfolgte deshalb direkt an den Grabungen, lediglich auf der gegen\u00fcberliegenden Uferseite des Grillerbachs, im angrenzenden Wiesenareal. Dabei wurde wetterbedingt auf die Trockenversiebung verzichtet, da das Aushubmaterial zum gr\u00f6sstenteil eine schlammartige Struktur aufwies und daher sofort auf das Sickersiebverfahren zur\u00fcck gegriffen wurde.<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"text-align: justify;\">Die Fundung am 23. Juli 1999 belegt, dass die M\u00fchen und Strapazen der vorangegangenen Tage den Einsatz an Personal und Material mehr als rechtfertigten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Grabungsgruppe um Frau Mag. 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